Anlauf, Bild: AdobeStock_Sergey Nivens

Bild: AdobeStock_Sergey Nivens

Für den Einsatz in der Umformtechnik, speziell auch für Stanzen, hat Roemheld den neuen Blockzylinder „S“ entwickelt, der erstmals auf der Moulding Expo zu sehen war. Als weiteren Messeschwerpunkt zeigte das Unternehmen den Centrick Dreh-Kipp-Manipulator. Er vereinfacht das Handling von Lasten bis 2 t und ist vor allem für das Instandhalten von Werkzeugen und Formen gedacht. Außerdem gab die Unternehmensgruppe einen Überblick über das Sortiment an Hydraulikzylindern sowie an Hilma Maschinenschraubstöcken und Stark Nullpunktspannsystemen.

Robuster Blockzylinder

Manipulator Centrick, Bild: Roemheld
Werkzeuge und Formen bis 2.000 kg können mit dem Dreh-Kipp-Manipulator Centrick sicher bewegt werden. Bild: Roemheld

Der Blockzylinder „S“ ist eine besonders robuste Weiterentwicklung des Roemheld-Standardelementes. Der doppelt hydraulisch wirkende, kompakte Zylinder ist für alle linearen Bewegungen mit hohem Kraftbedarf geeignet. Einsetzbar ist er für maximale Betriebsdrücke bis 500 bar und Betriebstemperaturen bis 200 °C – auf Anfrage sogar bis 250 °C.

Dank zahlreicher Varianten kann der Blockzylinder für viele verschiedene Anwendungen verwendet werden, beispielsweise zum Stanzen, Umformen und zum Betätigen von Kernzügen und Schiebern im Formenbau. Zur Verfügung stehen fünf Baugrößen mit Kolbendurchmessern von 32 bis 80 mm, vier Hublängen von 25 bis 100 mm und fünf verschiedenen Dichtungssystemen. Es können verschiedene Hydraulikflüssigkeiten verwendet werden, so dass das Bauteil optimal an die jeweiligen Einsatzbedingungen angepasst werden kann. Die inneren Kolbenanschläge wurden verstärkt. Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlicher Optionen zur Befestigung des Blockzylinders und für den Anschluss der Hydraulik. Der neu konzipierte Schmutzabstreifer ist soweit versenkt eingebaut, dass die Dichtlippe weitestgehend vor grobem Schmitz oder heißen Spänen geschützt ist.

Für hohe Querkräfte und Stanzen geeignet

Blockzylinder, Bild: Roemheld
Dank zahlreicher Varianten kann der Blockzylinder „S“ für unterschiedliche Anwendungen eingesetzt werden, beispielsweise zum Stanzen, Umformen und zum Betätigen von Kernzügen und Schiebern im Formenbau. Bild: Roemheld

Alle Modelle sind mit einem Kolben-und Stangenführungssystem ausgestattet, das den mechanischen Verschleiß verhindert und hohe Querkräfte aufnehmen kann. Beim Stanzen ist der Betriebsdruck des Blockzylinders wegen der hohen Belastung durch den Schnittschlag auf 250 bar zu begrenzen.

Für die Auswahl der richtigen Ausführung stehen dem Anwender übersichtliche Diagramme zur Verfügung, die ihm für alle Betriebsbedingungen die Belastungsgrenzen zeigen. Mit ihrer Hilfe lassen sich beispielsweise auf einen Blick die zulässigen Querkräfte in Abhängigkeit vom Kolbenhub oder die erlaubten Kolbengeschwindigkeiten in Bezug auf die angehängte Masse erkennen.

Dreh-Kipp-Manipulator für Werkzeuge bis 2 t

Grafik, Bild: Roemheld
Für die Auswahl der richtigen Ausführung des Blockzylinders „S“ stellt Roemheld dem Anwender übersichtliche Diagramme zur Verfügung, die ihm für alle Betriebsbedingungen die Belastungsgrenzen zeigen. Bild: Roemheld

Mit dem kompakten Dreh-Kipp-Manipulator Centrick sind vor allem Unternehmen angesprochen, die Werkzeuge und Formen instand halten. Mit seiner Hilfe können Lasten bis 2.000 kg endlos und stufenlos gedreht und um bis zu 90° gekippt werden.

Das Bauteil wird dabei um eine virtuelle, vorgelagerte Achse geschwenkt. Das hat zur Folge, dass sich das Bauteil nur dreht, translatorisch aber seine Lage im Raum behält. Seine Höhe und die Schwerpunktlage ändern sich beim Kippen nur unwesentlich. So können Werkzeuge optimal in der Nähe des Bauteils angeordnet werden, es wird weniger Grundfläche benötigt und durch die konstante Schwerpunktlage kann der Centrick optional auch mobil ausgeführt werden. Es wird kein Kompensationshub benötigt, die Arbeit kann so ergonomischer und schneller ausgeführt werden.

Erhältlich sind zwei Ausführungen, bis 500 kg oder bis 2.000 kg Last. Beide Modelle sind optional mit Höhenverstellung verfügbar. Die Bedienung erfolgt durch eine Kabelfernbedienung im Tippbetrieb oder mit einer speicherprogrammierbaren Steuerung für eine wiederholgenaue, ablaufgesteuerte Serienfertigung. Für den Antrieb sorgen geräuscharme Elektromotoren, die mit 230 V betrieben werden.

Großes Angebot an ergänzenden Bauteilen

Neben kompakten, einfach und doppelt wirkenden Standardelementen, mit denen sich Schieber, Kernstifte, -züge und -zugplatten bedienen lassen, sind auch kundenspezifische Entwicklungen zu sehen. Für den Hochtemperatureinsatz in Gießereien und Schmieden sowie bei besonders schmutzigen Arbeitsprozessen sind beispielsweise Blockzylinder mit integrierten Kühlkanälen und einer speziellen Dichtungstechnik geeignet. Sie sind bei bis zu 240° einsetzbar.

Die Nullpunktspannsysteme erleichtern das präzise Bearbeiten von Werkzeugen und Formen an unterschiedlichen Maschinen. Hierbei dient der Nullpunkt als Referenzstelle, so dass das Bauteil jederzeit exakt reproduzierbar positioniert wird. Gleichzeitig lassen sich mit der Schnellspanntechnik dank einheitlichem Nullpunkt Rüstkosten merklich verringern.

Für das präzise Spannen und Positionieren auch unterschiedlich großer Werkstücke zeigte das Unternehmen exemplarisch einige der Hilma Maschinenschraubstöcke. Diese lassen sich sowohl horizontal als auch vertikal einsetzen und sind durch viele Parameter an Verfahrwege, Arbeitsräume, Aufspannflächen und Bearbeitungsaufgaben anpassbar. Ebenfalls erhältlich ist eine breite Palette an schnell wechselbaren Backen, Varianten mit Spannkraftanzeige zur stufenlosen und exakten Spannkrafteinleitung und Kontrolle sowie Ausführungen zum verzugsfreien Spannen von filigranen Werkstücken. Dadurch wird die Prozesssicherheit wesentlich positiv beeinflusst und die Bedienung der Spannsysteme vereinfacht.

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