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Da die Pumpe die Motorleistung maximal ausreizt, aber ein Abwürgen des Motors verhindert, kommen mobile Maschinen, beispielsweise Bagger, mit einem kleineren Verbrennungsmotor aus. Das verringert den Kraftstoffverbrauch der Maschine. Bild: Adobe Stock/Oliver

Das Energiemanagementunternehmen Eaton hat eine Reihe neuer Steuerelemente und Aktualisierungen für die Kolbenpumpen für offene Kreisläufe der X20-Reihe angekündigt. Dazu gehören die elektronische Regelung des Schluckvolumens für alle Pumpengrößen der X20-Serie, eine überarbeitete Druck-/Durchflussregelung und eine neue hydromechanische Drehmomentregelung für die Pumpen der 620-Reihe.

Dank dieser elektrohydraulischen Druckregelungen bietet die Pumpen-Reihe den Anwendern umfassende Regelmöglichkeiten. Somit lässt sich die Pumpe einfacher in moderne Maschinensteuersysteme integrieren. So können die Konstrukteure von mobilen Maschinen die Kundenanforderungen bezüglich besserer Steuerung und effizienterer Abläufe erfüllen.

„Diese neuen Optionen für die X20-Reihe erhöhen die Möglichkeiten der Integration in viele Hydrauliksysteme, von einfachen Load-Sense- bis hin zu modernen elektrohydraulischen und digitalen Systemen, die dynamische Maschinensteuerelemente bieten. Dies hilft Maschinenkonstrukteuren bei der Verbesserung der Genauigkeit und Leistung“, erklärt John Taylor, EMEA-Produktmanager, Hydraulics.

Pumpenbaureihe, Bild: Eaton
Der Hersteller hat die Pumpenbaureihe überarbeitet. Die elektrohydraulische Druckregelung bietet nun umfassende Regelmöglichkeiten. Bild: Eaton

Die elektrische Regelung des Verdrängervolumens (auch genannt: Electronic Displacement Control, EDC) variiert den Schwenkwinkel proportional zum elektrischen Strom. Dies erhöht die Flexibilität bei der Maschinenkonstruktion, die Effizienz des Betriebs sowie die Produktivität, da so direkt der Durchfluss geregelt wird. Infolgedessen können mehrere Funktionen für unterschiedliche Systemanforderungen individuell angepasst werden, während die verfügbare Gesamtenergie präzise genutzt wird.

Die elektrische Hubraumregelung der Pumpen-Reihe ist für alle Hubräume zwischen 28 Kubikzentimeter und 98 Kubikzentimeter und mit zwei verschiedenen Konfigurationen verfügbar: standardmäßiger voller Hubraum (EP) oder standardmäßiger Nullhubraum (EPD) bei Verlust des elektrischen Signals. Dank dieser Flexibilität kann die elektrische Hubraumregelung in Anwendungen wie Kühllüfterantrieben oder Betonmaschinen eingesetzt werden, bei denen der Hydraulikfluss bei elektrischen Störungen für einen sicheren und stabilen Betrieb gleichmäßig bleiben muss. Die elektro-proportionale Druckregelung der Pumpen-Reihe beschränkt den Ausgangsdruck proportional zum Eingangssignal und kann zur unabhängigen Druck- und Durchflussregelung alternativ zur hydromechanischen Regelung oder in Kombination mit der elektrischen Hubraumregelung eingesetzt werden. Wie bei der EDC sind auch hier zwei Konfigurationen erhältlich: proportional und indirekt-proportional. Letztere wird häufig als „Lüfterantrieb“ bezeichnet.

Kleinere Verbrennungsmotoren genügen

Die neue hydromechanische Drehmomentregelung ist für Verdrängervolumen von 74 Kubikzentimeter und 98 Kubikzentimeter erhältlich und begrenzt das von der Pumpe angeforderte Drehmoment gemäß den Einstellungen. Durch die Begrenzung des maximalen Eingangsdrehmoments verhindert die Pumpe ein Abwürgen des Motors und nutzt die Motorleistung gleichzeitig maximal aus. Dies ermöglicht die Verwendung kleinerer Verbrennungsmotoren mit einem geringeren Kraftstoffverbrauch für Anwendungen wie Teleskoplader, Bagger und Forstwirtschaftsgeräte.

Zur besseren Leistung weist der Regler eine geringe Hysterese und eine tatsächliche hyperbolische Funktion auf. Neben der höheren Genauigkeit im Vergleich zum Design mit zwei Federn bietet diese neue Regelung den Vorteil von nur einer einzelnen Stellschraube zur Einstellung des Drehmoments. Das Drehmoment kann somit eingestellt werden, während das Hydrauliksystem betrieben wird.

Für die Baugrößen 220 und 420 sind alle Load-Sensing- und druckkompensierte Pumpen der Baureihe jetzt durch das American Bureau of Shipping (ABS) für die Schifffahrt zugelassen, sodass sie für die Lenkung und den Antrieb in Schiffsenergiesystemen eingesetzt werden dürfen. do

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