Mit dem automatisierten Kühlschmierstoffmanagement CUMA von Hermann Bantleon lassen sich KSS-Qualität, Verbrauch, Werkzeugstandzeiten und Prozessstabilität in der spanenden Fertigung nachhaltig verbessern.
Redaktion FLUIDRedaktionFLUID
CUMA - Schaltschrank + iPad.Hermann Bantleon
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Summary: Seit März 2024 setzt Liebherr Components den Cutting Fluid Manager (CUMA) von Hermann Bantleon und Festo ein. Das System überwacht und regelt Kühlschmierstoffe kontinuierlich und erfasst alle relevanten Zustands- und Verbrauchsdaten digital. Der Kühlschmierstoffverbrauch konnte dadurch um rund 30 % reduziert sowie Prozesssicherheit, Werkzeugstandzeiten und Maschinenverfügbarkeit verbessert werden.
Geringerer KSS-Verbrauch, höhere Werkzeugstandzeiten und
stabilere Prozesse: Die Nachrüstung eines Systems für das Kühlschmierstoffmanagement
und automatisiertes Fluidmanagement zahlt sich mehrfach aus.
Wer in der spanenden Bearbeitung tätig ist, weiß wie wichtig
eine gute Versorgung mit Kühlschmierstoffen (KSS) für die Werkstückqualität,
reproduzierbare Ergebnisse und eine lange Standzeit von Werkzeugen ist.
Trotzdem wird diesem Thema im Alltag oft nur wenig Beachtung geschenkt. Denn
der Fokus liegt auf den Prozessen an der Maschine. Das Überwachen und
Nachfüllen von KSS ist eine oft vernachlässigte Nebensache: So lange
ausreichend KSS am Werkzeug ankommt, wird allenfalls der Füllstand im Tank
kontrolliert. Und wenn nichts mehr kommt, wird eben eine Ladung Konzentrat plus
Wasser nachgefüllt. Doch für eine optimale Kühl- und Schmierwirkung müssen
Parameter wie pH-Wert, Konzentration und Leitfähigkeit des KSS innerhalb
vorgegebener Werte bleiben. Durch bloßes Nachfüllen kann das nicht
gewährleistet werden.
Die Folgen sind ein hoher Verbrauch an Kühlschmierstoffen,
kürzere Werkzeugstandzeiten und eine geringere Prozesssicherheit in der
Fertigung.
Die Lösung: vollautomatisiertes Kühlschmierstoff-Management
Einfache Abhilfe schaffen hier vollautomatische Systeme für
das KSS-Management. Diese überwachen den Kühlschmierstoff kontinuierlich und
füllen bei Bedarf so viel Wasser und Konzentrat nach, dass der KSS innerhalb
der vorgegebenen Werte bleibt.
Was sich einfach anhört, stellt jedoch hohe Anforderungen an
diese Systeme:
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KSS-Konzentration automatisch messen und regeln
Nachrüstbarkeit an bestehende Maschinenparks aller
Hersteller
Integration in verschiedene Fluidmanagementkonzepte
Engmaschiges und präzises Monitoring
Robuste und zuverlässige Technik
Konformität mit der TRGS 611 Kühlschmierstoff
Und: Digitale Erfassung und Auswertung der Verbrauchs- und
Zustandsdaten. Denn das ist entscheidend für die Integration in datengetriebene
Fertigung. Und es belegt die konkreten Einsparungen und den Return-on-Invest
Bis zu 30 % geringerer KSS-Verbrauch sind in der Praxis
möglich
Welchen Effekt ein automatisiertes
Kühlschmierstoffmanagement in der Fertigung haben kann, zeigt das System CUMA,
das seit März 2024 bei Liebherr
Components im Einsatz ist. Entwickelt wurde CUMA – Cutting Fluid Manager
von der Hermann Bantleon GmbH aus Ulm in
Zusammenarbeit mit dem Automatisierungsspezialisten Festo. CUMA besteht aus
verschiedenen Baugruppen für die Steuerung, Analyse, Sensorik und Fluidik – und
lässt sie dadurch einfach in bestehende Anlagen integrieren.
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CUMA + KSS.Hermann Bantleon
Das System misst kontinuierlich und in Echtzeit Parameter
wie Konzentration, pH-Wert und Leitfähigkeit des KSS im Tank. Dadurch werden
Abweichungen sofort erkannt und Menge und Konzentration des KSS durch die
automatische Zugabe von Wasser und Konzentrat auf den Sollwert gebracht. Aber
CUMA geht noch einen Schritt weiter: Das System ermöglicht zusätzlich eine
digitale Erfassung und Auswertung aller Daten zum KSS-Zustand und dem
Verbrauch. Damit erfüllt das automatisierte Fluidmanagement-System CUMA alle
Anforderungen einer vernetzten, digitalen Fertigung.
Bei Liebherr Components reduzierte sich der
Kühlschmierstoffverbrauch in der Produktion durch CUMA um circa 30 %. Neben
diesen direkten Einsparungen verlängert die konstant optimale Qualität die
Standzeiten des Kühlschmierstoffs und der Werkzeuge.
Das wiederum schafft konstantere Bedingungen bei der
Fertigung. Und das wiederum erhöht die Qualität, Prozesssicherheit und
Maschinenverfügbarkeit.
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Fazit: Das Thema KSS erscheint zwar nur als ein Nebenaspekt
in der Fertigung. Doch der positive Effekt einer optimalen KSS-Versorgung ist
immens. Und der einfachste Weg, diese zu erreichen ist ein automatisiertes
Kühlschmierstoffmanagement.
Quelle: Hermann Bantleon GmbH, bearbeitet von: Sabine Königl
FAQ: Kühlschmierstoffmanagement
Was ist automatisiertes Kühlschmierstoffmanagement? Es überwacht kontinuierlich wichtige KSS-Parameter und regelt die Zugabe von Wasser und Konzentrat automatisch.
Welche Vorteile bietet automatisiertes Kühlschmierstoffmanagement? Es kann den KSS-Verbrauch reduzieren, Werkzeugstandzeiten verlängern sowie Prozesssicherheit und Maschinenverfügbarkeit verbessern.
Welche Daten erfasst automatisiertes Kühlschmierstoffmanagement? Das System dokumentiert unter anderem Konzentration, pH-Wert, Leitfähigkeit sowie Verbrauchs- und Zustandsdaten des Kühlschmierstoffs.
Wo wird automatisiertes Kühlschmierstoffmanagement eingesetzt? Das System CUMA ist seit März 2024 bei Liebherr Components im Einsatz.
Wie hoch sind die möglichen Einsparungen durch automatisiertes Kühlschmierstoffmanagement? Nach den Angaben zum Praxisbeispiel reduzierte sich der Kühlschmierstoffverbrauch um circa 30 %.