Wie Sie bei der Durcklufterzeugung Kosten sparen können, verrät Mattei im Beitrag. Bild: K.C. Fotolia

Wie Sie bei der Durcklufterzeugung Kosten sparen können, verrät Mattei im Beitrag. Bild: K.C. Fotolia

Rund 20 Prozent des Stromverbrauchs in Industriebetrieben entfallen im Schnitt auf die Bereitstellung und Lieferung von Druckluft an die jeweiligen Abnahmestellen. Mit diesem Thema hat sich Mattei beschäftigt und die Energieeffizienz schon seit langem zu seinem Leitgedanken gemacht. Das Unternehmen entwickelt unter anderem Schaufel-Rotationskompressoren, die sich im Vergleich zu anderen Volumenverdichtern neben langer Lebensdauer und geringer Wartung auch durch ihren niedrigen Stromverbrauch auszeichnen.

Die Kompressoren der Maxima-Serie wurden speziell für Produktionsbetriebe entwickelt, die einen hohen und konstanten Bedarf an Druckluft über einen langen Zeitraum haben. Sie sind in einem Leistungsbereich von 30 bis 160 Kilowatt erhältlich und damit die ersten einstufigen Maschinen, die in puncto Energieeffizienz zweistufigen Verdichtern gleichkommen. Ihr spezifischer Energieverbrauch zählt zu den niedrigsten in der Branche.

Die Technik dahinter

Maxima Xtreme, Bild: Mattei
Der Kompressor Maxima Xtreme hat ein Leistungsspektrum von 55 bis 75 Kilowatt. Sein spezifischer Energieverbrauch ist rund 20 Prozent niedriger als der Branchendurchschnitt. Bild: Mattei

Die Kompressoren sind mit sparsamen und leistungsstarken Elektromotoren sowie einem Kühlsystem ausgestattet, das je nach Lastanforderung und Umgebungsbedingungen variabel ist. Im Vergleich zu Schraubenverdichtern, bei denen Hersteller eine komplette Überholung nach 40.000 bis 50.000 Betriebsstunden empfehlen, erfordern die Kompressoren aus dem Hause Mattei nur einen geringen Wartungsaufwand. Sie sind für einen Lebenszyklus von mehr als 100.000 Betriebsstunden ausgelegt. Zudem treten langfristig keine Verluste beim Volumenstrom auf. Die Leistungsstärke verringert sich nicht im Lauf der Zeit, sondern verbessert sich nach den ersten 1000 Betriebsstunden. Außerdem ist bei den Maxima-Schaufelkompressoren die Leistungsaufnahme messbar reduziert – bei einem konstanten Durchsatz und Verbesserungen bei der Wärmerückgewinnung.

Seit diesem Jahr bietet der Hersteller auch den Kompressor Maxima Xtreme mit einem Leistungsspektrum von 55 bis 75 Kilowatt an. Sein spezifischer Energieverbrauch ist rund 20 Prozent niedriger als der Branchendurchschnitt. Die neue Serie behält die geringe Rotationsgeschwindigkeit der Vorgängermodelle von 1000 Umdrehungen pro Minute sowie den 1:1-Antrieb zwischen Motorengeschwindigkeit und Verdichtereinheit bei. Darüber hinaus überzeugt sie mit zwei Neuheiten: Zur Verbesserung der Fluiddynamik wurde ein neuer Ansaugregler entwickelt, das Design des Stators optimiert sowie der Druckluftaustritt neu entworfen, der mögliche Verluste verringert. Die zweite Innovation stellt das neue Öl-Einspritzsystem dar, bei dem das Schmiermittel in der Verdichtungsphase in kleine, hochdichte Tröpfchen vernebelt wird. Das verbessert die Schmierungs-, Abdichtungs- und Wärmeaustauscheigenschaften.

Wärmeenergie recyceln

Xpander, Bild: Mattei
Mit Xpander hat Mattei ein System entwickelt, um überschüssige Energie wiederzuverwenden. Bild: Mattei

Etwa 90 Prozent der von einem Kompressor eingesetzten elektrischen Energie werden an die Umgebung in Form von Wärme abgegeben – vor allem durch den Kühlungsprozess des Schmiermittels. Um diese überschüssige Energie wiederzuverwerten, stellt Mattei ein weiteres Projekt vor: den Mattei Xpander mit drei Kilowatt.

Das Unternehmen hat die Lösung in enger Kooperation mit Ingenieurfirmen und Universitäten in Italien entwickelt. Das patentierte System ist in der Lage, Energie aus dem heißen Öl im Schmiermittelkreislauf der Kompressoren zurückzugewinnen. Dazu nutzt es einen sogenannten Rankine-Kreislauf mit organischen Fluiden (ORC). Durch Wärmerückgewinnung kann der Mattei Xpander elektrische Energie erzeugen, die entweder als sogenanntes Inselsystem oder zum Einspeisen in das elektrische Versorgungsnetz Verwendung findet. Mattei Xpander besitzt ein weitgefächertes Anwendungsspektrum, da er für alle Systeme, die über eine entsprechende Wärmequelle verfügen, eingesetzt werden kann. jl

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Das Unternehmen

Mattei

Das italienische Unternehmen Ing. Enea Mattei ist ein weltweit agierender Anbieter von Drucklufttechnik. Das Unternehmen produziert pro Jahr rund 6.500 Rotationskompressoren, die über spezielle Schaufeltechnologie verfügen. Mehr als 75 Prozent davon gehen in den Export. Mattei hat seinen Hauptsitz in Vimodrone in der Provinz von Mailand sowie zwei Produktionsstandorte in Vimodrone und Verdello-Zingonia (BG), hinzu kommen weitere internationale Niederlassungen, Repräsentanzbüros und Handelspartnerschaften.