| von Tino Böhler

Die Steuerung wird bei kleineren Hubschraubern in der Regel mit hydraulischen Servomotoren unterstützt, um den Kraftaufwand für den Piloten zu verringern. „Bei mittleren und großen Hubschraubern treten an der Taumelscheibe so große Kräfte auf, dass eine rein mechanische Steuerung nur mit Steuerstangen und Umlenkhebel nicht mehr möglich ist, und die Steuerung nur mit hydraulischer Unterstützung gewährleistet werden kann“, sagt Tobias von Wolffersdorff von Hubschrauberflug.de. Die Taumelscheibe ist ein wesentliches Steuerungselement beim Hubschrauber, das die rumpffesten und linearen Steuereingaben auf den Rotor, auf die sich drehenden Rotorblätter überträgt.

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Die Hydraulikpumpe wird bei allen Hubschraubern vom Hauptrotorgetriebe angetrieben. Beim Start der Turbine setzt die Hydraulik zeitverzögert ein: erst muss sich der Rotor drehen. Kommt es zu einem Triebwerksausfall, bleibt die Hydraulik aber dank Freilauf aktiv. Bild: Pixabay

Die Steuerung des Heckrotors funktioniert grundsätzlich gleich. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass nur die kollektive Blattverstellung gebraucht wird. Die Pedale im Cockpit sind über Steuerstangen, Umlenkhebel und Steuerseile mit der so genannten Spinne verbunden. Die Spinne überträgt die Steuerimpulse auf die einzelnen Heckrotorblätter, ähnlich wie die Taumelscheibe am Hauptrotor. „Auch hier gilt: je größer der Hubschrauber, desto größer sind die Steuerkräfte am Heckrotor und desto mehr muss die Steuerung mit hydraulischen Hilfsmitteln unterstützt werden“, so Hubschrauberpilot von Wolffersdorff.