Montage aus Kupplung und blauen Schlieren, Bilder: Adobe Stock, Montage: fluid/fs

Die drei besonders häufigen Fehler bei Fluidkupplungen lassen sich mit etwas Hintergrundwissen leicht vermeiden. Bilder: Adobe Stock, Montage: fluid/fs

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Bei der Auswahl und dem Austausch von Kupplungen kann einiges schief gehen. Um Probleme zu vermeiden, sollten sowohl in der Konstruktion als auch in der Instandhaltung folgende Punkte beachtet werden:

Tipp 1: Den Durchmesser richtig auslegen

Bei der Auslegung einer Kupplung gehen manche Anwender nach dem Maß des Anschlussgewindes vor. Wichtiger ist aber, welchen Querschnitt die Kupplung im gekuppelten Zustand im Inneren hat. Dieser Querschnitt muss mit dem Querschnitt des Rohres oder Schlauches, die verbunden werden sollen, zusammenpassen. Ansonsten erhält man an der Kupplung Drosselstellen mit erhöhten Strömungsgeschwindigkeiten, was zum einen die sensiblen Dichtungen im Inneren der Kupplung zerstören kann, zum anderen zu Kavitationsschäden im Ventil führen kann.

Tipp 2: Nur Teile vom selben Hersteller verwenden

Die Abmessungen von Kupplungen sind zwar bezüglich Stecker und Muffe genormt, aber eben auch nur bezüglich dieser Maße. Die Ventiltechnik im Inneren der Kupplungen variiert von Hersteller zu Hersteller.

Vor allem die Federkräfte der Ventilstößel unterscheiden sich zum Teil deutlich. Selbst bei vom Augenschein her exakt passenden Gegenstücken zweier verschiedener Hersteller ist der Unterschied so stark, dass man die Kraftdifferenz beim Eindrücken der Zapfen oft mit bloßer Hand spüren kann.

Wenn man nun zwei solch unterschiedliche Kupplungsgegenstücke zusammenschraubt, kann es sein, dass der Stößel mit der höheren Federkraft zwar öffnet, er aber in einer Art Schwimmstellung verbleibt. Je nach Einsatz kann die Ventilmechanik dadurch nun in Schwingungen geraten, sich aufschaukeln und im schlimmsten Fall dann zu Bruch gehen.
Solange der Ventilkegel in der Kupplung bleibt, ist der Schaden noch begrenzt. Sollten aber Bruchstücke in die Leitung geraten, kann es in der Folge zu Ventil- oder Pumpenschäden kommen, was wiederum einen Anlagenausfall zur Folge haben kann.

Daher gilt: beim Kupplungstausch immer beide Seiten tauschen – und natürlich beide Gegenstücke vom selben Hersteller verwenden.

Tipp 3: Verschlusskappen benutzen

Wenn das offene Ende einer Kupplung frei herumhängt, können sich schnell Schmutz oder Rostpartikel im Inneren sammeln. Beim Kuppelvorgang zieht man sich dann Schmutz ins System, was für Hydraulikanlagen bekanntermaßen Gift ist. Daher sollten Stecker und Muffe im entkuppelten Zustand immer mit Staubschutzkappen geschützt werden. Ein Trick: Damit die Schutzkappen im gekuppelten Zustand nicht lose herunterhängen, kann man auch diese zusammenschrauben. Das schützt die Kappen und schafft sie aus dem Weg.