Messgeraet Hotset, Bild: Hotset

Die neue Gerätegeneration ist netzwerkfähig, hat einen Touch-Screen und ist ausgelegt für Akku-Betrieb. - Bild: Hotset

Das mobile D-System von Hotset ist ein Messgerät zur In-Situ-Analyse des Energiehaushalts verfahrenstechnischer Wasserzyklen. Überall, wo Wasser als funktionelles Medium im Umlauf ist, ermöglicht das Gerät die Überprüfung und Visualisierung von Durchflussmenge, Temperaturverlauf und Druckdifferenzen. Es kann zum Beispiel zur Fehlersuche eingesetzt werden, zur Feinjustage fluidtechnischer Prozesse oder zum Monitoring im Rahmen der Qualitätssicherung. „Wasser wird in der Industrie als Kühl- und Heizmittel, als Transport- und Hydraulikfluid, als Betriebs- und Antriebsmedium und sogar als Treibstoff-Komponente genutzt. Als Instrument der Prozessoptimierung oder mobiles Service-Tool kann unser D-System daher in vielen Branchen wertvolle Dienste leisten“, ist Projektmanager René Schlöter überzeugt.

René Schlöter, Bild: Hotset

„Als Instrument der Prozessoptimierung oder mobiles Service-Tool kann unser D-System in vielen Branchen der Wassertechnik wertvolle Dienste leisten.“

René Schlöter, Projektmanager, Hotset

Als der Hersteller das Gerät vor etwa zwei Jahren in der ursprünglichen Variante im Markt einführte, sprach er damit zunächst die Werkzeugbauer der Spritzgießtechnik an. Der Grund: Der Energiehaushalt der Wasserkreisläufe ist ein wichtiger Qualitätsfaktor für die Temperiersysteme der Werkzeuge. Je mehr Spritzgießer und Werkzeugbauer darüber wissen, desto präziser können sie die Temperierung auslegen. Genau hier setzt das Gerät an, indem es jene Messdaten liefert, die das Bedienpersonal zur Bewertung der Energieströme seiner Wasserkreisläufe benötigt. Projektmanager Schlöter erklärt: „Die Sensoren unseres Datenloggers ermitteln die fließende Wassermenge, die Vor- und Rücklauftemperatur ∆T sowie den Vor- und Rücklaufdruck ∆P. Daraus werden alle relevanten Parameter für die Energie berechnet, die ein Verfahren oder System dem Wasserkreislauf entzieht oder zuführt.“

Früher als geplant kommt der Nachfolger

grafik Messungen,Bild: Hotset
Mehrere Graphen synchron darstellbar: Das Messgerät berechnet und visualisiert die hydrau­lischen und ther­mischen Prozesse in technischen Wasserkreisläufen. Die Ausgabe der erfassten Daten erfolgt über Microsoft Excel. - Bild: Hotset

Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen in Reak­tion auf die rege Nachfrage und positive Resonanz aus dem Kreis der Anwender die Weiterentwicklung des Geräts forciert und stellt nun – früher als geplant – die nächste Modellgeneration des Datenloggers für die hydraulisch-thermische Prozessvisualisierung vor.

Bei der neuen Version kamen Funktionen hinzu, die den mobilen Einsatz verbessern, die Interpretation der Messdaten erleichtern und die Dokumentation komfortabler machen. Eine sichtbare Neuerung ist der 7-Zoll-Touchscreen, der – im Gegensatz zum früheren 2-Zeilen-Display – die farbige und synchrone Visualisierung mehrerer Verlaufskurven oder Graphen im MS-Excel-Format ermöglicht. Dies vereinfacht die prozessorientierte Bewertung der Messergebnisse. Alle aufgezeichneten Daten lassen sich speichern, dokumentieren und intervallweise abgleichen, auch mit anderen Auswerteprozessen. Bei alledem unterstützen die neuen WLAN- und LAN-Schnittstellen die Netzwerk-Anbindung des Geräts sowie den Zugriff auf den Touchscreen zur Visualisierung der Messdaten auf dem PC oder Smartphone. Außerdem lassen sich Prozesse mitloggen und synchronisieren, wobei beispielsweise Grenzwertverletzungen ausgegeben werden können.

Technische Daten

Das neue D-System von Hotset lässt sich in Einkreis- und Mehrkreis-Wassersysteme integrieren. Für die Installation gibt es verschiedene Schnell- und Festanschlüsse. Die Temperaturmessung ist bis zu 85 °C möglich – spontan auch bis 95 °C – und erfolgt mit einer Genauigkeit von ±0,3 K. Druckmessungen können mit einer Genauigkeit von 0,5 % in einem Bereich von 0 bis 10 bar ausgeführt werden. Die Durchflussmessung mit einer Genauigkeit von 1 % FS (bei ≤50 % FS Wasser) erfasst einen Bereich von 1,8 bis 32 l/min. Der Datenlogger liefert Daten im gängigen CSV-Format und der 7-Zoll-TFT-Farbmonitor bietet eine Auflösung von 800 x 400 px.

Neu ist auch die Möglichkeit, das Gerät im Akku-Modus zu betreiben. Dadurch gewinnt der Anwender des Datenloggers Mobilität und kann das Gerät nun unabhängig vom 230-Volt-Netzanschluss auch im Freigelände und in weitläufigen Anlagen nutzen. Dies ist insbesondere für Service- und MRO-Teams interessant.

Bislang wurde das D-System zur Überprüfung neuer und instandgesetzter Wassersysteme (und ihrer Verschlauchung) sowie zum hydraulischen Abgleich temperierter Werkzeuge genutzt. In seiner neuen Ausführung eignet es sich nun für viele weitere Einsatzgebiete. „Auf der Basis der Mess- und Kalkulationsergebnisse unseres Datenloggers können beispielsweise Anwender im Pumpenbau, in der Klarwasserhydraulik, in der Temperiertechnik, in der Heizungstechnik, im Werkzeugbau und vielen anderen Branchen die energetischen Reaktionen ihrer Wasserzyklen bewerten und ihre Systeme entsprechend optimieren“, erläutert Schlöter. Damit liefert das Gerät einen Beitrag zur Reduzierung der Betriebskosten einer Anlage oder Maschine. Als Instrument der vorbeugenden Instandhaltung lässt es sich auch einsetzen, um versteckte Veränderungen in wassertechnischen Prozessen zu identifizieren, etwa durch Pumpenverschleiß oder Schmutzpartikel.

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