Coriolis, Bild: Heinrichs Messtechnik

Heinrichs Messtechnik entwickelte den kleinsten Zweirohr-Coriolis-Masse-Durchflussmesser der Welt: den High Performance Coriolis (HPC). Auf nur 150 Millimeter erreicht er Messwerte mit einer maximalen Abweichung von ± 0,1 Prozent. Bild: Heinrichs Messtechnik

Ein neues Messgerät im Doppel-Messrohr-Design von Heinrichs Messtechnik ist unempfindlich gegen Drücke, Stöße und Vibrationen. Trotzdem kann es Mengen bis 160 Kilogramm pro Stunde zuverlässig mit einer maximalen
Abweichung von ± 0,1 Prozent messen.

± 0,1 %

Abweichung

Das Messgerät ermittelt Massenströme mit einer Abweichung von 0,1 Prozent

600 bar

Maximaler Druck

Der Zweirohr-Coriolis-Masse-Durchflussmesser hält Drücke bis 600 bar aus. Starke Vibrationen sind kein Problem.

180°C

Temperatur

Das Gerät kann bis zu einer Temperatur von 180 Grad Celsius eingesetzt werden.

neueste Simulationstechnologie, Bild: Heinrichs Messtechnik
Die gesamte Entwicklungsphase nahm lediglich 1,5 Jahre in Anspruch. Damit diese kurze Zeitspanne erreicht werden konnte, setzte Heinrichs Messtechnik neueste Simulationstechnologie ein. Bild: Heinrichs Messtechnik

Wenn kleinste Massenströme bestimmt werden müssen, kommen bisher in der Regel Coriolis-Durchflussmesser mit nur einem Messrohr zum Einsatz. Der Grund hierfür ist das Gewicht der Sensorspulen: Bei Zweirohr-Coriolis-Sensoren werden die Sensorspulen auf einem der beiden Messrohre angebracht und haben deshalb bei sehr kleinen Rohrdurchmessern ein hohes Gewicht im Vergleich zu dem der Messrohre, auf denen sie angebracht werden. Mit abnehmendem Messrohrdurchmesser beeinflussen sie so das Messergebnis. Schon leichte Stöße und Vibrationen können die Werte verfälschen.

Simulationstechnologie, Bild: Heinrichs Messtechnik
Simulationstechnologie, Bild: Heinrichs Messtechnik

Um die Empfindlichkeit zu reduzieren und trotzdem Mengen über null Kilogramm pro Stunde zuverlässig messen zu können, entwickelte Heinrichs Messtechnik das Prinzip des Zweirohr-Coriolis-Durchflussmessers weiter: Die Sensorspulen werden nun nicht mehr direkt auf, sondern zwischen den Messrohren angebracht, wodurch auch sehr kleine Messrohr-Durchmesser möglich sind. Das Ergebnis ist der nach Herstellerangaben kleinste Zweirohr-Coriolis-Masse-Durchflussmesser der Welt: der High Performance Coriolis (HPC). Auf nur 150 Millimeter können nun Messwerte mit einer maximalen Abweichung von ± 0,1 Prozent erreicht werden. Dabei zeigt sich das Gerät unempfindlich gegenüber Temperaturen bis 180 Grad Celsius, Drücken bis 600 bar sowie starken Vibrationen.

„Bei einer Betrachtung des Markts ist uns die Angebotslücke bei der Messung kleinster Durchflussmengen aufgefallen“, erklärt Geschäftsführer Frank Schramm. „Das Problem derzeit ist, dass der Stand der Technik die Verwendung zweier Messrohre vorsieht, auf denen auf einem Rohr Magnete befestigt sind und auf dem anderen die Sensor- und Erregerspulen. Für sehr kleine Durchflussmengen hat dieses Prinzip jedoch eine entscheidende Grenze. Wenn nun speziell bei geringen Masseströmen die Messrohre einen Durchmesser von nur einem Millimeter aufweisen, beeinflusst das Eigengewicht der Spulen durch deren Schwingverhalten das Ergebnis der Messung.“

Deswegen werden bei diesen Anwendungen in der Regel Einrohr-Systeme genutzt, bei denen die Spulen an der Gehäusewand der Sensoren angebracht sind. Diese haben jedoch den Nachteil, dass das zweite Rohr als Messwertreferenz wegfällt und sie aufgrund der Anbringung der Sensorspulen an der Gehäusewand anfälliger für Vibrationen oder andere Störeinflüsse sind. Aus diesem Grund hat sich das Unternehmen das Ziel gesetzt, einen hochgenauen und stoßunempfindlichen Coriolis-Massendurchflussmesser zu entwickeln. Entstanden ist der HPC – der mit 150 Millimeter Gehäuselänge bisher kleinste Coriolis-Durchflussmesser im Doppelrohr-Design.