US-Markt,
Um den US-Markt flächendeckend zu beliefern setzt Eisele auf mehrere große Distributionspartner. (Bild: Eisele)

Die Social Security Number, die jeder Amerikaner mit der Geburt zugeteilt bekommt, ist der persönliche Identifikationsparameter für jegliche berufliche und finanzielle Aktivität in den USA. Als ausländischer Berufstätiger, der lediglich über seine internationale Steuernummer registriert ist, hat man keine Social Security Number, was viele bürokratische Prozesse, Anmeldungen oder Vertragsabschlüsse stark verkompliziert oder im ersten Schritt unmöglich macht.

Ein einheitliches Bank- und Zahlungssystem mit Bankleitzahlen und einfachen Überweisungen sucht man in den USA vergebens. Normale Banküberweisungen sind deshalb teuer. Die Hauptmedien für Zahlungsvorgänge aller Art sind Kreditkarten, die zum Beispiel auch für die Abbuchung der Geschäftsraummiete verwendet werden und klassische Schecks. Die Kreditwürdigkeit wird dabei anhand der Kredithistorie beurteilt, die mit der Social Security Number verknüpft ist. Das heißt, als Firmengründer aus dem Ausland fängt man hier bei Null an und erhält nicht ohne weiteres eine Kreditkarte, selbst wenn man größere Summen investieren möchte. Bei gesetzlichen Änderungen im Bankenwesen, kann es passieren, dass die Bank kurzfristig das Konto kündigt, da eine Kundengruppe, etwa Deutsche, die in den USA eine Firma gründen, als nicht mehr lukrativ genug bewertet wird.

Hinzu kommt das völlig anders aufgebaute Patent- und Rechtssystem. Insbesondere Patentstreitigkeiten können sehr teuer werden und ohne fachkundige Unterstützung schnell das wirtschaftliche Aus bedeuten. Ähnliches gilt für die Produkthaftung.

Deutsches Steuerrecht mag komplex sein, das amerikanische ist besonders. So sind große Unterschiede zwischen vielen der 51 Bundesstaaten zu berücksichtigen und Umsätze werden auch dort versteuert, wo sie realisiert werden. So können zusätzlich zu der Steuererklärung am Firmenstandort weitere in anderen Bundesstaaten erforderlich werden. Nicht selten sind auf einer Rechnung drei verschiedene Steuern ausgewiesen.

Diese Beispiele zeigen, dass der Teufel an vielen Stellen im Detail steckt und man viele kleine Hürden überwinden muss, um in den USA überhaupt Geschäfte abwickeln zu können. Ohne die entsprechenden Kontakte zu einheimischen Fachleuten ist es für einen Mittelständler kaum zu schaffen.

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