Technik für präzise Lackdosierung, Bild: Eisenmann

Unter den Abdeckungen der Roboterarme sorgt die eingesetzte Technik für präzise Lackdosierung. Bild: Eisenmann

Das schwäbische Familienunternehmen Eisenmann ist im Rennen um internationale Aufträge für Lackieranwendungen, zum Beispiel von Konzernen der Automobilindustrie, oft dabei und erhält nicht selten den Zuschlag. Denn es entwickelt Lösungen nach individuellen Anforderungen – nicht nur im Bereich Lackierung. Es zählt zu den international führenden Systemanbietern für Oberflächentechnik, Umwelttechnik, Materialfluss-Automation und Hochtemperatur-Prozesstechnik.

Geeignete Bauteile für Lackierung

Lackierung von Autokarossen, Bild: Eisenmann
Eisenmann ist ein Systemanbieter für Oberflächentechnik, zum Beispiel für die Lackierung von Autokarossen. Bild: Eisenmann

Für die Lackieranlagen gelten hohe Qualitätsmaßstäbe. So kommt es neben hoher Prozesssicherheit auch bei der Reinigung dieser Anlagen auf Zuverlässigkeit an. Hier stellen Anschlusssysteme mit Kanten und toten Winkeln in Schlauch- und Rohrleitungen eine Schwachstelle dar, da sich Farben und Lacke ablagern können – mit inakzeptablen Folgen: Schon geringe Beimischungen der vorherigen Farbe führen zu Farbtonverfälschungen oder unregelmäßigen Oberflächen im nachfolgenden Lackierprozess. „Mit Komponenten, die eine absolut rückstandsfreie Reinigung ermöglichen, lässt sich dies vermeiden“, erklärt Ralph Meier, Vice President, Product Development & Technology.

Auf der Suche nach geeigneten Anschlusskomponenten, die auf die Anforderungen von Lackierprozessen ausgerichtet sind, stieß das Unternehmen auf die Eisele Pneumatics. Der Anbieter ist seit vielen Jahrzehnten auf hochwertige Steckanschlüsse aus Ganzmetall für unterschiedlichste Anwendungen spezialisiert. Bei Eisenmann entschied man sich für die Lackieranlagen für die Edelstahlanschlüsse des Inoxline- Programms 1600. „Wir haben Eisele als Lieferanten ausgewählt, weil die totraumfreien Einschraubanschlüsse der Inoxline- Serie unsere Vorgaben optimal erfüllen“, so der Experte aus dem Hause Eisenmann.

Totraumfreie Verbindungen

Anschlüsse,  Bild: Eisele
Die Anschlüsse müssen in der Anwendung Drücken bis etwa 20 bar standhalten. Bild: Eisele

Die Verschraubungen für totraumfreie Verbindungen hatte Eisele ursprünglich als exklusive Kundenlösung entwickelt. Inzwischen sind sie für die gesamte Lackierbranche verfügbar. Sie werden aus chlorbeständigem Edelstahl 1.4301/07 gefertigt. Mit dem Programm 1600 bietet der Hersteller hier eine patentierte totraumfreie Abdichtung, die sich schnell montieren lässt und absolut dicht ist. Dafür werden die Anschlüsse mit Schläuchen aus PA, PTFE oder FEP verbunden. Bei der Montage wird der Schlauch bis zum Anschlag in den Anschluss gesteckt und mit einer Werkzeugumdrehung festgezogen. Dank der schnellen Montage und Demontage sind die Steckverschraubungen eine flexible Alternative zur klassischen Verrohrung. Gleichzeitig sind die Verbindungen durch die hohe Haltekraft der Verschraubung gegenüber Vibrationen unempfindlich.

Verschraubung, Bild: Eisele
Die Verschraubungen für totraumfreie Verbindungen werden aus chlorbeständigem Edelstahl 1.4404 gefertigt. Bild: Eisele

Für die Lackieranlagen werden die Anschlusskomponenten über eine Gewindemuffe an einen Kunststoffblock angebunden, damit die Dichtung optimal verpresst werden kann. Sie werden in einem Druckluftbereich über zehn bar eingesetzt und müssen Drücken bis circa 20 bar standhalten. Hierfür sind die Komponenten ausgelegt: Sie sind für einen Arbeitsdruckbereich von 0 bis 25 bar und Temperaturen zwischen 0 und 80 Grad Celsius geeignet.

Einfache Reinigung

Inoxline, Bild: Eisele
In den Lackieranlagen verwendet der Anwender die Edelstahlanschlüsse des Inoxline-Programms 1600. Bild: Eisele

Dank der totraumfreien Konstruktion ist es nicht erforderlich, die Anschlüsse für die Reinigung zu demontieren. Die Konstruktion der Einschraubanschlüsse erlaubt eine sichere und zuverlässige Innenreinigung der Schlauch- und Rohrleitungen vor einem Medienwechsel. Der Verzicht auf die Demontage macht sich im Einsatz der Anlagen durch erhebliche Zeitersparnis bemerkbar, insbesondere, wenn im Lackierprozess häufiger die Farbe gewechselt wird. „Dafür ist natürlich eine absolute Spülmittel- und Lösebeständigkeit der Anschlüsse, wie sie Eisele bietet, unverzichtbar“, meint Ralph Meier. Die aus besonders robustem Material gefertigten Anschlüsse zeichnen sich insgesamt durch eine lange Lebensdauer aus. Durch die demontagefreie Reinigbarkeit und ihre Beständigkeit verringern die Verbindungen die Stillstandzeiten der Anlagen und rechnen sich damit auf längere Sicht.

Steckverschraubung, Bild: Eisele
Aufgrund der schnellen Montage und Demontage sind die Steckverschraubungen eine Alternative zur Verrohrung. Bild: Eisele

Bei Eisenmann haben sich die Anschlusslösungen dank der guten Erfahrungen etabliert. „Wir planen auch für zukünftige Projekte weiterhin mit Eisele Komponenten“, kündigt Ralph Meier an.  do

 

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