Simotics DP Kranmotoren, Bild: Siemens

Die neuen Simotics DP Kranmotoren sind speziell für die feuchte, salzhaltige Luft in Containerhäfen entwickelt. Bild: Siemens

Die Simotics DP Kranmotoren von Siemens bauen auf der 1LE1-Plattform des Anbieters auf. Das Unternehmen hat die Graugussmotoren speziell für feuchte, salzhaltige Luft in den weltweiten Containerhäfen entwickelt. Zusammen mit der Sinamics S120-Umrichterfamilie können sie in allen typischen Anwendungen eingesetzt werden und schwere Lasten bewegen oder heben. Die hohe Leistungsdichte ermöglicht kompakte Abmessungen.

Kranmotoren sind oft extremen Witterungsbedingungen ausgesetzt. Zuverlässigkeit hat deshalb oberste Priorität. Die Kranmotoren erfüllen am Umrichter die Effizienzklasse IES1/IES2. Sie verrichten ihre Aufgabe in Hub-, Katz-, Dreh-, Wipp- und Fahrwerken. Das Lieferspektrum beginnt mit der Achshöhe AH132 und reicht bis in die Achshöhe AH315L. Für den krantypischen Aussetzbetrieb stehen sowohl unbelüftete als auch belüftete Bauweisen zur Verfügung.

Die Kranmotoren setzen auf der Plattform 1LE1 für Standardmotoren der Simotics-Familie auf. So werden bestimmte Gleichteile wie Statoren, Rotoren und Gehäuse standardisiert und die Motoren in ihren Abmessungen gleich gehalten, Varianz wird beispielsweise über Wickelvarianten und mechanische Anbauteile erzeugt. Dies sichert ein weltweit verfügbares Ersatzteilangebot, kurze Reparaturzeiten und hohe Verfügbarkeit. Die Verwendung von Aktivteilen für hohe Wirkungsgrade hilft, im Umrichterbetrieb Energie zu sparen.

Weniger Schwingungen dank Grauguss

Die Komponenten erreichen Leistungen von 1,1 bis zu 481 Kilowatt mit allen gängigen Spannungen bei Drehmomenten von zehn bis 4600 Nm. Der Drehzahlstellbereich liegt bei 730 bis 1730 Umdrehungen pro Minute. Eine Überlastfähigkeit bis teilweise 450 Prozent sorgt für große Momentenreserven bei hohen Stoßbelastungen. Zur Dämpfung eventueller Schwingungen setzt der Anbieter ausschließlich Graugusswerkstoffe für Gehäuse, Lagerschilde und Anschlusskästen ein.

Verschiedene Anbauten in kranspezifischer Ausführung stehen optional zur Verfügung. Feuchteschutzmaßnahmen, beispielsweise Anstrichsysteme und Korrossionsschutz im Motorinnenraum, sollen eine lange Lebensdauer in der Seehafenatmosphäre sicherstellen. Die Motoren sind gegen Umgebungstemperaturen bis 40 Grad Celsius, optional auch höher, Luftfeuchte bis 100 Prozent und salzhaltige Atmosphäre geschützt. do