Die Compamed ist Teil der Medica Messe und bringt Produktentwickler und Mediziner zusammen.

Robotiksysteme unterstützen Chirugen und die Medizintechnik immer öfter bei Prozessen, die eine hohe Präzision erfordern. Bild: Messe Düsseldorf / ctillmann

Dynamischer, digitaler und vernetzter denn je bewegt sich die Medizinbranche Richtung Zukunft. Auf der Medica ist die Zulieferfachmesse Compamed ein fester Bestandteil des Messekonzepts.

Auf der Compamed in Düsseldorf zeigt die Fluidtechnik, welche Komponenten Sie für die Digital-Health-Branche bereithält.
Die Zuliefermesse Compamed ist Teil der Messe Medica und beinhaltet auch Fluidtechnik wie Geräte mit hydraulischen oder pneumatischen Komponenten. - Bild: Messe Düsseldorf / ctillmann

Die Digitalisierung in der Medizin verändert gleichermaßen markant die Produktentwicklung sowie Geschäftsprozesse im Gesundheitssektor. Heute reden wir immer weniger von Health-IT als isolierter Disziplin, sondern von Digital Health und zwar in der übergeordneten Betrachtung der digitalen Transformation. Sie betrifft alle Produkt- und Angebotsbereiche, insbesondere aber die Konvergenz von Soft- und Hardware im Bereich der Medizintechnik und Elektromedizin – von App-gesteuerten Wearables über Geräteeinheiten für die mobile und stationäre Bildgebung bis hin zu Robotiksystemen für die Chirurgie oder auch Informationssystemen am Patientenbett.

Fluidtechnik auf der Compamed

Bürkert unterstützt die moderne In-Vitro-Diagnostik (IVD) mit einem Fluidmanagement-System. Diese Diagnostik ist im Gesundheitswesen unentbehrlich, denn ihre schnellen und präzisen Diagnosen ermöglichen eine zielgerichtete Behandlung und Patientenversorgung. Bürkert hat nach den Anforderungen medizinische Labortechnik ein Basismodul entwickelt, das in alle fünf Modelle des Analysators passt. Es besteht aus einem durchsichtigen, aber UV-beständigen Werkstoff, wodurch die Konstrukteure ein Sichtfenster zur Pumpenkammer integrieren konnten. An diesem Basismodul werden dann die verschiedenen Komponenten adaptiert. Für deren Auswahl galten eine kompakte Bauform, effektive Medientrennung sowie ein möglichst kleines internes Volumen und Zuverlässigkeit als wichtigste Kriterien. Nach dieser Grundkonzeption minimierten die Ingenieure den Totraum des Gesamtsystems, um die Reinigungsverfahren des Analysators zu optimieren. Durch die Positionierung der Ventile und der anderen Komponenten haben sie zudem die Leitungslänge reduziert und das Design ästhetisch verbessert. Nach Simulationen, Tests und der Genehmigung des Designs hat das Unternehmen ihre Module marktreif gemacht. Bürkert montiert und testet die komplette Dosiereinheit. Erst dann wird sie an den Erstausrüster ausgeliefert.

Zur Messe

Bild: Messe Düsseldorf

Das müssen die Besucher noch wissen

Compamed ist die weltweit führende Plattform für hochmoderne Medizintechnik. Zusammen mit spannenden Newcomern demonstrieren die wichtigsten Unternehmen der Branche hier die Produkte und Technologiekonzepte, die die Branche in den kommenden Monaten nachhaltig beeinflussen werden.

Ort: Messe Düsseldorf, Am Staad (Stockumer Höfe), 40474 Düsseldorf

Zeit: 18. bis 21. November 2019

Öffnungszeiten: Täglich von 10 bis 18 Uhr

Ticketpreise: Tageskarte vor Ort EUR 80,00, Online-Verkauf EUR 30,00; ermäßigte Tageskarte vor Ort EUR 30,00; Dauerkarte vor Ort EUR 209,00; Online-Verkauf EUR 89,00

Open Frame Controller

Einen modularen proportionalen Regler zeigt Camozzi. Der Systembaukasten Open Frame Controller ist eine Plattform zur Regelung des Drucks, Volumenstroms und der Position im geschlossenen Regelkreis, die sich auch für Industrie 4.0 Anwendungen eignet. Das System besteht aus zwei Basismodulen: Master und Slave, die individuell miteinander kombinierbar sind und zum Beispiel bei Anästhesiegeräten zum Einsatz kommen. Master und Slave steuert komplexe Anwendungen, wie das Mischen von mehreren Gasen oder die Steuerung verschiedener Drücke an mehreren Punkten des Geräts. Wird nur der Master genutzt, kann ein Zwei-Wege-Volumenstromregler in geschlossenem Kreislauf hergestellt werden. Nutzt der Anwender die Master-Slave-Kombination wird eine doppelte Kapazität vom Zwei-Wege-Volumenstromreglers realisiert.

Servomotoren von Kollmorgen

Auch in der Medizintechnik spielen kleine Servomotoren in kompakter Bauraumgröße eine wichtige Rolle. Für die Antriebstechnik in medizinische Gerätschaften hat Kollmorgen die neuen AKM2G Servoantriebe entwickelt. Um die hohen Anforderungen der Medizintechnik zu erfüllen, legten die Kölner Steuerungstechnik-Spezialisten großen Wert auf Laufruhe und Dynamik der Niedervoltversionen für 24- und 48-Volt-Anschlüsse. Aktuell sind bereits die Servomotoren der Baugröße 3 (Flansch 72x72 mm) mit Dauerhaltemomenten von 1,7 Nm bis 3,8 Nm lieferbar. Ende 2019 sollen auch die Baugrößen 2 (58x58 mm) und 4 (88x88 mm) fertiggestellt sein, sodass der Drehmomentbereich von circa 0,6 Nm bis 7 Nm abgedeckt werden kann. Als Feedback sind ComCoder (Inkrementalencoder, 2048 Striche mit Hallnachbildung), Hiperface DSL, EnDAT 2.2 und Resolver Standardoptionen integriert. Medizintechniker erhalten die Servomotoren der AKM2G Baureihe bei Actronic-Solutions.

Im Verbund mit der Medica thematisiert die Compamed mit diesem Angebot im November wieder die gesamte Wertschöpfungskette medizintechnischer Geräte, Instrumente und Produkte. Daraus ergeben sich gleichermaßen für Medizintechnik-Hersteller, ihre Kunden auf Anwenderseite sowie ihre Zulieferer ideale Voraussetzungen, um Partnerschaften zu schmieden und gemeinsame Projekte zum Erfolg zu führen.

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