Das beschreibt die DGUV

Die neue DGUV-Regel 113020 der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung beschreibt den sicheren Einsatz von Hydraulikschlauchleitungen und -flüssigkeiten. Sie soll dem Arbeitgeber, also dem Betreiber, sämtliche damit verbundenen Gefahren aufzeigen. Ein großes Augenmerk liegt hierbei auf der Gefährdungsbeurteilung. Richten sich Arbeitgeber nach den beschriebenen Gefährdungspunkten, bewegen sie sich in der rechtssicheren Komfortzone.

Hydraulikschläuche - Bild: fluid
Hydraulikschläuche sind Verschleißteile, deshalb bieten sich Schutzgeflechte an. Bild: fluid

Am Ende platzen Schlauchleitungen so vor allem aus zwei Gründen: Entweder durch Beschädigungen oder dadurch, dass sie sich von der Armatur trennen. Schutz vor dem mit oft hohem Druck austretenden Hydraulikflüssigkeitsstrahl können spezielle Schutzgeflechte bieten. Die neue DGUV-Regel gibt Handlungsempfehlungen zur Auswahl, Bestellung und zur richtigen Dimensionierung dieser Schutzgeflechte. „Damit hat der Betreiber etwas Greifbares in der Hand“, sagt Matthias Müller, Trainer bei der IHA.

Empfehlungen: Beispiel Dimensionierung

Schaden am Hydraulikschlauch, Bild: fluid
Ein angegriffener Hydraulikschlauch, Bild: fluid

Ein Beispiel ist das Thema Dimensionierung – zum Beispiel von Schutzgeflechten für Schlauchleitungen. Hierzu muss man wissen: Hydraulikschläuche sind ähnlich aufgebaut wie Autoreifen, sie sind Verschleißteile. Je mehr ein Hydraulikschlauch mit verschiedenen Druckbereichen beaufschlagt wird, desto schneller altert er. Unterschiedliche Medien und äußere Einflüsse beschleunigen diesen Prozess.

Empfehlungen: Beispiel Verlegung

fluid Ausgabe - Bild: fluid
In einer Ausgabe ist alles genauestens beschrieben: Auch zum Beispiel die Verlegung und der anforderungsgerechte Einbau. Bild: fluid

Ein weiterer wichtiger Punkt der Empfehlungen ist die richtige Verlegung, also der anforderungsgerechte Einbau von Hydraulikschlauchleitungen, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. „Man kann nicht alles richtig machen“, erklärt Matthias Müller und fährt fort: „Betreiber müssen aber eben auch durch Einbaufehler gewisse Rückschlüsse auf Schäden ziehen können.“ So haben Betreiber, respektive Arbeitgeber, Schlauchleitungen in regelmäßigen Abständen visuell zu überprüfen. Die empfohlenen Prüf-Fristen, genauso wie die empfohlenen Auswechsel- und Lagerbedingungen sind in der neuen DGUV-Regel beschrieben. Für Schlauchleitungen beträgt sie 12 Monate. Müller hebt hervor, dass es sich dabei nur um Empfehlungen handle, da die DGUV naturgemäß nicht wissen könne, wie die Schlauchleitung belastet wird. „Wird jetzt zwei Tage am Stück belastet oder zwei Wochen oder zwei Jahre am Stück immer wieder belastet? Hier liegen dann eben unterschiedliche Anforderungen vor“, erklärt Müller. Übrigens: Auch die Lagerverwendungsdauer von Schlauchleitungen ist in der neuen DGUV-Regel beschrieben.

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