• Offshore-Schwerlastkran auf Schiff, Bild: Liebherr-Werk Nenzing

    Errichterschiffe arbeiten ohne Unterbrechung mehrere Monate auf dem Meer am Auf-, Um- oder Abbau von Offshore-Plattformen oder montieren Offshore-Windanlagen. Mit 180 Metern Länge, 32 Metern Breite und 25.812 BRZ zählen die OSA Goliath und ihr Schwesterschiff, die Sampson, zu den weltweit größten Schwerlastschiffen dieser Art. Insgesamt drei Krane kommen an Bord zum Einsatz – neben dem Schwerlastkran MTC 78000 von Liebherr mit einer maximalen Traglast von 2.000 Tonnen noch zwei weitere mit 100 Tonnen und 70 Tonnen Hebekraft. Bild: Liebherr-Werk Nenzing

  • Offshore- Schwerlastkrans MTC 78000, Bild: Liebherr-Werk Nenzing

    Für die OSA Goliath entwickelte das Liebherr-Werk Nenzing den ersten Schwerlast-Offshorekran MTC 78000 mit einem maximalen dynamischen Kippmoment von 78000 kNm. Gebaut und auf der OSA Goliath errichtet wurde er anschließend am Liebherr-Standort in Rostock. Bei einer Auslage bis zu 35 Metern kann er seine maximale Tragkraft von 2.000 Tonnen heben, das entspricht dem Gewicht von fünf vollbesetzten Jumbo Jets beim Start. Mit 74 Metern Ausladung kann er bis zu 530 Tonnen heben, bei seiner maximalen Auslage von 87 Metern immerhin noch 500 Tonnen. Bild: Liebherr-Werk Nenzing

  • 89 Meter langer Gittermastausleger, Bild: Liebherr-Werk Nenzing

    Da auch alle Maschinen, Winden etc. oberhalb des Drehkranzes eingebaut sind, ist der Kran sogar bei voller Last um 360° drehbar. Zu seinem Eigengewicht von 1.790 Tonnen tragen die Grundsäule mit 370 Tonnen, das Mastunterteil mit 250 Tonnen, das Mastoberteil mit 160 Tonnen und der 89 Meter lange Ausleger mit 311 Tonnen bei. Mit seinen rund 70 Tonnenist im Vergleich dazu der Drehkranz geradezu ein Leichtgewicht. Bild: Liebherr-Werk Nenzing

  • Vier-Horn-Haken, Bild: Liebherr-Werk Nenzing

    Der Vier-Horn-Haken am Haupthub bringt stattliche 66 Tonnen auf die Waage. Bild: Liebherr-Werk Nenzing

  • Blechherstellung, Bild: Dillinger

    Für die Konstruktion des MTC 78000 lieferte Dillinger insgesamt 1.400 Tonnen Dillimax-Stähle, davon 1.200 Tonnen hochfeste Grobbleche mit Mindeststreckgrenzen von 690 MPa. 900 Tonnen dieser hochfesten Grobbleche wurden nach besonderer Kundenspezifikation produziert. Bild: Dillinger

  • Grobbleche, Bild: Dillinger

    Dazu zählen 200 Millimeter dicke Bleche, durch die der Gittermastausleger an seinem hinteren, immerhin zehn Meter breiten Ende mit nur zwei, je 500 Millimeter dicken und 730 Millimeter langen Bolzen am Mast befestigt wurde. Jeder dieser Bolzen wiegt 1,1 Tonnen. Durch das Gewicht des Auslegers und die eingeleiteten Kräfte der Hublast entstehen enorme Spannungen, denen der Stahl dauerhaft standhalten muss. Bild: Dillinger

  • Mann am Drehkranz, Bild: Liebherr-Werk Nenzing

    Auch zur Fertigung des Drehkranzes wurden die hochfesten Grobbleche von Dillinger verbaut. Sie tragen die enormen Kräfte im Mast in den Schiffsrumpf ab, wodurch Spannungen in Blechdickenrichtung entstehen. Zusätzliche Spannungen verursacht das Schweißen der Drehkranzsegmente, da die steife Konstruktion das Schrumpfen beim Abkühlen verhindert. Mit Grobblechen in Z-Güte in bis zu 145 Millimeter Dicke und Größen wurde eine gute Lösung gefunden. Diese Bleche werden aus hochfestem Stahl mit sehr geringem Anteil an unerwünschten Begleitelementen wie Schwefel gefertigt. Die Größe der Bleche ermöglichte, dass der Drehkranz mit einem Durchmesser von 9,20 Metern aus nur vier Segmenten à 35 Tonnen gefertigt werden konnte. Bild: Liebherr-Werk Nenzing