neues Filtergehäuse, Bild: Walter Stauffenberg

In dieser in Wunschfarbe lackierten Variante des neuen Filtergehäuses mit kundenspezifisch gekennzeichnetem Filterelement ist das Bypassventil direkt in den Filterkopf integriert. Bild: Walter Stauffenberg

Kompakte Abmessungen und geringes Gewicht: Das sind zentrale Anforderungen an die Komponenten mobiler Maschinen. Sie gelten auch für die Hydraulik, denn gerade im Antriebsstrang ist die "Packungsdichte" ein wichtiges Kriterium, und die Forderung der Anwender nach möglichst hoher Effizienz und Leistungsdichte der Maschinen zwingt den Konstrukteur geradezu zum "Abspecken" der Konstruktion.

Schlanker und leichter

Verschmutzungsanzeige Ventil, Bild: Walter Stauffenberg
Eine (optionale) zweistufige Verschmutzungsanzeige ermöglicht die rechtzeitige Durchführung des Elementewechsels. Bild: Walter Stauffenberg

Diese Trends haben die Stauff-Entwickler bei der neuen Hochdruck Filtergehäusebaureihe SF berücksichtigt. Das Ergebnis ist schon auf den ersten Blick sichtbar: Die Gehäuse bauen schmaler als die Vorgängerversion. Damit sind sie auch austauschbar mit Gehäusen von Wettbewerbern. Das erhöht aus Kundensicht die Flexibilität.

Ein zweiter Vorteil wird deutlich, wenn man die Gehäuse in die Hand nimmt oder auf die Waage legt: Sie sind einem Fünftel leichter als die „alte“ SF-Baureihe. So können zum Beispiel bei der Baugröße SF090 bis zu zwei Kilogramm eingespart werden.

Die gewichtsoptimierte Konstruktion wird durch den neuen Filterkopf unterstützt, in dessen Entwicklung viel Detailarbeit investiert wurde – mit der Folge, dass die neuen Filter nicht nur leichter sind, sondern auch optimale Strömungsverhältnisse bieten. Darüber hinaus lässt das modulare Design ein Anpassen an den individuellen Einsatzfall zu. Und obwohl der Filter kompakter und leichter ist, die Leistung entspricht der bisherigen Baureihe.

Integrierte Zusatzfunktionen

Bypass- und Multifunktionsventil, Bild: Walter Stauffenberg
Gut zu erkennen: Links die Variante ohne jegliches Bypassventil. Rechts die Ausführung mit einem eingeschraubten Multifunktionsventil. Bild: Walter Stauffenberg

Typisch für die SF-Baureihe ist die Möglichkeit, Zusatzfunktionen zu integrieren. Im Filterkopf befindet sich ein Zapfen, der wahlweise als Aufnahme für das Filterelement dienen kann, oder aber eine Gewindebohrung, die als Aufnahme für unterschiedliche Ventiltypen genutzt werden kann.

Am häufigsten entscheiden sich die Anwender dafür ein BypassVentil zu integrieren, das bei einem Differenzdruck von 6 bar aktiviert wird und dafür sorgt, dass das Öl am Filterelement bei erreichter Schmutzaufnahme vorbeiströmen kann. Alternativ kann ein Rückschlagventil installiert werden, das ein Leerlaufen der weiterführenden Leitung beim Elementewechsel verhindert. Die dritte Option ist ein Reversierventil, das ein Umgehen des Filterelementes bei umgekehrter Durchflussrichtung ermöglicht. Oder der Anwender entscheidet sich für ein Multifunktionsventil, das die drei genannten Funktionen – Bypass, Rückschlag und Reversierventil – in einem kompakten Gehäuse kombiniert.

Komplettes Programm

Impulsprüfstand, Bild: Walter Stauffenberg
„Tried and tested“: Die neuen Gehäuse wurden u.a. umfassenden Versuchsreihen auf einem Impulsprüfstand unterzogen. Bild: Walter Stauffenberg

Die neuen Hochdruck-Filtergehäuse sind in zehn Baugrößen für Volumenströme von 60 bis 1135 L/min verfügbar. Im Vergleich zur Vorgängerserie ist eine Baugröße (Typ SF130 mit 500 L/min) hinzugekommen, um eine feinere Leistungsabstufung zu gewährleisten. Die angebotenen Anschlussvarianten wurden zusätzlich um einen SAE-Flansch mit zwei Zoll erweitert.

Standardmäßig werden die Filtergehäuse mit einem Anschluss-Bohrbild geliefert, das die Kompatibilität mit den bisherigen SF-Filtergehäusen sicherstellt. Eine optionale Gehäusevariante lässt sich direkt und damit ohne Adapter, an Konstruktionen anbauen, wenn dort zuvor Gehäuse anderer Hersteller montiert waren.

Condition Monitoring für den Elementewechsel

Als Zubehör empfiehlt sich der Einsatz einer Verschmutzungsanzeige, die kontinuierlich den Differenzdruck erfasst. Für diesen Zweck hat der Hersteller der Filtergehäuse neben den üblichen optischen, elektrischen sowie optischelektrischen Differenzdruckanzeigen zuletzt auch eine zweistufige Verschmutzungsanzeige entwickelt. Sie setzt einen ersten Alarm ab, wenn der vorgegebene Druckwert zu 75% erreicht ist. Der Anwender hat dann – im Sinne der vorausschauenden Wartung – ausreichend Zeit für den Elementewechsel. Beim Erreichen von 100% wird ein zweites Signal gesendet. Außerdem kann über ein zusätzliches Ausgangssignal zum Beispiel die Abschaltung der Anlage veranlasst werden.

Sicherheit an erster Stelle

Aus Sicht des Herstellers ist es selbstverständlich, dass Gewicht und Bauraum nicht zu Lasten der Sicherheit reduziert werden dürfen. Die Hochdruck-Filtergehäuse sind für einen maximalen Betriebsdruck von 420 bar ausgelegt und in Berstdrucktests auf dreifache Sicherheit geprüft worden. Zum Testprogramm gehörte auch die Prüfung der Impulsfestigkeit bei 420 bar +/ 33 Prozent und einer Million Zyklen bei einem Hertz. Diese Prüfung dokumentiert nicht nur die Sicherheit, sondern auch die hohe Lebensdauer der Filtergehäuse.

Die ersten Größen der neuen Hochdruck-Filtergehäuse sind bereits ab Lager lieferbar. In Abhängigkeit von den geforderten Stückzahlen bietet das Unternehmen die neuen Filtergehäuse und -elemente auch in kundenspezifischen Varianten an, die bei Farbgestaltung, Kennzeichnung, Verpackung und Etikettierung der Bauteile die Wünsche der zukünftigen Anwender berücksichtigen.

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