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Ziel des Audits ist es, den Ist-Zustand des Druckluftverbrauchs festzustellen und daraus Verbesserungsvorschläge für mehr Effizienz abzuleiten. Bild: Adobe Stock/ Kzenon

Als erstes Unternehmen weltweit hat das schwäbische Druckluft- und Pneumatikunternehmen Mader sein Druckluft-Audit „Mader AirXpert“ nach DIN EN ISO 11011:2015 zertifizieren lassen. In einem umfassenden, dreitägigen Audit überprüften die Experten vom TÜV Süd die methodisch korrekte Vorgehensweise und Validität der ermittelten Daten der Energieeffizienz-Dienstleistungen. Mit der Zertifizierung bestätigt der TÜV Süd, dass das Unternehmen seine Druckluft-Audits nach normgerechter, weltweit standardisierter, transparenter Methodik durchführt. Darüber hinaus wurden im Rahmen der Zertifizierung die VDI-Richtlinie 3922 „Energieberatungen für Industrie und Gewerbe“, DIN EN 15900 „Energieeffizienz-Dienstleistungen“ und DIN EN 16247-1 „Energieaudits“, die allgemeingültige Standards für Energieberatungen definieren, berücksichtigt.

Marina Griesinger, Leiterin Energieeffizienzmanagement, betont, dass Kunden durch das TÜV-zertifizierte Druckluft-Audit die Sicherheit belastbarer und zuverlässiger Daten und Werte hätten. „Relevant ist das insbesondere für die Energiemanagement- und Umweltmanagementsysteme nach DIN EN ISO 14001, 50001, EMAS und DIN EN 16247-1“, so Griesinger.

Unser Ansatz ist an den Bedürfnissen und Rahmenbedingungen des Kunden sowie der praktischen, wirtschaftlichen Umsetzung orientiert.

Marina Griesinger, Mader

Auditiert wurde das gesamte Verfahren, mit dem die Experten die Energieeffizienz des Druckluftsystems ermitteln. Dazu gehört die Konzeptionierung und Realisierung einer anwendungsbestimmten und energieeffizienten Drucklufterzeugung, die Leckageortung und -beseitigung, die Bestimmung der Druckluftqualität zur Prozesssicherung, die Optimierung der Druckluftanwendung durch energieeffiziente Komponenten, die Beratung zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten, das Energiemanagement durch kontinuierliches Monitoring sowie die Betreuung der Druckluftanlage über den gesamten Lebenszyklus hinweg.

„Für unsere Kunden ist entscheidend, dass Mader herstellerunabhängig beraten kann und sich damit ausschließlich an den Kundenanforderungen orientiert“, berichtet Marco Jähnig, Mitglied der Geschäftsleitung. Weiterer Pluspunkt sei das „Alles aus einer Hand“-Prinzip, denn das Unternehmen biete Produkte und Dienstleistungen für den gesamten Druckluftprozess sowie die umfassende Beratung und Betreuung über den ganzen Lebenszyklus einer Druckluftanlage hinweg.

Bild: Mader

Alle Informationen werden digital erfasst und sind live über das Leckage-Online-
Portal oder per Leckage-App abrufbar.

Marco Jähnig, Mader

Dokumentation als Argumentationsgrundlage

„Auch unser Ansatz die ermittelten Messwerte und unsere Empfehlungen so aufzubereiten, dass der Verantwortliche im Kundenunternehmen eine überzeugende Argumentationsgrundlage für die interne Durchsetzung von Effizienzmaßnahmen zur Verfügung hat, findet großen Anklang“, so Jähnig. Beispielhaft nennt er die Dokumentation und Analyse von Leckageortungen. „Unsere Kunden erhalten eine wirtschaftliche und ökologische Bewertung für jede einzelne Leckage. Alle Informationen werden digital erfasst und sind live über das Leckage-Online-Portal oder per Leckage-App abrufbar.“ So habe der Kunde jederzeit eine Übersicht darüber, wie viel Druckluft beziehungsweise Energie durch jede einzelne Leckage verloren gehe, als auch über die Kohlenstoffdioxid-Menge, die dadurch unnötigerweise anfalle. Eine Priorisierung der Leckagen mit Hilfe eines leicht verständlichen Ampel-Systems zeige zudem auf, an welcher Stelle schnell gehandelt werden müsse.

Realistische Vergleichswerte

„Wir sind keine Theoretiker, die Messwerte ermitteln und daraus abstrakte Optimierungsmaßnahmen ableiten“, sagt Marina Griesinger. „Unser Ansatz ist an den Bedürfnissen und Rahmenbedingungen des Kunden sowie der praktischen, wirtschaftlichen Umsetzung orientiert.“ Der umfangreiche Analyse-Bericht zum Druckluft-Audit fasst die Ergebnisse der Ist-Aufnahme beim Kunden zusammen und enthält Optimierungsvorschläge. Außerdem enthält er sondern neben Benchmark-Zahlen vergleichbarer Unternehmen eine Priorisierung sowie wirtschaftliche Einordnung der weiteren Schritte. Durch diese zusätzlichen Informationen könne sich ein Unternehmen ein realistisches Bild des Status-quo machen und auf Basis relevanter Daten entscheiden, wie es weiter vorgehe.

„Alle Maßnahmen, die wir vorschlagen, können wir auch durch eigene Fachkräfte umsetzen. Darüber hinaus unterstützen wir bei der Beantragung von Fördermitteln und der Auswahl einer geeigneten Finanzierung. Nicht zu vergessen die Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Kunden zum energieeffizienten Umgang mit Druckluft. Hierfür bieten wir Schulungen bei uns im Haus oder direkt vor Ort an“, erläutert Griesinger. do

 

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