Wie Mittelständler ihre Marktvorteile nutzen können
Drei Fachleute tragen bei Schwark Verantwortung: Christopher Strobl im Vertrieb, Marcus Richard in Service und Technik, Armend Tahiri im kaufmännischen Bereich und Lieferantenmanagement. Ihr gemeinsames Ziel: Kunden nicht nur schneller beliefern, sondern Stillstände vermeiden, Entscheidungen vereinfachen und Beratung wieder näher an die Anwendung bringen.
v.l.n.r.:Christopher Strobl, Andreas Schwark, Udo Schwark, Armend Tahiri und Marcus Richard.Schwark)
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Summary: Gemeinsam mit den langjährigen Schwark-Kollegen Christopher Strobl und Marcus Richard als Gesellschafter leitet Armend Tahiri ab Anfang Januar die Geschäfte bei Schwark. Das Führungstrio will Vertrieb,
Service/Technik und kaufmännische Steuerung eng verzahnen. Im Zentrum
steht die Weiterentwicklung der Schwark-Philosophie „Wir verkaufen nicht, wir
helfen kaufen“: Beratung soll strukturierter, Service schneller,
Lieferfähigkeit resilienter und Digitalisierung praxisnäher werden. Für die
Hydraulikbranche zeigt der Ansatz, wie mittelständische Anbieter
Wettbewerbsvorteile schaffen können – nicht allein über Produkte oder Preise,
sondern über Kundennähe, technische Sicherheit, Dokumentation,
Ersatzteilverfügbarkeit und kurze Entscheidungswege.
In der Hydraulik entscheidet selten ein einzelner Faktor
über Kundenzufriedenheit. Nicht das beste Produkt allein, nicht der günstigste
Preis, nicht die schnellste Antwort. Entscheidend ist das Zusammenspiel:
Erkennt der Vertrieb das eigentliche Problem? Hat der Service die richtigen
Informationen? Sind Ersatzteile verfügbar? Ist die technische Lösung belastbar
dokumentiert? Und kann ein mittelständischer Anbieter all das schneller und
verbindlicher leisten als große Wettbewerber?
Genau an dieser Schnittstelle setzt der Führungswechsel bei
der Schwark GmbH in Finnentrop-Heggen an. Zum 2. Januar 2026 übernehmen Armend
Tahiri, Christopher Strobl und Marcus Richard gemeinsam Verantwortung für den
Hydraulik- und Pneumatik-Spezialisten. Die Rollen sind klar verteilt: Strobl
wird erster Ansprechpartner im Vertrieb, Richard verantwortet Werkstatt und
Vor-Ort-Service, Tahiri übernimmt kaufmännische Belange und den
Lieferantenbereich. Gemeinsam stehen sie für einen Ansatz, der in der Fluidtechnik
zunehmend an Bedeutung gewinnt: Beratung, Serviceperformance und
Lieferkettenresilienz müssen als ein System funktionieren. Der rote Faden ist ein Satz, der bei Schwark seit Jahren zur
Selbstbeschreibung gehört: „Wir verkaufen nicht, wir helfen kaufen.“ Marcus
Richard nennt ihn ausdrücklich als Leitmotiv für den Service. Tahiri übersetzt
ihn strategisch: „Partnerschaft, die verbindet ist der Kern der
Schwark-Philosophie.“ Kunden kämen nicht mit einem Produktwunsch allein,
sondern „mit einer Aufgabe oder einem Problem“ – und erwarteten Lösungen, „die
zuverlässig funktionieren“.
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Beratung beginnt nicht beim Produkt, sondern beim Problem
Christopher Strobl bringt die vertriebliche Perspektive auf
den Punkt: „Für uns bedeutet ‚Beratung statt Verkaufen‘, dass der Vertrieb
nicht beim Produkt beginnt, sondern beim Problem des Kunden.“ Das klingt
selbstverständlich, ist in der Praxis aber anspruchsvoll. Denn echte Beratung
kostet Zeit, verlangt technisches Verständnis und braucht Strukturen, die
Wissen nachvollziehbar machen. Strobl spricht deshalb nicht nur über
Kundennähe, sondern über Bedarfsanalyse, Dokumentation, Lastenhefte und Vor-Ort-Aufnahmen.
Sie seien „die Basis für eine fundierte Analyse“ und sorgten für Transparenz –
intern wie beim Kunden.
Der Grund dafür liegt auch in einer veränderten
Kundenrealität. Strobl beobachtet, dass auf Kundenseite insbesondere in der
Instandhaltung Fachkräfte fehlen. Damit verschiebt sich die Rolle des
Lieferanten: „Wir sind nicht mehr nur Anbieter von Produkten, sondern in vielen
Fällen der Problemlöser.“ Häufig sei Schwark „die erste und schnellste
Alternative“, bevor Servicetechniker von Maschinenherstellern verfügbar seien.
Für Führungskräfte in der Hydraulikbranche steckt darin eine zentrale
Botschaft: Wer sich künftig differenzieren will, muss Beratung industriell
beherrschbar machen – ohne dass sie unpersönlich wird.
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Das heißt auch: Nutzenargumente dürfen nicht im Ungefähren
bleiben. Strobl verweist auf unterschiedliche „Pain Points“ in den Branchen. In
der Industrie zählen Verfügbarkeit, präzise Auslegung und Prozesssicherheit. Im
Bau- und Landwirtschaftsbereich spielen Schmutz, Witterung, Ozonbelastung,
Druckanforderungen und mechanische Beanspruchung eine größere Rolle. Deshalb
organisiert Schwark Beratung nicht streng nach Branchenlogik, sondern stärker
entlang der Anwendung. „Nicht jeder muss alles können“, sagt Strobl, aber für
Branchen und Applikationen brauche es erfahrene Ansprechpartner.
Tempo allein reicht nicht: Angebote müssen auch belastbar sein
In der Fluidtechnik kann eine verspätete Antwort teuer
werden. Gleichzeitig kann ein schnelles, aber technisch unsauberes Angebot den
Schaden vergrößern. Strobl formuliert den Anspruch entsprechend doppelt:
Geschwindigkeit und technische Sicherheit müssten zusammenkommen. Schwark könne
in den meisten Fällen „innerhalb von weniger als 24 Stunden ein belastbares
Angebot“ erstellen, weil ein umfangreiches Produktportfolio und viele
technische Daten hinterlegt seien.
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Interessant ist dabei die Balance aus Standardisierung und
Individualisierung. Standardisierte Angebotsbausteine sollen wiederkehrende
Anforderungen beschleunigen. Individuelle Auslegung bleibt dort notwendig, wo
Einsatzbedingungen komplexer sind. Für Strobl ist diese Abwägung nur mit
offener Kommunikation möglich: Kunden müssten verstehen, welche Folgen eine
Standardlösung oder Sonderlösung für Kosten, Lieferzeit und Risiko hat.
„Standardlösungen sind schneller verfügbar und wirtschaftlich oft attraktiver,
können aber in bestimmten Fällen Kompromisse erfordern.“
Tahiri ergänzt diese operative Sicht um die kaufmännische
und strategische Dimension. „Liefergeschwindigkeit, Servicequalität und
wirtschaftliche Attraktivität – das sind die Faktoren, die künftig den
Unterschied machen.“ Technische Kompetenz setzt er als Grundvoraussetzung
voraus. Der eigentliche Hebel entstehe dort, wo Know-how mit Schnelligkeit,
Entscheidungsstärke und Kundennutzen verbunden werde. Für mittelständische
Hydraulikanbieter ist das eine klare Positionsbestimmung: Preise lassen sich
kopieren, eingespielte Teams und tiefes Anwendungswissen kaum.
Servicequalität zeigt sich, wenn die Anlage steht
Kundenzufriedenheit ergibt sich aus diesen Fragen: Erkennt der Vertrieb das eigentliche Problem? Hat der Service die richtigen Informationen? Sind Ersatzteile verfügbar? Ist die technische Lösung belastbar dokumentiert?Schwark)
Während Vertrieb und kaufmännische Steuerung viel
vorbereiten können, entscheidet sich Vertrauen oft im Störfall. Marcus Richard,
künftig verantwortlich für Werkstatt und Vor-Ort-Service, beschreibt Service
konsequent vom Ergebnis her: Viele Kunden messen ihn daran, ob die Anlage
wieder läuft. Die Voraussetzung dafür sei, Maschinen, Anlagen und verbaute
Komponenten wirklich zu kennen. „Wir kennen die Maschinen, Anlagen und
verbauten Komponenten oft sehr genau – teilweise besser als der Betreiber
selbst.“ Genau daraus entstehe im Schadensfall eine schnelle und präzise
Diagnose.
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Die First-Time-Fix-Rate ist damit kein isolierter KPI,
sondern Ausdruck von Erfahrung, Dokumentation, Lagerhaltung und Kundennähe.
Richard verweist auf Ersatzteile, die „nah am Kunden“ bevorratet werden.
Gleichzeitig sieht er Optimierungspotenzial in der Dokumentation. Die
Digitalisierung dieses Bereichs sei bereits angestoßen und solle weiterverfolgt
werden.
Auch die Entscheidung zwischen Werkstattreparatur und
Vor-Ort-Einsatz folgt keiner starren Regel. Richard nennt Faktoren wie
benötigte Werkzeuge und Maschinen, Transportfähigkeit, Entfernung zum Kunden,
Zeitkritikalität und Ressourcenverfügbarkeit. Das Ziel bleibt eindeutig: „die
Reparaturzeit so gering wie möglich zu halten“. Für die Praxis heißt das:
Serviceorganisationen brauchen nicht nur Techniker, sondern Entscheidungslogik
– möglichst schlank, aber belastbar.
Ersatzteile werden zum strategischen
Differenzierungsfaktor
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In vielen Unternehmen wird Lagerhaltung noch immer vor allem
als Kostenblock betrachtet. Bei Schwark wird sie stärker als
Verfügbarkeitsversprechen verstanden. Richard spricht von einem umfangreichen
Lager „sowohl in der Breite als auch in der Tiefe“, das über drei Jahrzehnte
gemeinsam mit Kunden gewachsen sei. Diese Basis ermögliche kurze
Reaktionszeiten.
Tahiri nennt denselben Punkt „Lieferketten-Resilienz“. Mit
strukturiert aufgebautem Lagerbestand könne Schwark die meisten Produkte
umgehend liefern. Langjährig gewachsene Partnerschaften sollen kurze Reaktionszeiten und Transparenz bei Engpässen
oder Preisschwankungen ermöglichen. Ergänzend nennt er Dual Sourcing,
Rahmenvereinbarungen und Sicherheitsbestände.
Bemerkenswert ist die pragmatische Haltung zu
Alternativkomponenten. Richard sagt, Schwark sei partnerschaftlich mit
Herstellern verbunden, aber nicht an einzelne gebunden. Diese Unabhängigkeit
ermögliche Flexibilität in der Beschaffung und Zugriff auf nahezu alle
Fabrikate. Freigaben für Alternativkomponenten würden meist auf dem „kurzen
Dienstweg“ geklärt und häufig sogar begrüßt, weil sie Lieferzeiten und Kosten
reduzierten.
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Damit zeigt sich ein Muster, das für viele Mittelständler in
der Hydraulik relevant ist: Lieferfähigkeit entsteht nicht allein durch große
Bestände. Sie entsteht durch technisches Wissen über Austauschbarkeit, durch
belastbare Lieferantenbeziehungen, durch dokumentierte Freigaben und durch
Menschen, die schnell entscheiden dürfen.
Schnittstellen dürfen keine Reibungsflächen sein
Eine der größten Herausforderungen in technischen
Dienstleistungsunternehmen liegt zwischen den Bereichen. Vertrieb verspricht,
Werkstatt muss liefern, Einkauf muss beschaffen, Service muss improvisieren –
und der Kunde erwartet, dass alles wie aus einem Guss funktioniert. Strobl
formuliert die Regel unmissverständlich: Es brauche „transparente und
kontinuierliche Kommunikation“. Unwissenheit innerhalb des Unternehmens führe
fast immer zu Fehlern, Verzögerungen oder falschen Erwartungen beim Kunden.
Deshalb setzt Schwark auf gemeinsame Übergabeformate:
technische Briefings, strukturierte Angebotsübergaben oder bei komplexeren
Projekten gemeinsame Kick-offs mit Kunden. Hinzu kommt Kapazitätstransparenz.
Der Vertrieb müsse wissen, was Werkstatt und Außendienst leisten können, um
realistische Zusagen zu machen. Strobl nennt zudem abteilungsübergreifende KPIs
wie Termintreue, First-Time-Fix-Rate und Reklamationsqualität.
Tahiri beschreibt dieselbe Schnittstelle persönlicher:
„Marcus in der Werkstatt, Christopher beim Kunden und ich im kaufmännischen
Bereich – wir stehen in ständigem Austausch.“ Vertrauen, klare Rollen und
gemeinsame Verantwortung sollen dafür sorgen, dass Geschwindigkeit, Qualität
und Marge nicht gegeneinander ausgespielt werden. Seine Formulierung ist
programmatisch: „Schnittstellen sind aktive Hebel.“
Für Führungskräfte ist das vielleicht einer der spannendsten
Punkte des Führungswechsels. Die drei Verantwortlichen denken nicht in
Zuständigkeiten, sondern in Wirkungsketten. Vertriebsgeschwindigkeit braucht
technische Rückendeckung. Servicequalität braucht Ersatzteilverfügbarkeit.
Lieferkettenentscheidungen brauchen Anwendungskompetenz. Marge entsteht nicht
durch Sparen an Qualität, sondern durch bessere Entscheidungen im Prozess.
Digitalisierung soll der Kunde nicht sehen, sondern
spüren
Ersatzteil- und Schlauchmanagement: Wer sofort weiss, welches Teil passt, welche Alternativen freigegeben sind und wann Ersatz verfügbar ist, vermeidet Stillstände und spart Kosten.Schwark)
Alle drei Fachleute sprechen über Digitalisierung, aber
keiner verklärt sie zum Selbstzweck. Tahiri bringt es besonders prägnant auf
den Punkt: „Unsere Kunden sollen Digitalisierung nicht sehen, sondern spüren:
kurze Wege, höchste Qualität und die Sicherheit, schnell, zuverlässig und ohne
Umwege die richtige Lösung zu erhalten.“ Den größten Hebel sieht er im
Ersatzteil- und Schlauchmanagement. Wer sofort wisse, welches Teil passt,
welche Alternativen freigegeben sind und wann Ersatz verfügbar ist, vermeide
Stillstände und spare Kosten.
Richard sieht die Servicedokumentation als zentrales
Entwicklungsfeld. Geplant sei der Aufbau einer eigenen Plattform für
Servicetechniker in Hydraulik und Drucklufttechnik. Besonders
Fotodokumentationen vor Ort hätten langfristig erheblichen Mehrwert. Als
Mindeststandard bei Hydraulikaggregaten nennt er Stücklisten, Hydraulikpläne
und Konformitätserklärungen.
Auch Strobl erwartet Effekte im Angebotsprozess.
Strukturierte Abfragen sollen helfen, fehlende oder unklare Informationen zu
Einsatzbedingungen, Druckbereichen, Medien oder Einbausituationen früher zu
klären. Damit wird Digitalisierung zur Voraussetzung für Verbindlichkeit: Sie
ersetzt nicht die technische Beratung, sondern macht sie schneller
reproduzierbar.
Qualität vor Quantität – besonders unter Druck
Hydraulik ist ein Geschäft mit hohen Drücken, buchstäblich
und organisatorisch. Richard betont deshalb die Bedeutung von Sicherheit und
Prüfung. Regelmäßige Sicherheitsunterweisungen seien selbstverständlich, zudem
würden Servicetechniker kontinuierlich in sicherheitsrelevanten Themen
geschult. Er nennt Qualifikationen wie befähigte Person für
Hydraulik-Schlauchleitungen, Druckbehälter, Arbeiten an Druckspeichern und
Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten.
Sein entscheidender Satz lautet: „Fehler passieren immer
dann, wenn es schnell gehen soll.“ Daraus folgt bei Schwark: „Qualität vor
Quantität.“ Auch wenn dies im Einzelfall höhere Kosten bedeute, stehe die
fachgerechte Ausführung im Vordergrund. Für Kunden, die unter Stillstandsdruck
stehen, mag das zunächst unbequem klingen. Langfristig ist es jedoch genau die
Haltung, die Servicepartner von Teilelieferanten unterscheidet.
Mittelstandsvorteil: schnell entscheiden, nah dranbleiben
Was also kann ein mittelständischer Hydraulikanbieter besser
als größere Wettbewerber? Strobl nennt Service, Geschwindigkeit und
Flexibilität als klare Stärken. „Unsere Größe ermöglicht es uns, deutlich
agiler zu handeln als viele größere Wettbewerber.“ Kurzfristig reagieren,
individuell entscheiden, pragmatische Lösungen finden – ohne lange
Abstimmungswege: Gerade in zeitkritischen Situationen sei das ein
entscheidender Vorteil.
Tahiri argumentiert ähnlich, aber stärker
wettbewerbsstrategisch. Zu komplexe Prozesse bremsten. Deshalb setze Schwark
auf kurze Entscheidungswege und klare Verantwortlichkeiten. „Preise lassen sich
kopieren, eingespielte Teams, tiefes Anwendungswissen und die gelebte
Verantwortung für die Kundenlösung kaum.“
Darin liegt der frische Blick der neuen Führung: Mittelstand
ist nicht automatisch schneller, näher oder flexibler. Diese Vorteile entstehen
nur, wenn Organisation, Dokumentation, Lieferantenmanagement und Führung darauf
ausgelegt sind. Agilität ist keine Eigenschaft der Unternehmensgröße, sondern
eine Führungsaufgabe.
Bestandskunden vertiefen, neue Segmente erschließen
Für Strobl bleiben Bestandskunden die Basis des Erfolgs. Er
will Beziehungen durch enge Betreuung, hohe Erreichbarkeit und intensivere
Begleitung bei komplexeren Anforderungen stärken. Strukturiertere Modelle wie
Rahmenvereinbarungen, Servicepakete oder präventive Wartungskonzepte sollen
Kunden mehr Planungssicherheit geben und die Zusammenarbeit langfristig
vertiefen.
Gleichzeitig sieht er Potenzial bei Kunden, die bislang nur
sporadisch mit Schwark arbeiten, sowie in Branchen, die bisher „eher nebenbei
mitgelaufen“ sind. Die Ansprache soll persönlich bleiben, aber durch digitale
Touchpoints ergänzt werden. Auch das passt zur Gesamtlinie: Nähe bleibt ein
Differenzierungsmerkmal, wird aber organisatorisch und digital unterstützt.
Tahiri beschreibt die Zielposition für 2026/27 in einem
Satz: „Die Schwark GmbH 2026/27 liefert Lösungen, die Kunden sofort
weiterbringen – mit Know-how, transparenter Beratung und gelebter
Partnerschaft, die verbindet.“
Fazit: Die Hydraulik braucht weniger Silodenken und mehr
Wirkungsketten
Der Führungswechsel bei Schwark ist mehr als eine interne
Personalie. Er zeigt exemplarisch, wohin sich technische Mittelständler in der
Hydraulikbranche bewegen müssen. Kunden erwarten nicht mehr nur Komponenten,
sondern schnelle, sichere und wirtschaftlich sinnvolle Lösungen. Sie brauchen
Partner, die beraten, dokumentieren, liefern, reparieren und im Zweifel
Verantwortung übernehmen.
Strobl, Richard und Tahiri setzen dabei auf
unterschiedliche, aber eng verzahnte Hebel: Vertrieb, der beim Problem beginnt.
Service, der Stillstände reduziert. Lieferkettenmanagement, das
Handlungsfähigkeit sichert. Digitalisierung, die nicht glänzen, sondern wirken
soll. Und Führung, die Schnittstellen nicht verwaltet, sondern als aktive Hebel
versteht.
Für Entscheider in der Hydraulikbranche ist genau das die
eigentliche Botschaft: Zukunftsfähigkeit entsteht nicht durch ein einzelnes
Großprojekt. Sie entsteht im Zusammenspiel vieler konkreter Verbesserungen – in
der Angebotsqualität, im Ersatzteilmanagement, in der Dokumentation, im
Wissenstransfer und in der Fähigkeit, unter Druck sauber zu entscheiden.
FAQ zum Mittelständler Schwark
Was ändert sich bei Schwark ab 2026?
Die Führungsverantwortung wird auf drei Bereiche verteilt: Vertrieb,
Service/Technik sowie kaufmännische Steuerung und Lieferantenmanagement.
Was bleibt unverändert?
Der Grundsatz „Wir verkaufen nicht, wir helfen kaufen“ bleibt Kern der
Unternehmensphilosophie.
Wo liegen die wichtigsten Hebel?
In schnelleren Angeboten, besserer Dokumentation, hoher
Ersatzteilverfügbarkeit, kurzen Entscheidungswegen und engerer Verzahnung von
Vertrieb, Werkstatt und Lieferanten.
Welche Rolle spielt Digitalisierung?
Sie soll vor allem dort wirken, wo Kunden sie unmittelbar spüren: im
Ersatzteil- und Schlauchmanagement, in der Servicedokumentation und in
belastbaren Angebotsprozessen.
Warum ist das für die Hydraulikbranche relevant?
Weil Fachkräftemangel, Stillstandskosten, Lieferengpässe und steigende
Komplexität mittelständische Anbieter zwingen, Beratung, Service und
Verfügbarkeit systematisch zusammenzudenken.