| von Dagmar Merger
Klaus Wagner von Hänchen, Bild: Hänchen
"Durch die gestiegenen gesetzlichen Anforderungen, vor allem aus der Maschinenrichtlinie, sind die Aufgaben des Hydraulikzylinderherstellers umfangreicher und beratungsintensiver geworden", beobachtet Klaus Wagner von Hänchen. Bild: Hänchen

Einige Hersteller setzten allerdings auch andere Schwerpunkte. Beispielsweise hat Hänchen einen Hydraulikzylinder aus Carbonfasern auf den Markt gebracht. Wagner erklärt: „Schwerpunkt bei der Entwicklung lag auf der leichten Kolbenstange, die es ermöglicht, die bewegte Masse um 70 Prozent zu verringern und dabei sowohl Energiekosten einzusparen, als auch Grenzen im dynamischen Bereich zu erweitern. Durch die besonderen Werkstoffeigenschaften von Carbon, wie nicht rostend, amagnetisch und keine Ausdehnung unter Wärme, können teure Materialien ersetzt und längere Standzeiten erzielt werden.“

Auch bei Neuson Hydrotec haben sich die Entwickler Gedanken um Leichtbau gemacht. Lisa Haslauer sagt: „Besonderes Augenmerk legten wir hierbei auf die Topologieoptimierung der Hydraulikzylinder mit verschiedenen Materialpaarungen und erreichen somit eine Gewichtseinsparung von bis zu 50 Prozent!“ Da die Mehrkosten bei maximal 30 Prozent lägen, stoße der LC50 Neuson Light Line Zylinder bei mobilen Anwendungen auf große Nachfrage, berichtet sie.“Wünscht der Kunde eine weitere Gewichtseinsparung kommt der LC70 Light Line Zylinder mit radial und axial umwickeltem Kohlefasermaterial zum Einsatz, welcher eine Gewichtseinsparung von bis zu 70 Prozent gegenüber einem konventionell gefertigten Hydraulikzylinder erreicht. Aus den Erkenntnissen und Erfahrungen der Leichtbauentwicklungen haben wir uns anschließend mit der Formensprache und dem Design von Hydraulikzylindern beschäftigt und einen Design Zylinder erarbeitet.“ Der Hydraulikzylinder soll damit zum Blickfang werden.

Bei Rexroth lägen die Entwicklungsschwerpunkte im Wesentlichen bei der Verbesserung der Lebensdauer, der Kostenoptimierung sowie der Elektrifizierung und Modularisierung, erklärt Markus Rukaber. „Daraus entstanden in letzter Zeit Produkte wie unsere CDL2-Baureihe: Eine kostenoptimierte geschweißte Zylinderbaureihe speziell für den Einsatz im Industriebereich.“ Bei einem High Performance Zylinder für die Prüftechnik und Kokillenoszillation habe der Hersteller das Dicht- und Lagersystem geändert. „Lebensdauerverbesserungen haben wir durch die konsequente Weiterentwicklung des Tribosystems, bestehend aus Dichtung und Enduroq-Beschichtung für Großzylinder, erreicht. Die Themen Elektrifizierung und Modularisierung haben wir mit unserem Wegmess-System mit CM-Funktion (CIMSmart) und den servohydraulischen autarken Achsen (SHA) weiter vorangetrieben“, fasst der Produktmanager zusammen.

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