Schlauch mit verletzter Außenschicht, Bild: IHA

Oft werden Hydraulikschläuche eingesetzt, ohne zu hinterfragen, ob diese auch wirklich für die jeweilige Anwendung geeignet sind. Bild: IHA

Die Übertragung der hydraulischen Energie vom Erzeuger zum Verbraucher erfolgt mittels Hydraulik-Flüssigkeiten. Um den Transport der Hydraulik-Flüssigkeiten sicherstellen zu können, ist die hydraulische Leitungstechnik notwendig. Die hydraulische Leitungstechnik umfasst unter anderem auch die Hydraulikschläuche.

Aufbau eines Schlauches, Bild: IHA
Ein Hydraulikschlauch ist flexibel und biegsam. Problematisch ist das, weil die Versuchung groß ist den Schlauch ohne genaue Btrachtung seiner Eigenschaften einzubauen. Die Folgen sind Schlauchausfälle und Maschinenstillstände. Bild: IHA

Diese Hydraulikschläuche werden immer höheren Arbeitsdrücken, Druckspitzen weit über dem Berechnungsdruck, größeren Taktzeiten sowie verlängerten Maschinenlaufzeiten ausgesetzt. Darüber hinaus entstehen erhebliche äußere Belastungen, welche, ursächlich durch die Einflüsse der Umgebung, mechanischer, thermischer oder auch chemischer Art sein können. Das hat zur Folge, dass die Anforderungen an die Hydraulikschläuche dementsprechend höher werden.

In den meisten Fällen findet der Hydraulikschlauch nur wenig Beachtung. Oftmals werden Hydraulikschläuche eingesetzt, ohne zu hinterfragen, ob diese auch wirklich für die jeweilige Anwendung geeignet sind. Aufgrund des Hydraulikschlauchaufbaus sowie der Hydraulikschlauchmechanik sind deshalb die Auswahl sowie ein anforderungsgerechter Einbau für die Funktion und Lebensdauer ein unbedingtes Muss.

Betriebsdruck beachten

Hydraulikschläuche werden generell eingesetzt, um eine Bewegung der mechanischen Bauteile zu ermöglichen. Aber auch um Druckspritzen und Schwingungen zu reduzieren beziehungsweise um diese aufzunehmen. Bei der Auswahl des Hydraulikschlauches ist darauf zu achten, dass die Verträglichkeit mit der eingesetzten Hydraulik-Flüssigkeit gegeben ist. Die Beständigkeit des Hydraulikschlauches, hinsichtlich der Medientemperatur, muss ebenfalls gegeben sein. Der maximal zulässige Betriebsdruck des Hydraulikschlauches ist so auszuwählen, dass dieser im Einsatz nicht überschritten wird. Hydraulik-Schlauchleitungen können und dürfen sich unter Druckbeaufschlagung sowohl Längen, Kürzen als auch im Aussendurchmesser verändern.

Auch der jeweilige Mindestbiegeradius des Hydraulikschlauches, abhängig von Schlauchtyp und Nennweite, ist zu beachten. Dieser darf weder beim Einbau noch im Betrieb bei Maschinenbewegungen unterschritten werden. Das Abriebverhalten der Aussenschicht spielt bei der Auswahl des Schlauches auch eine wichtige Rolle. Bevorzugt sollten genormte Schläuche verwendet werden, denn nur so ist eine gute Verfügbarkeit beziehungsweise Austauschbarkeit sichergestellt. Des Weiteren sind bei den genormten Schlauchmeterwaren die Abmessungen, die Drücke (maximale Arbeits-, Prüf- und Berstdrücke) und die Mindest-Biegeradien in der jeweiligen Norm hinterlegt.

Gerade in Bezug auf Hydraulikschläuche wird vielmals davon ausgegangen, dass ein Hydraulikschlauch flexibel und biegsam ist und man diesen frei nach Belieben einbauen kann. Die Folge ist, dass die Hydraulik-Schlauchleitungen nach kurzer Einsatzdauer ausfallen und die Anlage, Maschine oder das Gerät zum Stillstand kommt. ssc

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