Leckage-Online-Portal, Bild: Mader

Über das Leckage-Online-Portal kann an jedem Gerät mit Internetzugang der Stand der Leckageortung und -beseitigung live verfolgt werden. Bild: Mader

Pfeifen und Zischen ist kein Qualitätsmerkmal eines Druckluftsystems, das ist landläufig bekannt – an dieser Stelle verpufft nicht nur jede Menge kostbarer Druckluftenergie, auch die Umwelt wird durch den unnötigen CO2-Ausstoß erheblich belastet. Dabei können im Bereich Leckagen bis zu 30 Prozent Energie eingespart werden. Wie aber kann man den ungeliebten, aber offensichtlich kaum vermeidbaren Druckluft-Leckagen, den Garaus machen? Wo fängt man an? Wie überzeugt man Zweifler von der Notwendigkeit eines strategischen Leckagemanagements?

Geortete Leckagen, Bild: Mader
Geortete Leckagen werden mit einem QR-Code versehen. Mittels Tablet werden Messwerte und Leckage-Ort dokumentiert. Ein Foto der Messstelle und Leckage vervollständigt die Dokumentation. Bild: Mader

Müller, Meier, Schulze – Wie gehen wir es an?

Nehmen wir Herrn Müller. Er ist Instandhaltungsleiter bei einem Automobilzulieferer und nebenher für die Druckluftversorgung zuständig. Er ist froh, wenn die Kompressoren laufen. Dass Druckluft-Leckagen ein Problem sind und Geld kosten, weiß er. Ihm fehlt aber die Zeit, sich näher damit auseinandersetzen. Wie viel Druckluft „verblasen“ wird, kann er nicht genau sagen. „Zu viel“, bestätigt er.

Herr Meier, seit Kurzem Energie- und Umweltmanagementbeauftragter im gleichen Unternehmen, will es genauer wissen: Wo sind die Leckagen? Wie viel Druckluft geht verloren? Wie viel Geld und CO2 könnte man durch eine Beseitigung der Leckagen einsparen? Wie aber findet er die Antworten auf seine Fragen? Soll das Unternehmen ein Leckageortungsgerät anschaffen? Wenn ja, wer wird dann die Ortung übernehmen?

Herr Schulze, Geschäftsführer des Unternehmens, möchte vor allem eines in Erfahrung bringen: Wie viel kann ich einsparen und wie viel muss ich dafür investieren?

Oft genug begegnet Stefanie Kästle, Leiterin Qualitäts-, Umwelt-, Energiemanagement bei Mader, genau der beschriebenen Konstellation von Zuständigkeiten und Interessen bei Kunden. „Typisch ist: Alle wissen um die Problematik von Druckluft-Leckagen und möchten etwas dagegen tun. Häufig geht es darum, wo und wie man sinnvollerweise startet“, sagt sie. Dass vor allem die Geschäftsführung sowie Energie- und Umweltbeauftragte handfeste Zahlen sehen wollen, findet sie nur verständlich: „In der Vergangenheit konnten wir nach der Leckageortung zwar darstellen, was der Kunde zukünftig an Energie, Geld und CO2 einspart, aber irgendwie war das für beide Seiten unbefriedigend. Nicht zu vergessen die äußerst aufwendige Dokumentation der Leckagen mit Fotos und Notizen auf Papier.“

Smartes Leckagemanagement – Was zählt, sind Zahlen

Mit der Digitalisierung des gesamten Prozesses könnten Kunden nun in Echtzeit den Fortschritt des Projekts sowohl bei der Leckageortung als auch bei der Leckagebeseitigung verfolgen. Sie bekommen einen Überblick über den aktuellen Leckagestand, zum Beispiel Anzahl der Leckagen, Kosten, CO2-Ausstoß und weitere Daten sowie die bereits erzielten Einsparungen und den Fortschritt der Leckagebeseitigung. Die praktische Filterfunktion nach wirtschaftlicher Wertigkeit, das heißt der Höhe des Druckluft- und Energieverbrauchs sowie nach Bereich oder Maschine, erlaubt es, die lokalisierten Leckagen sinnvoll zu priorisieren und entsprechend zu beseitigen.

Alle per Smart Device gesammelten Daten können über das kundenspezifische Leckage-Online-Portal abgerufen werden. Benötigt wird hierfür nur ein Gerät mit Browser und Internetverbindung. „Dies macht das Projekt für alle Beteiligten sehr viel greifbarer. Damit haben Druckluftverantwortliche, aber auch Energie- und Umweltbeauftragte die volle Kontrolle bei der Analyse und Optimierung des Druckluftnetzes. Mögliche Schwachstellen im Druckluftsystem können so besser und schneller aufgedeckt werden. Durch die digitale Dokumentation können die Werte optimal für ein bestehendes Umwelt- und Energiemanagementsystem verwendet werden. Mit einem Klick wird ein Bericht mit allen relevanten Daten erzeugt“, ergänzt Kästle.

Transparenz und Kontrolle dank smarter Unterstützung

Stefanie Kästle, Mader, Bild: Mader
"Typisch ist: Alle wissen um die Problematik von Druckluft-Leckagen und möchten etwas dagegen tun. Häufig geht es darum, wo und wie man sinnvollerweise startet", so Stefanie Kästle, Mader. Bild: Mader

Und Müller, Meier, Schulze? Dank smarter Unterstützung können sie das Leckage-Problem zügig angehen: Herr Müller bekommt dank der Leckage-App Unterstützung bei der Leckageortung und -beseitigung beziehungsweise kann dies falls gewünscht ganz oder teilweise mit einem firmeninternen Team umsetzen. Seine Erfolge kann er dem Chef schwarz auf weiß aufzeigen.

Herr Meier weiß endlich, wo und wie viel Druckluftenergie verschwendet wird und kann nach erfolgreicher Beseitigung der Leckagen einen Punkt auf seiner To-Do-Liste abhaken. Beim nächsten Audit des Umwelt- und Energiemanagementsystems beeindruckt er die Prüfer mit vorbildlich dokumentierter Energie- und CO2-Einsparung. Auch Herr Schulze ist vollauf zufrieden: Es wurden Kosten gespart und er hatte zu jeder Zeit die volle Kontrolle und Übersicht über das Projekt. Und die notwendige Investition? Hat sich schon amortisiert. jl