Prüfstand für In-Line-Prüfung von Proportionalventilmodulen, Bild: Hainzl

Diesen Prüfstand setzt Danfoss Power Solution Aps bei der In-Line-Prüfung unterschiedlicher Proportionalventilmodule ein. Bild: Hainzl

Prüfstände sollten nicht nur für ein spezielles Modell, sondern für eine ganze Bandbreite an Produkten ausgelegt sein. Dazu müssen sie sowohl bei großen als auch bei kleinen Eckleistungen effizient und vor allem genau arbeiten. Ein Hersteller in diesem Bereich ist Hainzl. Das Unternehmen hat für den Mobilhydraulikanbieter Danfoss Power Solution Aps mehrere Prüfstände für Proportionalventile entwickelt und gefertigt.

Die Anforderungsprofile für die Maschinen erstellten die beiden Unternehmen zusammen. Die Proportionalventil-Prüfstände stehen heute in fünf Werken auf vier Kontinenten. Der Ventilhersteller verwendet sie für die automatisierte In-Line-Prüfung während der Produktion und für die automatisierte End-of-Line-Prüfung nach erfolgter Montage. Dabei unterzieht das Unternehmen jeweils 100 Prozent der Ventile einer umfassenden Funktionsprüfung.

Die hohe und stetig steigende Typenvarianz der Prüflinge stellt eine Herausforderung für die automatisierte Prüfung dar. Die Ventile unterscheiden sich sowohl durch Form und Größe als auch durch unterschiedliche elektrische und hydraulische Schnittstellen. Darüber hinaus haben sie unterschiedliche Funktonalitäten und variable Prüfparameter. Durch die auftragsbezogene Produktion prüft das Unternehmen häufig in kleinen Losgrößen von oft nur einem Stück einer Type. Besonders wichtig es war daher, Rüsttätigkeiten zu beschränken oder komplett zu vermeiden, was nicht nur Kosten sondern auch die Möglichkeiten von Fehlbedienung reduziert. Der Prüfstandshersteller setzte außerdem auf das Poka-Yoke-System und technische Vorkehrungen, zum Teil auch in Kombination mit elektronischer Überwachung, um Bedienfehler zu verhindern.