• Holzernte durch den John Deere Harvester 1470G

    Der knapp 8 Meter lange und 3 Meter breite 1470G-Harvester de amerikanischen Unternehmens John Deere läuft auf 6 Rädern und wiegt inklusive Harvester-Aggregat 22,9 Tonnen. Mit 20 Scheinwerfern bestückt ist er auch für Einsätze im dunkelsten Wald bestens geeignet. – Bild: John Deere

  • Finnischer Harvester von Logset

    Der achträdrige Harvester der finnischen Firma Logset wird über ein Elektro-Diesel-Aggregat angetrieben. So verfügt er im Vergleich zu reinen Dieselantrieben trotz niedrigerem Verbrauch über eine höhere Leistung von bis zu 2.000 Newtonmeter. - Bild: Logset

  • Harvester mit Raupenkette: der 1270G 8w von John Deere

    Die 8-Rad-Version des Harvester von John Deere mit Raupenketten schafft mit ihrem 9-Liter-Diesel zwar nur eine Geschwindigkeit von maximal 21 km, kann dafür aber mit einem Drehmoment von 1315 Nm aufwarten. Die Fahrerkabine ist für beste Sicht dreh- und nivellierbar. – Bild: John Deere

  • Finnischer Forwarder: der Logset 12F GT

    Einer der weltweit größten Forwarder ist der Logset 12F GT des finnischen Unternehmens Logset. Der 24-Tonner hat eine Ladekapazität von 20 Tonnen und ist mit einem 220-kW-Motor ausgerüstet. – Bild: Logset

  • XXL-Forsten mit dem Ponsse Bear

    Der Bär des finnischen Unternehmens Ponsse trägt sein Eigengewicht von 24,5 Tonnen auf acht 26,5-Zoll-Reifen. Fast neun Meter lang und gut drei Meter breit ist er mit einem Harvesteraggregat ausgerüstet, dessen weiteste Öffnung 74 Zentimeter beträgt. - Bild: Ponsse

  • Der schwedische Harvester H21 von Rottne

    Neben hoher Leistung bietet das schwedische Unternehmen auch dem Fahrer einen hohen Komfort. Die schwenk- und höhenverstellbare Kabine ist nicht nur geräumig, in ihr ist es laut Hersteller sogar leiser als in einem modernen Pkw. – Bild: Rottne

  • John Deere Forwarder

    Die Emissionswerte von Dieselpartikeln und Stickstoffoxiden des 20-Tonners entsprechen den strengen Grenzwerten der Emissionsstufe FT4. Über einen Cloud-Dienst werden alle Fahrer am Arbeitsplatz über Baumarten, Sortimente und Fahrstrecken informiert. - Bild: John Deere

  • Ponsse Forwarder Elephant King

    Der Forwarder von Ponsse mit einem Gewicht von 23,7 Tonnen verfügt mit dem Ponsse Active Crane über ein System, mit dem der Bediener die Greiferbewegung anstelle einzelner Funktionen steuert. Sobald die entsprechende Greiferposition an die Maschine übermittelt wurde, führt sie den Hub aus und bedient den Ausleger und den Ausschub automatisch. - Bild: Ponsse

 

Auf bis zu 8 Rädern, 4 Raupenketten oder gar Stelzen bahnen sich die über 20 Tonnen schweren und 8 Meter langen Forstmaschinen eine Schneise durch den Wald. Mit 70 Zentimetern Bodenfreiheit und einer beweglichen „Wespentaille“ zwischen den beiden angetriebenen Plattformen kommen sie praktisch in jedem Gelände zurecht. An ihren circa 12 Meter langen Auslegern ist das Multifunktionswerkzeug zum Fällen und Bearbeiten von Bäumen mit Greifern, Sägen und Walzen befestigt. Von 300 Litern Hydrauliköl getrieben ist die Abholzung ausgewachsener Bäume für den tonnenschweren Harvester-Kopf ein Kinderspiel. Der Greifer packt den Stamm wie ein Mikado-Stäbchen, sägt ihn ab, schiebt ihn mit seinen Walzen durch die Entastungsmesser, zerlegt ihn in Teilstücke und schichtet ihn säuberlich für den Transport auf. Und dies in wenigen Minuten.

 

Holzernte

Harvester ist der Fachterminus für die gewaltigen Forstmaschinen, die ein Zugvermögen von 20 Tonnen haben und bei Bedarf ihren neu angelegten Forstpfad gleich mit frisch gefällten Baustämmen befestigen. Hierzulande wird man diese Ungetüme nur selten zu Gesicht bekommen. Ihre Einsatzgebiete sind die großen Wälder Nordeuropas und Amerikas. Dort werden sie auch gebaut - von einer Handvoll Firmen, die sich den Weltmarkt teilen. Die Unternehmen, darunter John Deere, Ponsse, Logset oder Rottne, haben ihren Firmensitz in den USA, Schweden und Finnland. Neben den Harvestern in verschiedenen Größen bauen sie auch 20 Tonnen schwere Forwarder oder Rückezüge mit einer gleich großen Nutzlast, die das Holz aus dem Wald abtransportieren.

Technik der weltweit größten Forstfahrzeuge

Die Technik der Forstfahrzeuge ist weitgehend perfektioniert. Auch ihrer Größe sind natürliche Grenzen gesetzt, da ihr Einsatzgebiet eher schmale Waldbewirtschaftungswege sind. Derzeit liegt der Fokus der Hersteller auf eher verbrauchs- und schadstoffärmeren Motoren – bislang treiben schwere Diesel mit 200 bis 300 kW die Maschinen an. Ein höherer Bedienerkomfort und alternative Antrieb haben ebenfalls Prioriät bei neuen Modellen. Mit dem Logset 12H GTE Hybrid hat sogar die Hybridtechnologie ihren Einzug in die Branche gefunden. Sein Elektro-Diesel-Hybridmotor leistet bis zu 375 kW und entwickelt ein Drehmoment von 2.000 Nm. Damit ist er nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch leistungsstärker als die meisten Konkurrenten. Trotz der Bemühungen der Hersteller sehen Umweltschützer die Monster dennoch kritisch. Denn beladen und mit einem Gesamtgewicht von immerhin gut 40 Tonnen verdichteten sie den Waldboden - mit erheblichen Folgeschäden.

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