Roter Drehschalter für die Regelung eines Durchflusses bei industriellen Rohrleitungen

Wie ein mechanisches Druckluftverfahren ein chemisches Reinigungssystem effektiv ergänzt, beweist das Rampling-Verfahren. - Bild: Pixabay.com

| von Felix Lauther

In den Leitungen von Spritzgusswerkzeugen bildet sich mit der Zeit durch Korrosion oder Kalkablagerungen eine Isolationsschicht. Diese verringert den Querschnitt dieser Kanäle, wodurch nicht mehr genügend Wärme in der gleichen Zeitspanne abgeführt werden kann. Um trotzdem eine effiziente Kühlung von Spritzgusswerkzeugen zu gewährleisten, ist eine regelmäßige Reinigung notwendig. Bisherige chemische Methoden zur Säuberung müssen oftmals manuell ausgeführt werden, was ein erhöhtes Sicherheitsrisiko für die Mitarbeiter darstellt. Wattec mit dem Dreyproper eine vollautomatische Reinigungshilfe, die solche Ablagerungen entfernt. Nun wurde in der vierten Generation des Reinigungsgeräts das sogenannte Rampling-Verfahren hinzugefügt – ein mechanisches Feature zur Unterstützung der chemischen Säuberung. Dies erhöht die Effizienz des Reinigungsvorgangs nochmals um 15 Prozent gegenüber der bisherigen Methode. Der Dreyproper 4.0 wird im Rahmen eines Wipano-Programms vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

Frequenzgeregelte Kreiselpumpe

Für die neue Option wurde dem Dreyproper eine mehrstufige Kreiselpumpe hinzugefügt, die frequenzgeregelt ist und hohen Druck erzeugen kann. Direkt nach dieser Pumpe ist ein Druckluftanschluss montiert, mit dessen Hilfe Luftblasen in den Volumenstrom des Reinigungsmittels eingespritzt werden. „Über eine vollautomatische Veränderung des Drucks werden die Luftblasen abwechselnd vergrößert und verkleinert“, erklärt Rohmann. „Die dabei entstehende Strömung wirbelt die Luftblasen durcheinander und dadurch prallen sie immer wieder gegen die Ablagerungen. Auf diese Weise werden selbst hartnäckige Verkrustungen abgelöst und mitgerissen.“ Mit dieser Methode lässt sich die Innenfläche der Kühlkanäle großflächig bürsten, wodurch sowohl isolierende Schlammschichten als auch die Ablagerungen darunter entfernt werden.

Im Anschluss an den gesamten Reinigungsprozess wird die Chemikalie mit einer zweiten Lösung neutralisiert und danach mit Frischwasser ausgespült. Dadurch wird sichergestellt, dass sämtliche chemische Rückstände aus dem Spritzgusswerkzeug entfernt werden. „Um die Stillstandzeiten der Anlage zusätzlich zu verkürzen, kann nun sogar der neue Druckluftanschluss genutzt werden“, so Rohmann. „Damit lassen sich die Kühlkanäle schnell und unkompliziert ausblasen, wodurch keinerlei Flüssigkeit im Spritzgusswerkzeug zurückbleibt – es ist sofort sauber und trocken.“ Am Ende werden alle Anschlüsse des Dreypropers vom jeweiligen Spritzgusswerkzeug abmontiert und das Reinigungsgerät, in dem sich nun die neutralisierte Lösung befindet, entfernt. Die gereinigte Anlage ist direkt einsatzbereit.

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