Bergbau

Bild: Caterpillar

Doch auch die wollen erst einmal bezahlt werden – ein Teufelskreis. Immerhin, die Hersteller von Bergbauausrüstung haben passende Angebote parat.

Bergbau ist Big Business, aber im Augenblick boomt es nicht. Laut dem Branchenverband VDMA wurden im Jahr 2015 von den deutschen Bergbauherstellern Maschinen und Anlagen für den Miningbereich im Wert von 3,57 Milliarden Euro gebaut. Das entspricht einem Rückgang um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings fiel der Umsatzrückgang gegenüber der Periode von 2013 auf 2014, damals waren es immerhin 29 Prozent weniger, deutlich geringer aus. Die Beschäftigtenzahl sank von 14.300 auf 13.700 Mitarbeiter.

Die Exporte gingen in 2015 gegenüber 2014 um 3,5 Prozent von 1,96 Milliarden Euro auf 1,89 Milliarden Euro zurück. Der größte Anteil im Exportgeschäft war für den Nahen Osten mit 17 Prozent – und davon Saudi-Arabien allein mit fast neun Prozent – zu verzeichnen. Lateinamerika spielte mit insgesamt elf Prozent die zweitwichtigste Rolle im deutschen Exportgeschäft mit Bergbaumaschinen. Dahinter lag China mit achtProzent, USA mit sieben und Russland mit knapp fünf Prozent. Für 2016 wird erwartet, dass die Umsätze erneut im einstelligen Prozentbereich zurückgehen.

Nicht nur im Nahen Osten wird Bergbau neben dem Ölgeschäft als weitere Einnahmequelle gesehen. Neben den bisherigen Großmärkten China, Russland und USA bringen sich südamerikanische und afrikanische Länder vermehrt ins Spiel. In Peru wird schon heute die Wirtschaft durch den Bergbau, in erster Linie durch Kupferförderung, gestützt. Die Produktion des roten Metalls stieg im vergangenen Jahr um insgesamt 26 Prozent. Venezuelas Präsident wies vor kurzem ein rohstoffreiches Gebiet im Bundesstaat Bolívar im Südosten des Landes als strategische Entwicklungszone aus.

Dort gibt es schätzungsweise bis zu 7000 Tonnen Gold, etwa 6800 Kilogramm Diamanten (ein Kilo entspricht 10.000 Karat), rund 3,6 Millionen Tonnen Eisenerz und erhebliche Mengen an Bauxit, Kupfer, Koltan und andere Mineralien. Die soziale Entwicklung und der Umweltschutz solle dabei jedoch eine zentrale Rolle spielen. Argentinien schafft die Ausfuhrsteuer auf Bergbau-Exporte ab, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und potenzielle Investoren aus anderen südamerikanischen Ländern wie Peru, Chile, Kolumbien und Brasilien anzulocken.

Das Thema Kohleabbau ist besonders aus Umweltschutzgründen umstritten. Die Internationale Energieagentur sieht jedoch bis zum Jahr 2040 noch immer eine Steigerung der aus Kohle erzeugten Energie um über 30 Prozent weltweit voraus. Südostasien wird mit einem zu erwartenden Jahreswachstum von 4,8 Prozent einen der größten Anteile daran haben.

Schildabstützung
Simulation der Schildabstützung und Auswirkung auf Hydrauliksystem bei Caterpillar. Bild: Caterpillar