Baumaschinen, Bild: Eisenhans/Fotolia
Die aktuelle Politik der USA birgt für die Baumaschinenindustrie Vor- und Nachteile. Bild: Eisenhans/Fotolia

Welche Auswirkungen aufs Geschäft könnte die zunehmend protektionistischere Verhaltensweise einzelner Länder wie der USA oder Großbritanniens haben? VDMA-Mann Popp gibt zunächst einmal Entwarnung: „Die deutschen Baumaschinenhersteller erwarten keine unmittelbaren Auswirkungen der Brexit-Entscheidung auf ihr Geschäft. Die angekündigten Infrastrukturprogramme der neuen US-Regierung werden die Baubranche insgesamt stimulieren.“ Zudem hätten viele deutsche Unternehmen in den USA eigene Fertigungsstätten.

Dies bestätigt Katrin Neuffer, Leiterin Unternehmenskommunikation und Investor Relations bei Wacker Neuson, München. Neuffer: „Wir fertigen in den USA an zwei Standorten. Die maroden Straßen, Brücken und Zugstrecken in den USA müssten dringend saniert werden. Sollten die angekündigten Infrastrukturprogramme tatsächlich kommen, werden wir mit Sicherheit davon profitieren.“ Trotzdem sehen die Baumaschinenhersteller den Trend zu nationalen Lösungen und die Abkehr vom Freihandel laut VDMA „mit großer Sorge“.

Gerade ein stark spezialisierter Sektor wie die Baumaschinenindustrie könne sich „Abschottung schon deshalb nicht leisten, weil Spezialmaschinen nicht überall gleichermaßen verfügbar sind“. Mit einer gewissen Gelassenheit schaut deshalb auch Robert Otto, Marketingleiter beim Nutzfahrzeugbauer Langendorf, in die Zukunft: „Es ist zu erwarten, dass sich nach einer gewissen Zeit die Entwicklungen in neuen wirtschaftlichen Verflechtungen manifestieren – und alles geht seinen (mehr oder weniger) gewohnten Gang mit alten und neuen Akteuren weiter.“