Anlauf, Bild: NürnbergMesse

Auf der Powtech in Nürnberg werden der pneumatische Transport und die Förderung von Pulvern und Schüttgütern ein Kernthema sein. Bild: NürnbergMesse

Die pneumatische Förderung von Pulvern und Schüttgütern ist in der Food- und Feed-Produktion von zentraler Bedeutung – sowohl für die Qualität der Produkte wie auch für die Gesamtwirtschaftlichkeit der Prozesse. Hersteller von Gebläsen und Vakuumsystemen haben sich darauf eingestellt und zeigen auf der Powtech aktuelle Entwicklungen hinsichtlich Verfügbarkeit, Luftqualität, Plug-and-Play-Lösungen, Energieeffizienz und Einbindung in Industrie-4.0-Konzepte.

Bild: NürnbergMesse
Bei der letzten Veranstaltung in 2017 besuchten rund 14.000 Personen die Messe. Die größte Gruppe stellten Vertreter des Maschinen- und Anlagenbaus (28 Prozent). Bild: NürnbergMesse

„Für die pneumatische Förderung von Schüttgütern in der Nahrungsmittelindustrie sehen wir,“ so Wolfgang Hartmann, Leiter Marketing bei Kaeser Kompressoren, „dass auch weiterhin verstärkt Drehkolbengebläse eingesetzt werden. Dies hat sicherlich seine Begründung darin, dass Drehkolbengebläse durch ihre Robustheit, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit ideal für diesen Einsatzfall sind. Genau diese Anforderung stellt auch die Industrie an diese Komponenten.“ Hartmann ergänzt, Energieeffizienz spiele eine immer größere Rolle, worauf das Unternehmen mit den dreiflügeligen Omega-Rotoren reagiert habe.

Luftqualität wird wichtiger

Beim Schüttgütertransport in der Lebensmittelproduktion werden die Anforderungen an die Druckluft hinsichtlich Luftqualität immer höher werden. Daher bieten Aussteller teilweise speziell dafür konzipiertes Zubehörprogramm für Lufttrocknung und Kühlung an. Darüber hinaus setzen viele Firmen auf Komplettlösungen – ganz nach dem Motto: Plug-and-Play für die pneumatische Förderung. Kaeser beispielsweise zeigt dazu Kompakt-Drehkolbengebläse mit Motorleistungen von 200 Kilowatt mit integrierter Elektrik und Elektronik. „Mit diesen Kompaktlösungen bieten wir den Anlagenbetreibern eine einfache Inbetriebnahme und Wartung. Gebläse mit integrierter Steuerung reduzieren die Aufwendungen für Planung, Bau, Inbetriebnahme, Datenkommunikation und Zertifizierung erheblich,“ so Hartmann. „Ein weiterer großer Vorteil ist die integrierte Steuerung Sigma Control 2. Diese macht die komplette Maschine nicht nur effizient, sondern überwacht und übermittelt auch permanent deren Leistungs- und Zustandsdaten, ganz im Sinne von Industrie 4.0.“

Mehr als 415 weitere Aussteller bieten auf der Fachmesse Produkte speziell für die Lebensmittel- und Futtermittelproduktion an. Insgesamt sorgen mehr als 800 Unternehmen in sechs Messehallen für eine Vielfalt an Technologien und Lösungen rund um Prozesse wie Mahlen, Mischen, Trennen, Filtern, Agglomerieren und begleitende Prozesse.

Treffpunkt der Food-Produktionsexperten

Networking Campus, Bild: NürnbergMesse
Den Networking Campus haben die Veranstalter dieses Jahr neu ins Leben gerufen. Er soll als Ideenlabor dienen für zukünftige Technologien und Märkte. Bild: NürnbergMesse

Für die Entwickler, Planer und Produktionsverantwortliche der Lebensmittelindustrie gibt es ein auf ihre Branche zugeschnittenes Fachprogramm: Im „Expertenforum Chemie + Food“ in Halle 2 gibt es an drei Messetagen ein durchgehendes Vortragsprogramm zu Themen wie Dosierung, Explosionsschutz, Druckluft-Versorgung oder Handling.

Ebenfalls in Halle 2 findet die Sonderschau „Staub kennt keine Grenzen“ der VDMA-Fachabteilung Luftreinhaltung und Trocknungstechnik statt. Hier werden Möglichkeiten aufgezeigt, dem Staub durchaus Grenzen zu setzen: Mithilfe von modernen und häufig digital gestützten Filterungs- und Abscheidungs-Systemen.

Parallel zur Messe tagt 2019 der internationale Partec-Kongress für Partikeltechnologie. Mehr als 500 Teilnehmer werden erwartet. Träger ist die VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (VDI-GVC).

Interaktive Diskussion zu Schüttgut-Technologien

Neu auf der Powtech 2019 ist der Networking-Campus zu Schüttgut-Technologien und Märkten der Zukunft. Dabei handelt es sich um einen Treffpunkt und eine Diskussionsplattform für junge Forscher, Start-ups und Entwickler. Herzstück des Campus ist eine offene Vortragsbühne. Das Programm für Teilnehmer ist interaktiv gestaltet: Die Besucher erwarten Kurzvorträge, Workshops und Diskussionen, wissenschaftliche Poster und Stände in der flankierenden Table-Top-Ausstellung. „Mit dem Networking Campus schaffen wir nun den Missing Link zwischen Verfahrenstechnik und den disruptiven Zukunftstechnologien, die Industrie und Alltag derzeit massiv umkrempeln!“, sagt Beate Fischer, Leiterin Powtech.

Auf der moderierten Vortragsbühne können sich alle einbringen: Aussteller, Networking-Campus-Teilnehmer und Besucher. Das Programm entsteht tagesaktuell, jeder kann bis zum Check-in und Start des Barcamps, sprich der Vortragsreihe, seine Beiträge, Workshops oder Impulsvorträge einreichen. Interaktivität und Austausch sind die Devise.

Thematisch fokussiert der Networking Campus auf „Future Markets“ und „Future Technologies“. Zu folgenden Themen gibt es Barcamps im Bereich „Future Markets – Märkte der Zukunft“:

  • Energiespeicher und -wandler
  • Kreislaufwirtschaft
  • Additive Manufacturing
  • Im Bereich „Future Technologies – Technik der Zukunft“ werden folgende Barcamps angeboten:
  • Digitalisierung/digitale Transformation im Schüttgutbereich
  • Mensch plus Cobot
  • Virtual, Augmented, Mixed Reality: Chancen und Grenzen im Schüttgutbetrieb
Geländeplan, Bild: NürnbergMesse
Die Powtech findet auf dem Messeglände Nürnberg statt.

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