Die Pneumatik wird in ihrer Anwendung sicherheitstechnisch oft unterschätzt, Bild: IHA

Die Pneumatik wird in ihrer Anwendung sicherheitstechnisch oft unterschätzt. Ein Trugschluss, denn die Verantwortung für die Sicherheit der Mitarbeiter und Maschinen liegt dabei gleichermaßen beim Arbeitgeber wie auch bei den Arbeitnehmern. Bild: IHA

Unbestritten gehört Druckluft in der Industrie zu den wichtigsten Energieformen. Ob bei mobilen Maschinen oder im Bereich des Anlagenbaus. In vielen modernen Ma­schinen und Anlagen sind Druckluftkomponenten verbaut, ohne die die gesamte Konstruktion nicht umsetzbar wäre. Druckluft dient für unterschiedliche Maschinenarten als Kraftquelle und ist somit ein gut integrierter Bestandteil vieler Produktionspro­zesse.

Zahlreiche Vorteile von Druckluftanwendungen

So kann die Technologie in Zeiten zunehmender Nachfrage nach ökologisch zu vereinbarenden Anwendungen durch ihre relative Sauberkeit punkten. Dank geringer Wartungskosten ist sie zudem attraktiv gegenüber alternativer Komponenten. Zudem lassen sich mit Druckluftkomponenten bei hoher Leistung dennoch Ge-wichtseinsparungen realisieren, was in Sachen Effizienz für das Gesamtsystem oftmals ausschlaggebend ist. Hinzu kommt, dass bei Dauerbelastung schnelle Strömungsgeschwindigkeiten realisiert werden können.

Druckluft ist nicht ungefährlich

Doch der Energieträger Druckluft ist nicht ungefährlich. Selbst bei sachgemäßer Verwendung können von pneumatischen Anlagen Gefahren ausgehen. Weil bei vielen Druckluftanwendungen kein Strom verwendet wird, werden mögliche Gefahren unterschätzt. Doch pro Jahr werden über eine Millionen Arbeitsunfälle gemeldet. Der Anteil der Druckluftunfälle durch unsachgemäßen Umgang liegt bei etwa zehn Prozent.

Denn Druckluft kann große Energiemengen unter hohem Druck speichern. Es ist daher wichtig, dass das Gefahrenbewusstsein der Mitarbeiter ausgebildet wird, sie geschult werden und die Sicherheitsregeln befolgen. Das muss man wissen: Die Verantwortung für die Sicherheit der Mitarbeiter und Maschinen liegt gleichermaßen beim Arbeitgeber und den Arbeitnehmern.