Aebi Autonomes Fahren und ferngesteuertes Lenken, Bild: Aebi

Lässt sich mit Fernsteuerung lenken oder fährt, dank lernender Systeme auch autonom. Der Aebi TT 211, Bild: Aebi

Hohe Sicherheit und Sauberkeit sind bei den kleinen Helfern zu gewährleisten, ohne Abstriche bei der Leistung und Wirtschaftlichkeit zu machen. Gleichzeitig wird der Fokus auf Umweltverträglichkeit verstärkt. Alternative und autonom gesteuerte Antriebe halten langsam Einzug in die Branche. Aufgrund der unterschiedlichen Arbeitstätigkeiten einerseits und dem Kostendruck der Kommunen andererseits lässt sich speziell in Europa bei den kleinen Geräteträgern ein Trend hin zu multifunktionalen Fahrzeugen sehen.

Durch die Auslegung von Fahrzeugen auf Anbaugeräte für mehrere Tätigkeitsfelder wie Reinigen und Schneeräumen können bisher teure, saisonale Kosten, verursacht durch Stillstandzeiten reiner Kehr- oder Räumfahrzeuge, minimiert werden. Wichtig ist, dass Effizienzsteigerungen im Betrieb realisiert und die Anbauten schnell und belastungsgerecht ausgetauscht werden können.

Modulare Anbaugeräte bei Holder, Bild: Holder
Durch die Auslegung von Fahrzeugen auf Anbaugeräte für mehrere Tätigkeitsfelder wie Reinigen und Schneeräumen können bisher teure, saisonale Kosten minimiert werden. Bild: Holder

Die Firma Holder verbaut daher seit Kurzem in ihrem neuesten Fahrzeug aus der C-Reihe, dem 65 PS starken und mit Ein- oder Zweimannkabine lieferbaren C 70, den preisgekrönte Power-Drive-Antrieb serienmäßig. Vier 400 Kubikzentimeter starke Radmotoren sorgen im Vergleich zum normalen Allradantrieb für 40 Prozent mehr Zugkraft und 50 Prozent mehr Steigfähigkeit bei stufenlosem Fahren ohne Zugkraftunterbrechung. Über die intelligente Fahrantriebsteuerung kann bei Transportfahren die Hinterachse abgeschaltet und so eine Kraftstoffeinsparung von bis zu 30 Prozent realisiert werden. Die Schaltung erfolgt dabei vollautomatisch. Je nach Einsatzart kann auch das Drehmoment der Radmotoren angepasst werden. Dadurch können sowohl Arbeiten an großen Steigungen durchgeführt als auch Kraftstoffeinsparungen von über 20 Prozent erzielt werden.

Genormte Anbauräume mit Schwingungstilgung an Front und Heck erlauben eine einfache werkzeuglose Gerätemontage. Am dreidimensional bewegbaren Frontkraftheber können per verstellbarer Fanghaken (von KAT IN auf KAT I) unterschiedliche Anbaugeräte für Mäh-, Kehr- und Reinigungsarbeiten oder den Winterdienst angebracht werden. Neben der Heckaushebung gibt es einen dritten Anbauraum für Aufsattelgeräte. Die Hydraulikschläuche werden jeweils über tropffreie Steckkupplungen verbunden. Ein Ventilblock steuert den Volumenstrom der Hydraulikflüssigkeit. Die Hydraulikpumpe des C70 fördert 37 Liter Hydrauliköl mit einer Leistung von
44 Liter pro Minute. Damit können sowohl vorne als auch hinten am Fahrzeug 1100 Kilogramm Aushub bewältigt werden. Optional kann eine zusätzlich 70 Liter pro Minute leistende Geräteverstellpumpe hinzugefügt werden. Servicearbeiten können über die hydraulisch kippbare Motorraumabdeckung ohne Abbau der Anbau- und Aufsattelgeräte erledigt werden.