Bergbau-Truck, Bild: Adobe Stock/Alex

Der Bergbau ist ein Einsatzfeld des Federungssystems. Bild: Adobe Stock/Alex

Für Baumaschinen-Hersteller, die ein System zur semiaktiven, adaptiven oder passiven Federung suchen, hat Weber-Hydraulik eine geeignete Lösung: Das System wird jeweils genau an die Anforderungen des Anwenders angepasst und eignet sich als Achsfederung besonders für Dumper und Mining-Trucks. In Radladern oder Straßenplaniermaschinen lässt sich die hydraulische Lösung für die adaptive Kabinenfederung einsetzen.

Geringere Vibrationen tragen dazu bei, dass die Fahrer von einem höheren Komfort profitieren und beim arbeiten weniger ermüdet. Zusätzlich kann das System mit weiteren Optionen wie Wank- und Nickstabilisierung, Hangausgleichsfunktion oder einstellbarer Niveauregulierung und Dämpfung ausgestattet werden. Für das Bauunternehmen sind die Systemeigenschaften mit positiven Effekten verbunden: Fahrten werden zügiger erledigt, die Fahrzeuge unterliegen einem reduzierten Materialverschleiß und sind damit kostengünstiger im Unterhalt.

Ergonomie verbessert

Hydropneumatische Federung für Baumaschinen Bergbaumaschinen. Bild: Weber Hydraulik
So funktioniert die Hydropneumatische Federung. Bild: Weber Hydraulik

Basis der hydropneumatischen Federung sind speziell dafür entwickelte Federungszylinder, Druckspeicher sowie ein fest eingestelltes Dämpfungsventil. Winkelsensoren, Controller und ein Ventilblock für die Druckregulierung ermöglichen je nach Einstellung und Variante verschiedene Ausführungen des Systems als passive, adaptive oder semiaktive hydropneumatische Federung.

Das System lässt sich sowohl zur Kabinenfederung und Dämpfung nutzen als auch für die Achsfederung für Anhänger, sowie in den Vorder- und Hinterachsen von Zugfahrzeugen nutzen. Es verbessert die Fahrsicherheit, indem es durch ein angepasstes Fahrzeugverhalten mit Hilfe der Nick- und Wankstabilisierung zur Entschärfung kritischer Situationen beiträgt, beispielsweise bei starken Bremsvorgängen oder beim Befahren enger Kurven. Die Funktion des Hangausgleichs bedingt bessere Sichtverhältnisse und eine angenehme Körperhaltung während der Arbeit in Hanglagen.

Federung je nach Fahrsituation

Es gibt drei Möglichkeiten, das System einzusetzen:

  • semiaktiv, mit aktiv reagierender Dämpfung
  • adaptiv mit vom Fahrer einstellbarer Dämpfung
  • passiv mit voreingestelltem Dämpfungsverhalten

Das passive Federungssystem ist prädestiniert für gleichbleibende Umgebungsbedingungen, etwa bei gleichbleibenden Lasten. Die semiaktiven und adaptiven Pendants hingegen eignet sich besonders für den Einsatz in unterschiedlichen Fahrsituationen oder bei wechselnden Lasten, beispielsweise für Fahrten auf der Straße und im schweren Gelände. Zu diesem Zweck sind die Systeme mit einem Winkelsensor und Controller, einem Ventilblock für Niveauregulierung sowie einer adaptive Dämpfung ausgestattet.

Eine semiaktive Achsfederung führt zu einer gleichmäßigeren Lastverteilung und reduziert somit unter anderem die Belastung auf den Untergrund. Im schweren Gelände kann auch gezielt die Achslast auf die angetriebenen Achsen erhöht werden, um eine bessere Traktion zu erreichen. Ein am Fahrwerk angebrachter Sensor erfasst kontinuierlich die Fahrsituation und Fahrgegebenheiten und sendet die erfassten Daten an die zum Federungssystem gehörende Electronic Control Unit (ECU). Diese wiederum ist mit der ECU des Fahrzeugs verbunden, wodurch der Fahrer die Einstellungen der Dämpfung nach Wunsch verändern kann.

Bei Dumpern kann beispielsweise gegebenenfalls die hintere Achse blockiert werden, damit beim Kippen der Mulde das Fahrzeug weiterhin stabil bleibt. Des Weiteren kann für diesen Anwendungsfall bei Bedarf ein seitlicher Hangausgleich erfolgen, um zu verhindern, dass der Dumper beim Entleeren gegebenenfalls zur Seite kippen kann.

Die Federungslösung wird individuell mit dem Anwender entwickelt und angepasst. Da der Hersteller auch komplexe Zylinder selbst fertigt, besteht die Möglichkeit, Ventile, Speicher und Sensorik auch direkt in den jeweiligen Zylinder zu integrieren, um den im Fahrzeug zur Verfügung stehenden Bauraum besser zu nutzen. do

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