Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau März und erstes Quartal 2026
Sondereffekte schönen die Bilanz
Nach zwei schwachen Monaten zu Jahresbeginn ist der Auftragseingang im Maschinenbau in Deutschland im März unerwartet stark angestiegen. Dies markiere aber leider nicht den Beginn eines breiten Aufschwungs, sondern beschönige die Lage, so VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt.
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Verantwortlich für den Anstieg waren insbesondere
Bestellungen für Großanlagen und andere großvolumige Aufträge. Unterm Strich
ergab sich damit für den Berichtsmonat März ein Orderplus von real 27 Prozent
zum Vorjahr. Dabei legten die Bestellungen aus dem Inland um real 17 Prozent
zu, die Aufträge aus dem Ausland stiegen um 31 Prozent. Die deutlichsten
Impulse gab es aus den Nicht-Euro-Ländern (plus 42 Prozent), während aus den
Euro-Ländern 2 Prozent mehr Orders resultierten.
„Diese Sondereffekte sind sehr
erfreulich. Sie markieren aber leider nicht den Beginn eines breiten
Aufschwungs, sondern beschönigen die Lage“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr.
Johannes Gernandt. „Die Kriege in der Golfregion und in der Ukraine, neue Zolldrohungen aus den
USA und viele Unwägbarkeiten in den Lieferketten sorgen auch weiterhin dafür,
dass Investitionen ausbleiben – was viele Fachzweige des Maschinen- und
Anlagenbaus deutlich zu spüren bekommen“, erläutert er.
„Für einen dauerhaften
Aufschwung fehlen auch die zwingend notwendigen strukturellen Reformen in der
deutschen und europäischen Politik. Ein Jahr nach ihrem Start tut sich die
Regierungskoalition in Berlin vor allem mit internen Streitigkeiten hervor,
statt mit Weichenstellungen, die unsere Unternehmen in eine bessere Position im
globalen Wettbewerb bringen könnten. Für eine Ankündigungs-Regierung kann sich
niemand etwas kaufen“, bemängelt Dr. Gernandt. Durch das gute März-Ergebnis resultiert auch für das gesamt erste
Quartal 2026 ein leichtes Plus von real 4 Prozent in den Auftragsbüchern des
Maschinenbaus. Von Januar bis März 2026 legten die Bestellungen aus dem Ausland um 6 Prozent
zu, während die Inlandsaufträge um 2 Prozent unter dem Vorjahresniveau blieben.
Aus den Nicht-Euro-Ländern kamen 9 Prozent mehr Bestellungen, aus den
Euro-Ländern wurde ein kleines Minus von 1 Prozent verbucht.
Erstellt mit Material des VDMA