Die Sensor- und Messtechnik zeigt 2025 wieder mehr Stabilität. Umsatz, Auftragseingang und Exportmärkte deuten vorsichtig auf eine Erholung hin. Indien gewinnt an Bedeutung.
Wie stabil ist die Sensor- und Messtechnik? AMA-Zahlen zeigen Umsatzplus, Indien-Fokus und Handlungsbedarf bei Cyber-Resilienz.Sergey Ryzhov-stock.adobe.com)
Anzeige
Summary:
Die Sensor- und Messtechnikbranche hat sich 2025 laut AMA Verband leicht stabilisiert. Im vierten Quartal legten Umsatz und Auftragseingang moderat zu, während Indien und der Cyber Resilience Act stärker in den Fokus rücken. Für 2026 bleibt die Branche vorsichtig optimistisch, setzt aber auf Stabilität, Innovation und Cyber-Resilienz.
Die Sensor- und Messtechnikbranche hat sich im Jahr 2025
leicht stabilisiert und zeigt zum Jahresende eine moderate Aufwärtsentwicklung.
Laut aktueller Umfrage des AMA Verbands stieg der Umsatz im vierten Quartal
2025 gegenüber dem Vorquartal um 1 Prozent und lag 11 Prozent über dem Wert des
Vorjahresquartals. Auch der Auftragseingang entwickelte sich mit einem Plus von
2 Prozent leicht positiv. Mit einem Book-to-Bill-Verhältnis von 0,96 bleibt die
Nachfrage insgesamt verhalten, zeigt jedoch eine stabile Tendenz. Kurzarbeit
spielte im vierten Quartal kaum eine Rolle, was auf eine robuste
Beschäftigungssituation hinweist.
Für das Jahr 2026 blickt die Branche vorsichtig optimistisch nach vorn.AMA Verband für Sensorik und Messtechnik)
Die Exportquote der Branche lag 2025 bei 50 Prozent. Europa
bleibt mit einem Anteil von 31 Prozent ein zentraler Absatzmarkt. Gleichzeitig
richten viele Unternehmen ihren Blick verstärkt auf die Sicherung bestehender
Märkte sowie den Ausbau internationaler Partnerschaften. Im Hinblick auf die internationale Expansion gewinnt Indien
an Bedeutung. Vor dem Hintergrund möglicher Handelsabkommen zwischen der EU und
Indien planen 48 Prozent der befragten Unternehmen, ihre bestehenden
Aktivitäten dort auszubauen. Weitere 19 Prozent erwägen einen Markteintritt
oder eine Intensivierung ihres Engagements. Gleichzeitig sieht rund ein Viertel
derzeit keinen konkreten Handlungsbedarf. Insgesamt zeigt sich, dass der
indische Markt zunehmend in den Fokus rückt, Investitionsentscheidungen jedoch
stark von regulatorischen und handelspolitischen Rahmenbedingungen abhängen.
Anzeige
Ein weiteres zentrales Thema ist die Vorbereitung auf den
Cyber Resilience Act der EU. Hier zeigt sich ein heterogenes Bild: 31 Prozent
der Unternehmen fühlen sich bereits gut vorbereitet, während sich jeweils ein
Drittel noch in der Planungsphase befindet oder bislang keine konkreten
Maßnahmen umgesetzt hat. Dies verdeutlicht, dass die Relevanz regulatorischer
Anforderungen erkannt wird, die praktische Umsetzung jedoch vielfach noch am
Anfang steht. Für das Jahr 2026 blickt die Branche vorsichtig optimistisch
nach vorn. Im Mittelpunkt stehen die Sicherung der wirtschaftlichen Stabilität,
die Stärkung der Innovationskraft sowie der schrittweise Ausbau der
Cyber-Resilienz, um den wachsenden technologischen und regulatorischen
Anforderungen gerecht zu werden.