KI-Personendetektion für mobile Arbeitsmaschinen

Mehr Sicherheit im Umfeld großer Arbeitsmaschinen

Die KI-Personendetektion MVCD2000 von Motec hat die Prüfung nach GS-BAU-71 bestanden. Damit ist das kamerabasierte Assistenzsystem für Baumaschinen als Arbeitsschutzmaßnahme förderfähig.

Intelligente Personendetektion für große und unübersichtliche mobile Maschinen.

  • Motecs KI-Personendetektionssystem MVCD2000 erfüllt die Anforderungen der BG Bau nach GS-BAU-71 und ist damit für Baumaschinen förderfähig.

  • Bis zu vier Full-HD-Kameras und flexibel konfigurierbare Überwachungszonen ermöglichen den Einsatz an unterschiedlichsten mobilen Arbeitsmaschinen.

  • Die KI-basierte Bildverarbeitung erfolgt direkt auf dem Controller. Personen müssen innerhalb von 300 ms zuverlässig erkannt werden.

  • Das System unterstützt Maschinenführer bei Rücksetzmanövern, Beladevorgängen und beim Ankoppeln gezogener Geräte.

Motec hat sein KI-Personendetektionssystem für anspruchsvolle mobile Anwendungen, MVCD2000, von der BG Bau prüfen lassen. Das System hat die Anforderungen der GS-BAU-71 für kamerabasierte Personendetektionssysteme erfüllt und ist somit als Arbeitsschutzmaßnahme förderfähig für Maschinenbetreiber.

Mobile Arbeitsmaschinen haben selten Standardabmessungen. Gerade bei größeren Maschinen stoßen einfachere Umfeldüberwachungssysteme an ihre Grenzen. Die Großgeräte verfügen über eine Vielzahl an für den Fahrer schwer oder nicht einsehbaren Bereichen, zudem muss die bewegliche Arbeitsfunktion wie Ausleger, Baggerarme oder Hubgabeln bei der sensorischen Überwachung des Umfeldes berücksichtigt werden. Motec hat für diese anspruchsvollen Anwendungsfälle das Personendetektionssystem MVCD2000 entwickelt. Dank seiner leistungsstarken Kombination aus Videocontroller, flexibel konfigurierbarer Software und bis zu vier Full-HD-Kameras lässt es sich an jede beliebige Fahrzeugarchitektur anpassen. Zur Erstkonfiguration eines neuen Maschinentyps erhalten Maschinenbetreiber kompetenten Support von Motec Spezialisten.

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Maschinenbetreiber können das Personendetektionssystem nun besonders wirtschaftlich beziehen, da es die Anforderungen der BG Bau gemäß GS-BAU-71 erfüllt hat. Damit ist das MVCD2000 System als Arbeitsschutzmaßnahme für Baumaschinen förderfähig. Da sich auch die Arbeitsschutzprämien der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) auf die GS-BAU-71 stützen, können theoretisch auch Betreiber von Land- und Forstmaschinen von einer Förderung der MVCD2000 profitieren.

Personenerkennung auch bei Teilverdeckung

Um die Richtlinien der GS-BAU-71 für Personendetektionssysteme für mobile Arbeitsmaschinen zu erfüllen, müssen eine Vielzahl von Tests erfolgreich bewältigt werden. Zunächst ist sicherzustellen, dass das Personendetektionssystem zuverlässig zwischen Personen und Gegenständen unterscheiden kann und die Detektionszeit innerhalb von 300 ms liegt.

Hierzu werden Prüfkörper in zylindrischer Form mit einer Höhe zwischen 80 und 100 cm eingesetzt. Die Prüfperson muss hingegen zwischen 1,50 und 1,90 m groß sein. In einem vorab definierten Erfassungsbereich müssen die Prüfkörper an 10 Positionen und die Prüfpersonen an insgesamt mindestens 30 Positionen (20 unverdeckt, 10 verdeckt) fehlerfrei detektiert werden. Dabei müssen in jedem Fall die minimale und maximale Distanz innerhalb des Prüfbereichs Teil des Tests sein. Bei der Personendetektion müssen zudem unterschiedliche Positionen zum System – frontal, seitlich, mit dem Rücken zum Sensor – sowie unterschiedliche Körperhaltungen – stehend oder kniend – überprüft werden.

Darüber hinaus wird die Detektion der Person überprüft, wenn sie unterschiedlich farbige Warnwesten sowie einen Helm trägt. Diese Tests werden darüber hinaus mit einer Teilverdeckung der Person nachgestellt. Dies gilt sowohl für den Fall, dass die Person teilweise hinter einem vertikalen Hindernis steht – beispielsweise einer Säule – als auch, dass sie von einem horizontalen Hindernis wie einer auf dem Boden stehenden Kiste teilverdeckt ist. Auch die Anbausituation und unterschiedliche Lichtverhältnisse sind Teil der Prüfung nach den GS-BAU-71 Vorgaben. Das System muss auch bei künstlichem Licht und auf unterschiedlichen Anbauhöhen einwandfrei funktionieren. In jeder Situation und unter allen Bedingungen muss das getestete System zuverlässig zwischen Person und Objekt unterscheiden können.

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Die KI-Daten verarbeitet das MVCD2000 lokal

Die MVCD2000 ist für diese Anforderungen bestens gerüstet. Das System lässt sich frei konfigurieren, so dass unterschiedliche Anbauhöhen softwareseitig kompensiert werden können. Die kompatiblen Full-HD-Kameras von Motec verfügen über HDR-Sensoren, die auch bei schwierigen Lichtbedingungen wie Dämmerlicht oder Kunstlicht bestmögliche Detektion sicherstellen. Das MVCD2000 System kann sowohl Ethernet- als auch LVDS-Kameras zur Personendetektion nutzen. Die erfassten Daten werden direkt auf dem Controller der MVCD2000 verarbeitet und mit den KI-Modellen abgeglichen, um eine Reaktionszeit innerhalb der Grenze von 300 ms jederzeit zu gewährleisten. Eine Cloud-Anbindung über zusätzliche Kommunikationsmodule ist somit genauso wenig notwendig wie die Integration zusätzlicher Cloud Computing Services. Somit ist das System auch hinsichtlich der Gesamtbetriebskosten besonders vorteilhaft.   

Der Maschinenführer wird über mehrstufige optische und akustische Signale gewarnt. Die frei konfigurierbaren Überwachungszonen stellen sicher, dass nur dann eine Warnung erfolgt, wenn es wirklich notwendig ist und sich eine Person in einem Gefahrenbereich befindet. Das verringert die Belastung für den Maschinenführer und steigert die Akzeptanz in der Nutzung. Mit dem MVCD2000 erhalten Maschinenhersteller Flexibilität bei der Integration fortschrittlicher Assistenzsysteme, Maschinenbetreiber profitieren von der Möglichkeit ihre Bestandsmaschinen auf den neuesten Stand der Technik zu heben. Für Maschinenbetreiber, -bediener und alle Personen im Umfeld der Maschinen wird die Sicherheit bei Rücksetzmanövern, Beladevorgängen oder dem Ankoppeln von gezogenen Geräten mit der MVCD2000 deutlich gesteigert.

Quelle: Motec GmbH, bearbeitet von: Sabine Königl

Was Sie zum Thema KI-Personendetektion wissen müssen

Was ist die KI-Personendetektion MVCD2000 von Motec? Das MVCD2000 ist ein kamerabasiertes Assistenzsystem für mobile Arbeitsmaschinen. Es erkennt Personen in definierten Gefahrenbereichen und warnt den Maschinenführer optisch und akustisch.

Welche Anforderungen erfüllt die KI-Personendetektion nach GS-BAU-71? Das System muss Personen zuverlässig von Gegenständen unterscheiden, unterschiedliche Erkennungssituationen bewältigen und eine Detektionszeit von maximal 300 ms einhalten.

Ist die KI-Personendetektion MVCD2000 förderfähig? Ja. Durch die erfüllten Anforderungen der GS-BAU-71 ist das System als Arbeitsschutzmaßnahme für Baumaschinen förderfähig. Auch für Land- und Forstmaschinen kommen theoretisch Fördermöglichkeiten infrage.

Welche Kameras unterstützt die KI-Personendetektion? Das MVCD2000 kann bis zu vier Full-HD-Kameras einbinden und unterstützt sowohl Ethernet- als auch LVDS-Kameras. HDR-Sensoren verbessern die Erkennung bei schwierigen Lichtverhältnissen.

Kann die KI-Personendetektion an bestehenden Maschinen nachgerüstet werden? Ja. Die flexibel konfigurierbare Systemarchitektur ermöglicht die Anpassung an unterschiedliche Fahrzeugtypen und Montagebedingungen. Dadurch eignet sich das MVCD2000 auch für die Nachrüstung bestehender Arbeitsmaschinen.