Eingangsbereich Messe, Bild: AMA Service

Die Tageskarte zur Messe kostet 26 Euro. Gegen elektronische Vorregistrierung auf der Messe-Seite erhalten Interessenten kostenlose Gutscheine (www.sensor-test.de). Bild: AMA Service

Mit dem flächendeckenden Einzug der Digitalisierung in die Prozessautomation sind die Anforderungen an Sensoren und Messsysteme gewachsen – ebenso wie die Bedeutung entsprechender Technik für die Industrie. Das wird sich auch in der Sensor + Test 2019 widerspiegeln, die von 25. bis 27. Juni 2019 in Nürnberg stattfindet. Die Veranstalter haben mit dem Sonderthema „Sensorik und Messtechnik für die Prozessautomation“ einen Schwerpunkt gesetzt, der reichlich Diskussionsstoff bietet, sei es zu neu entwickelten Messverfahren, selbstüberwachenden Sensornetzwerken oder Systemen zur Prozessanalyse mit Cloud- und KI-Unterstützung. Bei den Ausstellern zumindest kommt das Thema denn gut an: Zwei Monate vor der Veranstaltung meldet der Veranstalter, das dazugehörige Sonderforum in Halle 5, Stand 5-106 sei schon fast ausgebucht.

Sensor Logo, Bild: AMA Service

Auch im Aktionsprogramm zeigt sich die Relevanz dieses Anwendungsbereichs für die Industrie: Zum Rahmenprogramm gehören auch in diesem Jahr die Fachforen in Halle 1 und Halle 5. Und das Forum in Halle 5 steht ebenfalls dem Motto: „Sensorik und Messtechnik für die Prozessautomation“. Zum Redaktionsschluss standen 66 Vorträge auf dem Programm. Zu den Themen gehören beispielsweise:

  • Prozessüberwachung und -automatisierung in der Cloud: Predictive Maintenance am Beispiel von zwei OEMs (Kran- und Automatisierungstechnik) (Dienstag, 11 Uhr, Halle 5)
  • Industrial IoT: Zentrales Messdatenmanagement für Maschinen, Anlagen und Prüfstände effizient umgesetzt (Mittwoch, 13 Uhr, Halle 1)
  • Kabellose, telemetrische Messdatenerfassung an Fahrzeugen und Maschinen (Donnerstag, 11:30 Uhr, Halle 5)

Neuer Kongress-Turnus

neue Produkte, Bild: Althen
Althen stellt auf der Messe drei neue Produkte vor. Bild: Althen

Abweichend vom gewohnten Turnus wird die Sensor + Test bereits in diesem Jahr wieder von der 20. GMA/ITG-Fachtagung Sensoren und Messsysteme 2019 begleitet. Die Tagung ergänzt die Messe um wissenschaftlichen Grundlagen und Ausblicke in die Zukunft der Branche. Die bisherigen AMA-Kongresse Sensors und IRS2 werden dann ab 2020 in die neue internationale Fachkonferenz SMSI 2020 – Sensor and Measurement Science International integriert.

Was gibt es auf der Sensor + Test 2019 zu sehen?

Die Veranstalter erwarten rund 530 Aussteller aus den Bereichen Sensorik, Mess- und Prüftechnik. Dazu gehört beispielswese Althen Sensors & Controls. Das Unternehmen zeigt am Stand 405 in Halle 5 das Vibroline Schwingungsmesssystem der VLE Serie 1-8 sowie den neuen mobilen zehn-Kanal-Messkoffer mit integriertem Datenlogger GL240 in Aktion. Das Schwingungsmesssystem eignet sich für Schwingungskennwertüberwachung von Schwingbeschleunigung, Schwinggeschwindigkeit oder -weg nach DIN ISO 10816/20816, zum Beispiel für Motoren, Lüfter oder Pumpen.

Geländeplan, Bild: AMA Service
Bild: AMA Service

Der Zustand der Maschinen kann an der Gerätefront abgelesen werden. Zu den besonderen Eigenschaften zählen frei einstellbare Bandpass- und Ordnungsfilter, Ausgänge mit vier bis 20 Milliampere für jeden Messkanal, eine Zykluszeit von acht Millisekunden sowie die rasche Auslösung bei Crasherkennung nach 0,7 Millisekunden. Der neu entwickelte Messkoffer ermöglicht ohne lange Montage- oder Anschlusszeiten das mobile Monitoring sowie die Aufzeichnung unterschiedlicher Messsignale. Er ist zur Beschaltung von bis zu zehn aktiven Messwertaufnehmern beziehungsweise Sensoren mit analogem Spannungs- und Stromausgang in Verbindung mit einem Datenlogger vom Typ Graphtec GL240 vorgesehen. Der Datenlogger ist auf einer Montageplatte montiert und kann vom Messkoffer auch getrennt für anderweitige Messaufgaben verwendet werden. Gezeigt wird außerdem der FP5000-Drucksensor mit verbesserter thermischer Stabilität und Genauigkeit.

Beschleunigungssensoren,  Bild: ASC
ASC zeigt neue digitale Beschleunigungssensoren und Neigungssensoren. Bild: ASC

Das Unternehmen Additive stellt auf der Control 2019 sowie der Sensor+Test 2019 erstmals die Software „Salford Predictive Modeler“ (SPM) der Firma Minitab vor. Die Software ist dient zum Entwickeln von prädiktiven, deskriptiven und analytischen Modellen für maschinelles Lernen, Predictive Analytics und Predictive Maintenance. Sie kann mit Datensätzen jeder Größe, Komplexität oder Struktur zusammenarbeiten, und besitzt laut Anbieter hierzu Schnittstellen zu nahezu allen Datenbanksystemen. Die Software enthält die Routinen Cart, Mars, Treenet und Random Forests sowie einzigartige, neue Automatisierungs- und Modellierungsfunktionen.

ASC stellt einen digitalen Sensor der neuen Produktlinie Disens vor: Der MD-002 beziehungsweise MD-008 erfasst Messdaten mit hoher Genauigkeit und macht eine externe Messwert-Erfassung überflüssig. Weitere Stand-Highlights werden die neue IMU 8 für präzise Positionsbestimmungen und der digitale Neigungssensor ASC TSF-360 mit 360-Grad-Messbereich sein.

Bild Prozessautomation,  Bild: AMA Service
In der Prozessautomation wird Sensorik und Automation immer wichtiger. Aus diesem Grund haben die Veranstalter der Messe diesen Bereich als Sonderthema herausgehoben, sodass es dazu ein eigenes Forum in Halle 5 gibt, zusätzlich zum regulären Vortrags-Forum in Halle 5. Bild: AMA Service

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