Mitteldruckfilter sollen Hydrauliksysteme schützen, ohne unnötig Gewicht aufzubauen. Stauff erweitert dafür sein Filtrationsprogramm um die SFM-Serie bis 280 bar.
Stauff erweitert die SFM-Serie für 280 bar und spart bis zu 15 % Gewicht.Stauff)
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Summary:
Stauff erweitert sein Filtrationsprogramm um die Baureihe SFM für mobile und
industrielle Hydrauliksysteme. Die Mitteldruckfilter sind für bis zu 280 bar
und 100 Liter pro Minute ausgelegt und sollen gegenüber Hochdruckfiltern
gleicher Baugröße bis zu 15 % Gewicht sparen. Die Serie richtet sich unter
anderem an Baumaschinen, Landtechnik, Kommunalfahrzeuge und Kehrmaschinen.
In mobilen
Hydrauliksystemen spielen neben der Auslegung auch die Größe und das Gewicht
jeder Komponente eine besondere Rolle. Jedes Bauteil muss den Anforderungen
entsprechend leistungsfähig sein, dabei aber möglichst wenig Bauraum
beanspruchen und möglichst leicht sein. Gerade bei Filtern kann hier ein
Zielkonflikt entstehen: Sie müssen empfindliche Komponenten wie Pumpen, Ventile
oder Zylinder vor Partikeln im Ölstrom zuverlässig schützen, sollen aber
gleichzeitig kompakt und wirtschaftlich bleiben, bis hin zu möglichst geringen
Transportkosten.
Die Landtechnik ist einer von vielen Einsatzbereichen für Mitteldruckfiltration.Stauff)
Die neue Filterbaureihe SFM von Stauff setzt genau an diesem
Punkt an. Die Gehäuse sind für einen maximalen Arbeitsdruck von 280 bar
ausgelegt. Damit stehen sie für Anwendungen zur Verfügung, in denen bislang vielfach
Hochdruckfilter eingesetzt werden, obwohl sie technisch nicht zwingend
erforderlich sind. Gegenüber Hochdruckfiltern gleicher Baugröße sparen Anwender
der SFM Mitteldruckfilter bis zu 15 Prozent Gewicht ein. „In der Mobilhydraulik
sollte nicht pauschal immer die stärkste Ausführung eingesetzt werden.
Entscheidend ist, den Filter passend zur Anwendung auszulegen”, sagt Hartmut
Reich, Produktmanager Filtration bei Stauff Deutschland. „Wenn der Druckbereich
eines Hochdruckfilters nicht benötigt wird, kann eine leichtere
Mitteldrucklösung konstruktiv und wirtschaftlich sinnvoller sein.” Typische
Einsatzbereiche der SFM-Serie sind beispielsweise kleine und mittlere
Baumaschinen, Anwendungen in der Landtechnik, Kommunalfahrzeuge oder
Kehrmaschinen. In solchen Maschinen arbeiten Hydrauliksysteme unter wechselnden
Lasten, starken Vibrationen, schmutzbelasteter Umgebung und schwankenden Temperaturen.
Der Filter muss deshalb nicht nur zum Volumenstrom passen, sondern auch robust,
gut integrierbar und wartungsfreundlich sein.
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Technische
Eckdaten und Baugrößen
Hartmut Reich, Produktmanager Filtration bei Stauff DeutschlandStauff)
Die SFM-Serie ist als Inline-Mitteldruck-Filter für mobile und industrielle
Hydrauliksysteme konzipiert. Die Filtergehäuse bestehen aus Kohlenstoffstahl
und sind serienmäßig pulverbeschichtet. Der maximale Arbeitsdruck liegt bei 280
bar, der maximale Volumenstrom bei 100 Liter pro Minute. Als Dichtungswerkstoff
kommt NBR (Perbunan®) im Standard zum Einsatz;
alternative Dichtungsmaterialien sind auf Anfrage verfügbar. Die Baureihe ist
in vier Baugrößen verfügbar: 10, 15, 21 und 26. Die Baugrößen geben wie bei Stauff
Filtergehäusen üblich einen Hinweis auf den maximalen Volumenstrom in
US-Gallonen pro Minute, müssen also für die Liter-Angabe mit 3,79 multipliziert
werden. Die Baugröße 15 hat beispielsweise einen maximalen Volumenstrom von etwa
57 Litern pro Minute. Damit lässt sich der Filter passend zum benötigten
Volumenstrom und zum verfügbaren Einbauraum auswählen. Geeignet sind die Filter
für mineralölbasierte Hydraulik- und Schmieröle sowie für biologisch abbaubare
Fluide. Für die Filtration greift Stauff auf Filterelemente der bewährten
SE-Serie zurück. Damit stehen unterschiedliche Filtermedien und Feinheiten zur
Verfügung, sodass sich auch diese Komponente an die jeweilige Anwendung
anpassen lässt. „Ölreinheit ist eine Grundvoraussetzung für die Verfügbarkeit
hydraulischer Systeme”, so Reich. „Partikel im Öl sind nachgewiesenermaßen für
bis zu 80% aller Ausfälle und Störungen einer Maschine verantwortlich. Deshalb
betrachten wir Filtration nicht als Zubehör am Rand, sondern als festen
Bestandteil der Systemauslegung.”
Geprüfte Sicherheitsreserve
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Im Stauff Technologiezentrum wurde die Baureihe unter anderem in Berst- und
Impulsdruckprüfungen getestet. Bei der Berstdruckprüfung lag die Zielvorgabe
bei mindestens 840 bar. Das entspricht dem dreifachen Sicherheitsfaktor bezogen
auf den maximalen Arbeitsdruck von 280 bar. Erreicht wurden mindestens 1084
bar, also ein Sicherheitsfaktor von 3,9. Auch die Impulsprüfung nach ISO
10771-1 wurde bestanden. Dabei absolvierte die Baureihe 10 Millionen Prüfzyklen
bei 280 bar sowie 100.000 Prüfzyklen bei 320 bar. Diese Werte zeigen: Die
SFM-Serie ist für den Mitteldruckbereich ausgelegt, verfügt aber über geprüfte
Reserven oberhalb des regulären Arbeitsdrucks. Für den praktischen Einsatz ist
diese Kombination entscheidend. Das Gehäuse ist leichter als eine entsprechende
Hochdrucklösung, wird aber nicht zulasten der Belastbarkeit vereinfacht. Die
Konstruktion folgt dem tatsächlichen Anforderungsprofil: robust genug für
mobile und industrielle Hydraulikanwendungen, aber nicht schwerer als erforderlich.
Die wichtigsten Filtertypen im Hydraulik- und Schmierölkreislauf "made by Stauff"
Druckfilter werden nach der Pumpe angeordnet und
reinigen das Öl von Verschleißpartikeln, bevor es die nachfolgenden Komponenten
wie Ventile und Zylinder durchströmt. Neben ihrer Funktion als Schutzfilter
dienen Druckfilter darüber hinaus der Erhaltung der geforderten
Reinheitsklasse. Rücklauffilter werden in der Regel am oder im Öltank
installiert und entfernen Verunreinigungen aus dem Öl, bevor es wieder in den
Öltank zurückströmt. Rückstromverteiler werden in Verbindung mit
Rücklauffiltern eingesetzt und stellen sicher, dass der zurückfließende Ölstrom
beruhigt wird und ohne Schaumbildung und Aufwirbelung von abgelagertem Schmutz
in den Öltank gelangt. Saugkörbe dienen vor allem dem Funktionsschutz der im
Kreislauf nachfolgenden Pumpe. Saugfilter sind immer dann vorzusehen, wenn das
Risiko eines Pumpenschadens durch grobe Verunreinigungen besonders groß ist.
Diese Gefahr besteht, wenn sich Verunreinigungen im Tank sammeln und dieser
nicht gereinigt werden kann. Einfüll- und Belüftungsfilter werden am Ölbehälter
montiert und verhindern den Schmutzeintrag aus der Umgebung durch die Belüftung
des Tanks. Luftentfeuchter entziehen der in den Tank einströmenden Luft
Feuchtigkeit und verhindern so die Ansammlung von Wasser im Öl. Nebenstromfilter
arbeiten unabhängig vom Hauptvolumenstrom und reinigen kontinuierlich oder
bedarfsgerecht einen Teilstrom des Öls. Sie werden entweder fest in das
Hydrauliksystem integriert oder als mobile Filtersysteme eingesetzt. Durch ihre
feine Filtration tragen sie maßgeblich zur langfristigen Stabilisierung der
Ölreinheit bei und ermöglichen es, auch kleinste Partikel sowie
Alterungsprodukte effizient zu entfernen, ohne den Hauptkreislauf zu
beeinflussen.
Druckfilter werden nach der Pumpe angeordnet und reinigen das Öl von Verschleißparti-keln, bevor es die nachfolgenden Komponenten wie Ventile und Zylinder durchströmt.Stauff)
Pulverbeschichtung
als Teil des Gehäusekonzepts
Zur Robustheit trägt auch die Oberfläche bei. Die SFM-Gehäuse sind
serienmäßig pulverbeschichtet. Dabei wird ein elektrisch aufgeladenes Pulver
auf die vorbereitete Oberfläche des Filtergehäuses aufgebracht und anschließend
im Ofen aufgeschmolzen. Es bildet sich eine gleichmäßige, widerstandsfähige
Schicht, die je nach Anforderung in feiner oder grober Struktur ausgeführt
werden kann. Bei Stauff schließt die Pulverbeschichtung an eine Phosphatierung
an. Diese schützt die Gehäuse bereits während Transport und Lagerung vor
Korrosion und verbessert zugleich die Haftung der abschließenden Beschichtung.
Für mobile Maschinen ist diese besonders relevant, weil Schmutz, Feuchtigkeit,
UV- und Ozoneinwirkung, starke Temperaturwechsel und mechanische Belastungen
die Oberfläche dauerhaft beanspruchen.
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Die Pulverbeschichtung schützt die
Gehäuse unter solchen Bedingungen gegen Abnutzung und Korrosion und trägt damit
zur Lebensdauer bei. Die Langlebigkeit der Stauff-Beschichtungen wurde im
Gitterschnitt-Test nach DIN EN ISO 2409 bestätigt. Neben dem technischen Nutzen
spielt auch die umweltfreundlichere Produktion eine Rolle: Pulverbeschichtung
ist ein lösemittelfreies Verfahren. Im Vergleich zur klassischen Nasslackierung
werden weniger flüchtige organische Verbindungen freigesetzt, außerdem
entstehen kaum Abfälle. Für Hersteller mobiler Maschinen kommt ein weiterer
Aspekt hinzu. Die Gehäuse lassen sich in vielen Standard-farben, etwa nach RAL
oder NCS, oder in kundenspezifischen Farbtönen beschichten. Damit bleibt die
Oberfläche nicht nur geschützt, sondern kann auch optisch in das
Maschinenkonzept integriert werden.
Verschmutzung rechtzeitig erkennen
Bei der SFM-Serie ist eine optische Verschmutzungsanzeige mit Temperaturunterdrückung verfügbar.Stauff)
Ein
Filterelement nimmt Partikel aus dem Ölstrom auf. Mit zunehmender
Schmutzbeladung steigt der Differenzdruck über dem Element. Wird das Element
nicht rechtzeitig gewechselt, kann der Volumenstrom eingeschränkt werden oder,
abhängig von der Systemauslegung, ein Bypass öffnen. Eine Verschmutzungsanzeige
macht den Zustand des Filterelements sichtbar und unterstützt damit eine
planbare Wartung. Bei der SFM-Serie ist eine optische Verschmutzungsanzeige mit
Temperaturunterdrückung verfügbar. Der Hintergrund: Kaltes Öl ist zähflüssiger
als warmes Öl. Nach dem Start einer Maschine oder bei niedrigen
Umgebungstemperaturen kann der Differenzdruck deshalb kurzzeitig erhöht sein,
obwohl das Filterelement noch nicht verschmutzt ist. Ohne
Temperaturunterdrückung könnte die Anzeige in dieser Phase einen Wechselbedarf
signalisieren, der tatsächlich nur temperaturbedingt ist.
Die
Temperaturunterdrückung verhindert solche Fehlanzeigen. Unterhalb einer
definierten Öltemperatur bleibt die Anzeige in ihrer Normalstellung
beziehungsweise unterdrückt den Alarm. Erst wenn das Öl ausreichend warm ist,
wird der Differenzdruck als aussagekräftiges Signal für den Verschmutzungsgrad
des Filterelements bewertet. „Eine Verschmutzungsanzeige soll nicht nur warnen,
sondern auch verlässlich warnen”, erläutert Hartmut Reich. „Gerade bei mobilen
Maschinen mit Kaltstarts und wechselnden Einsatzbedingungen ist es wichtig,
temperaturbedingte Effekte von tatsächlicher Elementbelastung zu
unterscheiden.”
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Filterelemente aus eigener Fertigung
Neben den
Gehäusen entscheidet das Filterelement über die Leistungsfähigkeit der
Filtration. Je nach Anwendung kommen bei Hydraulik- und Schmierölen
Filtermaterialien wie Glasfaservlies, Edelstahlgewebe oder Filterpapier zum
Einsatz; die Filterfeinheiten liegen in der Regel zwischen 3 und 250 μm. Ein
typisches Filterelement von Stauff besteht aus bis zu sieben verschiedenen
Filtermaterialien, die maschinell zusammengeführt und sternförmig gefaltet
werden. Das Falten vergrößert die wirksame Filterfläche, erhöht die
Schmutzaufnahmekapazität und ermöglicht mehr Filtrationsleistung auf engem
Raum. Neben der präzisen Fertigung hängt die Qualität eines Hydraulik- oder
Schmierölfilters auch von der sorgfältigen Verbindung der Filterlagen durch
Spezialklebstoffe sowie von den verwendeten Dichtungsmaterialien ab.
FAQ zu Mitteldruckfilter
• Was leisten die neuen Mitteldruckfilter von Stauff? – Die
SFM-Mitteldruckfilter sind für Arbeitsdrücke bis 280 bar und Volumenströme bis
100 Liter pro Minute ausgelegt.
• Warum können Mitteldruckfilter Gewicht sparen? – In
Anwendungen, die keinen Hochdruckfilter benötigen, kann die passend ausgelegte
Mitteldrucklösung laut Stauff bis zu 15 % Gewicht gegenüber Hochdruckfiltern
gleicher Baugröße einsparen.
• Wo werden die Mitteldruckfilter eingesetzt? – Typische
Einsatzbereiche sind kleine und mittlere Baumaschinen, Landtechnik,
Kommunalfahrzeuge und Kehrmaschinen.
• Welche Sicherheitsreserven bieten die Mitteldruckfilter? –
Die Baureihe erreichte in der Berstdruckprüfung mindestens 1084 bar und bestand
Impulsprüfungen mit 10 Millionen Zyklen bei 280 bar sowie 100.000 Zyklen bei
320 bar.
• Warum ist eine Verschmutzungsanzeige bei
Mitteldruckfiltern wichtig? – Sie macht den Zustand des Filterelements sichtbar
und unterstützt eine planbare Wartung, wobei die Temperaturunterdrückung
Fehlanzeigen bei kaltem Öl verhindern soll.