Nicht nur die Forsttechnik, auch moderne Holzbearbeitung ist ohne Sensorik kaum denkbar. Ein Marktbericht zeigt, welche Systeme es gibt, was sie leisten und wie die Zukunft dieser Technologie aussehen könnte.
Georg KälbleGeorgKälble
Veröffentlicht
Holz mit seiner unregelmäßigen Struktur ist eine Herausforderung für optische Sensoren.perfectlab - stock.adobe.com)
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Fast geräuschlos und sanft gleitet der hölzerne
Besteckkasten zurück in seine Halterung und schließt plan mit der restlichen
Küchenfront ab. Egal ob Küche, Wohnbereich oder Schalungsbretter auf der
Baustelle – beim Bearbeiten von Holzelementen sind die Qualität in Funktion und
Verarbeitung zu akzeptablen Kosten für Endkunden entscheidende Kaufkriterien.
Und beim Bohren, Hobeln, Sägen, Schaben, Spalten, Schnitzen oder bei der
finalen Oberflächenbehandlung ist überall modernste Technik im Spiel. Dieser
Beitrag widmet sich dabei gezielt dem Thema Sensorik.
Sensoren, wohin das Auge reicht
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Die nahezu endlose Bandbreite unterschiedlicher Sensoren
beginnt bereits bei der primären Holzbearbeitung. Darunter versteht der Experte
die Stammsortierung, das Entrinden oder Schnittoptimieren. Hier spielt
2D-Bildverarbeitung eine wichtige Rolle. Mithilfe von Deep Learning lassen sich
etwa Jahresringstrukturen oder Kernholzlagen erkennen, was die Erstellung
optimaler Schnittpläne oder die Brettorientierung in Fügeprozessen ermöglicht.
Ein typischer Sensor ist der ‚Inspector 830‘ aus der ‚83x-Serie‘ von Sick: Eine
leistungsstarke 2D-Vision-Kamera mit einer Auflösung von bis zu 5 MP, integrierter Beleuchtung und
4-Kern-CPU. Die Kamera ermöglicht die Inline-Bildverarbeitung
direkt im Sensor und liefert – ganz ohne
Recheneinheit – bis zu 15 Inspektionen pro Sekunde. Zusätzlich unterstützen die Sensor-Apps und KI-Funktionen
von Sick Anwendungen wie das Erkennen von Anomalien der Hölzer oder die
Klassifikation und Strukturinspektion bei Rundholz und Brettern.
Ohne Sensorik keine Automatisierung
Sick Ranger3 – 3D-, Reflexions- und Streulichtmessung in einem Gerät.Sick)
Geht es um 3D-Anwendungen wie die geometrische
Stammvermessung, das Bestimmen von Volumen oder die Maßhaltigkeitskontrolle von
Holzplatten und Bauteilen bietet Sick das ‚Ranger3‘-Sensorsystem. Dank der Sick eigenen ROCC-Technologie (Rapid on chip
calculation) verarbeitet die 3D-Streaming-Kamera bis zu 15,4 Gigapixel pro
Sekunde und liefert Profile mit bis zu 46 kHz.
Der ‚Ranger3‘ sei laut
Jan Nieswandt, Market Product Manager bei Sick, ein regelrechter technischer
Tausendsassa und vereine 3D-, Reflexions- und Streulichtmessung in einem Gerät. Damit lassen sich Konturen, Volumina oder Formabweichungen
präzise erfassen. Der Anwender verfügt damit über eine ideale Grundlage für
automatisierte Bearbeitungs- und Sortierprozesse.
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Optische Sensoren wie der HT46C unterstützen den Transport der Holzelemente von Station zu Station.Leuze)
Sensorauge, sei wachsam!
Sind die Holzelemente vorgeprüft, werden sie über
Fördersysteme von Arbeitsstation zu Station geschoben. Damit Transport und
Einzelprozesse genau gesteuert werden können, müssen die Planken positionsgenau
erkannt werden. Die optischen Sensoren der Serie ‚HT 46C‘ von Leuze erkennen
die Holzbretter unabhängig von Oberflächenstruktur oder Farben. Mittels
unterschiedlicher Lichtstrahlvarianten ließen sich diese Sensoren
maßgeschneidert auf die jeweilige Applikation anpassen, erklärt Matthias
Göhner, Business Development Manager bei Leuze. Irgendwann stößt der
Interessent auf moderne Lasersensoren, unter anderem von Sensorik-Spezialist
Micro-Epsilon.
Das Unternehmen beschäftigt sich mit Industriesensorik,
Wegmesstechnik, Mikromechatronik sowie Mess- und Inspektionssystemen für die
Prozessüberwachung und automatisierte Qualitätskontrolle. Zum Portfolio gehören
Laser-Triangulationssensoren der Serie ‚optoNCDT‘. Diese Sensoren sind für
verschiedenste Messaufgaben wie die Planaritätskontrolle einsetzbar: Hier wird
geprüft, ob Türen, Fensterrahmen oder Platten in einer Ebene liegen und eben,
verzugsfrei und ohne Verwindung sind. Die Sensoren arbeiten mit einer Laserdiode,
die einen sichtbaren Lichtpunkt auf die Oberfläche des Messobjektes
projiziert. Das dabei reflektierte Licht wird über eine Empfangsoptik auf ein
positionsempfindliches Element abgebildet. Verändert der Lichtpunkt seine
Position, wird diese Veränderung auf dem Empfangselement abgebildet und
ausgewertet.
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Die ‚optoNCDT‘-Sensoren nutzen unterschiedliche Technologien, die
bei bestimmten Anwendungen ihre Vorteile ausspielen. So unter anderem die
‚optoNCDT-Blue-Laser-Modelle (BL)‘, die zum Messen einen blau-violetten
Laserstrahl nutzen, der aufgrund der kürzeren Wellenlänge nicht in das
Messobjekt eindringt. Der Lichtfleck wird scharf abgebildet und ermöglicht
stabile und präzise Messergebnisse. Laut Hersteller ist die Blue-Laser-Technologie für
zahlreiche Oberflächen geeignet, unter anderem auch für rotglühende Metalle
über 700 °C sowie organische und transparente Objekte.
Opto Ncdt‘-Sensoren prüfen, ob im Produktionsprozess Holzelemente wie Platten plan in einer Ebene liegen.Micro Epsilon)
Sichere Messungen trotz Staub, Schmutz und Fremdlicht
Die Umgebungen in der Holzbearbeitung sind naturgemäß von
Staub und Schmutz geprägt. Beides Dinge, die den Strahlengang des Lasers
negativ beeinflussen können. Zudem können wechselnde Lichtverhältnisse oder hohes
Fremdlicht zu Fehlmessungen führen. Um diesen Herausforderungen gerecht zu
werden, lassen sich ‚optoNCDT-1420‘-Lasersensoren mit einem Freiblassystem
ausstatten. Es hält das Sägemehl und -späne vom Strahlengang fern. Sensoren
dieser Bauart verfügen über eine Fremdlichtbeständigkeit von bis zu 50 000 Lux. Über die intelligente
Oberflächenregelung ‚Active Surface Compensation (ASC)‘ würden selbst bei Farb-
oder Helligkeitswechseln auf der Oberfläche des Messobjektes stabile
Messergebnisse erzielt, heißt es vom Hersteller.
Generell besteht ein Sensorsystem aus zwei Komponenten: Der
Sensor beinhaltet die Messtechnik. Die Auswertung der Messdaten wird vom
Controller übernommen. Bei Micro-Epsilon-Sensoren sind diese Elemente in einem
Gehäuse vereint. Daraus ergibt sich eine schnelle, einfache Montage und
Verdrahtung, da nur der bestehende Sensor in die Anlage integriert werden muss.
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Bis auf den Mikrometer genau
ColorSensor-Systeme prüfen die Farben von Küchenfronten auf Einheitlichkeit.Micro Epsilon)
Funktional und schick zugleich sollen sie sein: Küchen sind
in vielen Optiken und Farben erhältlich. Damit unterschiedliche Frontteile in
der Farbe homogen sind, werden ‚colorSENSOR‘-Farbsysteme von Micro Epsilon eingesetzt.
Die Sensoren prüfen die Farbe der Küchenfronten in der Lackieranlage und
erkennen prozesssicher, ob der Farbton innerhalb des definierten
Toleranzfensters liegt und auch über mehrere Produktionschargen hinweg
identisch ist. Nach dem Prinzip der relativen Farbprüfung erfasst ein Farbsensor
– Micro Epsilon nennt hier die Serien Serien ‚CFO100‘, ‚CFO200‘ und ‚OT-3‘ –
zunächst die Farbe eines Referenzmusters und anschließend die des Messobjekts.
Im Detail wird die zu messende Oberfläche zunächst über das Sensorkabel (Lichtwellenleiter)
beleuchtet. Das von der Oberfläche zurückreflektierte Licht nimmt der Sensor
auf. Danach ermittelt der Controller aus der Differenz beider Werte den
Farbabstand (ΔErel). Die Sensoren verfügen über verschiedene Messgeometrien.
Durch Aufsatzoptiken sind auch größere Messabstände realisierbar.
Sensoren sind einfach bedienbar,...
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Laut Hersteller ist der ‚colorSENSOR CFO Controller‘ einfach
bedienbar. Die gesamte Konfiguration des „CFO“-Systems erfolgt komfortabel,
intuitiv über das integrierte Web-Interface. Dazu wird der Controller über die Ethernet-Schnittstelle
mit dem PC verbunden. Das Webinterface ermöglicht die Messwertanzeige und das Einstellen
von Parametern wie Belichtung oder Messfrequenz. Darüber hinaus lassen sich
Anpassungen für Farbgruppen vornehmen und Toleranzräume für jede Farbe
definieren. Der Controller kann auch ohne Web Interface die Farbwerte bewerten.
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…lassen sich aus der Distanz warten,…
Staub ist bei der Holzbearbeitung ein lästiges Übel. „Nahezu jeder unserer Sensoren gibt eine
Warnung aus, wenn die Optik verschmutzt ist“, erklärt Matthias Göhner, Business
Development Manager bei Leuze. Die Warnung wird entweder über einen
Schaltausgang, über eine I/O-Link-Schnittstelle oder bei intelligenteren Sensoren
über das Feldbus-System signalisiert. So erkennt der Bediener, dass der Sensor
beim nächsten Wartungszyklus gereinigt werden muss. Zudem würde die
Kalibrierung der Sensoren bei der Inbetriebnahme einmalig vorgenommen. Danach
seien die Sensoren zu reinigen oder im Notfall zu tauschen.
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…lernfähig, nachrüstbar und...
Interessant ist auch die Multiteach-Funktion: Im ‚CFO
Controller‘ können 254 Farbgruppen mit mehr als 320 Einzelfarben eingelernt
werden. Die Farbgruppen dienen dabei unter anderem dem Erhöhen der Farbgenauigkeit.
Weil die Farben mit unterschiedlichem Abstand zwischen Sensor und Messobjekt
variieren, können diese Farbvarianten einfach in eine Farbgruppe eingelernt
werden. Für verschiedene Farbtöne lassen sich individuelle Farbgruppen anlegen.
Damit bieten die Farbgruppen einen deutlichen Vorteil bei geometriebedingten
Farbabweichungen. Sind Sensoren nachrüstbar? Ja, heißt es von Micro Epsilon.
Dank zahlreicher Schnittstellen wie Ethernet, Profinet, Ethercat, RS422 oder
IO-Link seien Sensoren in bestehende Anlagen und Maschinen integrierbar. Über
alle Anbieter hinweg wird ein reichhaltiger Strauß an Bus-Systemen angeboten,
der sich je nach Anwendung passend zusammenstellen lässt.
Die Baureihe des CNC-Bearbeitungszentrums ‚Centateq P-110‘ bietet 3-, 4- und 5-Achs-Lösungen für die Bearbeitung von Küchen-, Büro- und Massivholzmöbeln sowie für den Treppen-, Fenster- und den Türenbau. Sensoren unterschiedlichster Art sind darin verbaut.Homag Group)
…können Multitasking!
Für sehr anspruchsvolle Anwendungen in der sekundären Phase
der Holzbearbeitung, zum Beispiel dem Prüfen von Oberflächen bei Laminaten,
Brettern oder lackierten Platten setzt Sick auf ‚Surface+‘. Diese Software
kombiniert simultan 2D- und 3D-Daten in einem Sensor, um selbst feinste
Oberflächenfehler wie Kratzer, Dellen oder Glanzabweichungen zu erkennen. So
lassen sich ohne zusätzliche Hardware die klassische Topografiemessung und die
Oberflächeninspektion in einem Schritt vereinen.
Da freut sich der Maschinenbediener!
Die elektronische Positionsanzeige ‚AP05‘ ist ein wichtiges Element bei Kantenanleimmaschinen.Siko)
Kantenanleim-Maschinen bearbeiten die seitlichen
Schnittflächen von Pressspanelementen für verschiedene Möbel, Deckenelemente
oder Raumteiler. In der täglichen Praxis ist oft rasches Umrüsten bei unterschiedlichen
Kanten an der Tagesordnung. Dazu sind Positioniersysteme in Form mechanischer
oder elektronischer Positionsanzeigen in den Maschinen verbaut, die eine
schnelle und zuverlässige Formatverstellung ermöglichen. Zu diesen Systemen
zählt die elektronische Positionsanzeige ‚AP05‘ von Siko.
Grundidee dieser Anzeige ist das Überwachen aller
Maschinenpositionen über ein Feldbusnetzwerk. Erst wenn alle Einstellungen
auftragsgerecht passen, beginnt die Maschine zu arbeiten. Intuitiv führt die
‚AP05‘ den Bediener zur korrekten Maschineneinstellung. Im hinterleuchteten
Display werden Istwert (1. Zeile) und Sollwert (2. Zeile) übersichtlich
angezeigt. Stimmen beide Werte noch nicht überein, erleuchtet ein rotes Signal.
Zwei grün leuchtende LEDs unterhalb des Displays zeigen dem Maschinenbediener
unzweifelhaft die Richtung, in die verstellt werden muss.
Auf diese Weise sind Maschinenfehleinstellungen vermeidbar.
So werden flexible Produktionsmaschinen lückenlos prozesssicher gemacht. Die
„AP05“ verfügt über eine integrierte RS485-Schnittstelle. Optional sind CAN-Bus
oder IO-Link. In der robusten Positionsanzeige (Schutzart IP53 oder IP65) ist
eine magnetische Abtastung verbaut. Dadurch ist diese Positionsanzeige
verschleißarm.
Unterstützen die Arbeitssicherheit in Fertigungsanlagen – mehrstrahlige MLD-Lichtschranken.Leuze)
Die Sicherheit von Mitarbeitenden und Maschinen steht auch
in der Holzbearbeitung an oberster Stelle. Ob Roboter- oder Portalkranbereich –
für den Personenschutz bietet Leuze mit ‚MLD‘ ein mehrstrahliges Lichtgittersystem.
Es sichert Arbeitsbereiche bis zu einer Länge von 80 m ab. Für die
Strahlumlenkung an den Enden sind Spiegelsäulen erhältlich. Schon beim Entwickeln von Sensoren sind mehrere
Schutzklassen zu beachten. Die wichtigsten Normen sind die IP-Schutzart (DIN EN
60529) – sie beschreibt den Schutz elektrischer
Betriebsmittel gegen äußere Einflüsse – die DIN EN 60068-2-27 (Schock), die DIN
EN 60068-2 (Vibration) sowie die IEC 61000-6-2 (elektromagnetische
Verträglichkeit).
Ausblick in die Zukunft
Herstellerübergreifend wird derzeit über den Einsatz von KI
in der Sensortechnologie nachgedacht. Beispiel Sick: Mit ‚Sick Nova‘, der
Softwarebasis für konfigurierbare, industrielle Bildverarbeitungslösungen werde
KI-Technologie einfach zugänglich, sagt Jan Nieswandt. Über eine intuitive,
browserbasierte Oberfläche lassen sich Bildmuster ohne Expertenwissen sammeln,
trainieren und klassifizieren. Auf diese Weise können auch Produktionsmitarbeitende
Deep-Learning-Modelle selbst erstellen und flexibel an neue Anforderungen anpassen.
Spannend ist ebenfalls, dass künstliche Intelligenz in
Kombination mit Sensorhardware wie ‚Inspector 83x‘, ‚Ranger3‘ und ‚Surface+‘
von Sick das Aufspüren komplexer Merkmale wie Holztextur-Übergänge,
Mikrodefekte oder Kantenunregelmäßigkeiten ermöglicht. Die Modelle laufen
direkt auf dem Sensor (Edge-Inferenz), was Verzögerungen reduziert und stabile
Echtzeitprozesse ermöglicht. So entsteht von der Stammbearbeitung bis zum
Endprodukt eine robuste, automatisierte Qualitätskontrolle mit weniger
Ausschuss, besserer Materialausnutzung und hoher Prozessstabilität.
FAQ: Trends in der Sensortechnologie
Was versteht man unter Sensortechnologie in der
Holzbearbeitung? - Sensortechnologie umfasst Mess-, Bildverarbeitungs- und Prüfsysteme, die Holz
während der Bearbeitung erfassen. Sie messen Geometrien, Farben, Oberflächen
und Positionen und ermöglichen automatisierte, reproduzierbare Prozesse.
Warum ist Sensorik für die Automatisierung unverzichtbar? - Ohne Sensorik können Maschinen keine Entscheidungen treffen. Sensoren liefern
Echtzeitdaten für Sortierung, Positionierung, Qualitätsprüfung und
Prozesssteuerung – sie sind die Grundlage jeder automatisierten
Holzbearbeitung.
Welche Sensoren kommen in der primären Holzbearbeitung zum
Einsatz? - In der Stammsortierung und Schnittoptimierung werden vor allem 2D- und
3D-Vision-Sensoren eingesetzt. Sie erkennen Holzstrukturen, Volumen und
Geometrien und optimieren so den Materialeinsatz.
Welche Vorteile bieten 3D-Sensoren gegenüber 2D-Systemen?
3D-Sensoren erfassen zusätzlich zur Oberfläche auch Höheninformationen. Dadurch
lassen sich Volumen, Formabweichungen und Maßhaltigkeit präzise bestimmen – ein
klarer Vorteil für automatisierte Sortier- und Bearbeitungsprozesse.
Wie funktionieren Laser-Triangulationssensoren? - Laser-Triangulationssensoren projizieren einen Lichtpunkt auf das Messobjekt.
Das reflektierte Licht wird ausgewertet, um Abstände, Ebenheit oder Verzüge
hochpräzise zu messen – oft bis in den Mikrometerbereich.
Wie wird zuverlässiges Messen bei Staub und Fremdlicht
sichergestellt? - Moderne Sensorsysteme nutzen Freiblassysteme, hohe Fremdlichtbeständigkeit und
intelligente Oberflächenregelungen. So bleiben Messergebnisse auch in staubigen
Produktionsumgebungen stabil und präzise.
Warum ist Farbmessung in der Möbelproduktion wichtig? - Farbabweichungen sind für Endkunden sofort sichtbar. Farbsensoren prüfen Lacke
und Oberflächen inline und stellen sicher, dass Farbtöne über mehrere
Produktionschargen hinweg identisch bleiben.
Sind moderne Sensorsysteme nachrüstbar? - Ja. Dank standardisierter Schnittstellen wie IO-Link, Profinet oder Ethercat
lassen sich viele Sensoren problemlos in bestehende Maschinen und Anlagen
integrieren.
Wie unterstützt Sensorik die Arbeitssicherheit? - Sicherheitslichtgitter und Schutzsensoren überwachen Gefahrenbereiche und
stoppen Maschinen bei unzulässigem Zutritt. Sie schützen Mitarbeitende und
erfüllen internationale Sicherheitsnormen.
Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz in der
Sensortechnologie? - KI ermöglicht es, komplexe Merkmale wie Mikrodefekte, Texturunterschiede oder
Oberflächenfehler zu erkennen. Durch Edge-Inferenz laufen diese Modelle direkt
im Sensor – schnell, stabil und ohne externe Recheneinheit.
Wie sieht die Zukunft der Sensortechnologie aus? - Die Zukunft liegt in intelligenten, vernetzten Sensoren mit integrierter KI.
Sie erhöhen die Prozessstabilität, reduzieren Ausschuss und ermöglichen eine
durchgängige Qualitätskontrolle vom Rohholz bis zum Endprodukt.