Aktualisiert am: 28. Nov. 2018

Noch mehr erstaunliche Fakten zu den Big Trucks

Belaz, das Unternehmen, das mit seinem Muldenkipper bei den Big Trucks auf Platz 1 landet, hat seinen Hauptsitz in Schodsina, Weißrussland. Das Unternehmen stellt Fahrzeuge wie Großmuldenkipper, schwere Erdbaugeräte, wie Radlader oder Betonmischfahrzeuge her.

Der Großmuldenkipper Belaz 75710 hält gleich zwei Weltrekorde inne: Zum einen ist er mit 20,6 Metern der längste Muldenkipper der Welt. Dazu gilt er mit einer Nutzlast von 450 Tonnen und einer Gesamtmasse von 810 Tonnen als der schwerste in Serie gefertigte Muldenkipper der Welt. Aber auch seine weiteren Kennzahlen beeindrucken. Die beiden Kraftstofftanks haben jeweils ein Fassungsvermögen von 2.800 Litern. Weite Strecken sind damit natürlich nicht zurückzulegen: Auf 100 km verbraucht er rund 1.300 Liter.Bewegt wird der Truck von zwei 16-Zylinder-Dieselmotoren von MTU, die eine Leistung von 3.430 kW aufbringen.

Die Kippmulde fasst gehäuft bis zu 269,5 m³ und kann in 26 Sekunden mit zwei Hydraulikkolben aus der Waagerechten in die Kippstellung gebracht werden. Vorgestellt wurde das Fahrzeug 2013. Bereits Anfang 2015 konnte das Unternehmen – anhand der von Navigationssystemen erfassten Daten – vermelden, dass mit dem Belaz 75710 die erste Million Tonnen Material transportiert worden ist.

2005 wurde mit dem Belaz 75600 - der es in der Top 10 auf Platz 5 schafft - der Grundstein für diese Fahrzeugklasse gelegt. Er gilt mit seinen Maßen (fast 10 Meter breit und 8 Meter hoch) als das Basismodell der Wagenklasse mit einem Fassungsvermögen von 320 bis 360 Tonnen.

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Komatsu aus Minato in der Präfektur Tokio ist der zweitgrößte Baumaschinenhersteller der Welt und hat es in der Big-Truck-Top-10 ebenfalls auf diesen Platz geschafft. Gegründet wurde die – heutzutage aus 185 Unternehmen bestehende – Gruppe im Jahr 1921.

Zwar nicht der größte Muldenkipper der Welt, aber der größte von Komatsu, ist der 980E-4. Der Gigantismus, der hier erreicht wird, wird deutlich, wenn man sich anschaut, wie viel ein einzelner Reifen wiegt: 32 Tonnen. Die Nutzlast beträgt über 360 Tonnen. Mit seinem kombinierten Antrieb aus Diesel- und Elektromotor mit gut 3.500 PS schafft der 980E-4 eine Höchstgeschwindigkeit von 61 km/h. Dafür hat er eine Kraftstoffreserve von 5.300 Litern zur Verfügung.

Lediglich bei der Hydraulik wurde bei dem Muldenkipper nach dem Prinzip „weniger ist mehr“ vorgegangen. Das verbaute System ist so designt, dass es weniger Teile benötigt, als es bei anderen OEMs der Fall ist. Die Komatsu-Lösung benötigt einen einzigen Tank für Lenkung, Bremsen und Fördertechnik. Filterelemente sind ebenfalls mit verbaut. Um Stillstandszeiten auf ein Minimum zu reduzieren, kann das Pumpen-Modul als eine komplette Einheit ausgebaut und ersetzt werden.

Kleiner Tipp für noch mehr Gigantismus: Beschrieben wird der Muldenkipper als der geeignete Partner für den PC8000 Großhydraulikbagger, dem derzeit größten Hydraulikbagger von Komatsu.

Aber auch der Komatsu 960E-2 hat es in die Top 10 geschafft, er ist das Vorgängermodell. Flaggschiff der Komatsu-Muldenkipper ist hingegen der 930E-4. Bereits seit 1995 produziert der amerikanische Zweig des japanischen Unternehmens die 930E-Reihe. Über die Jahre wurde der Muldenkipper immer größer. In der vierten Generation transportiert er mehr als 290 Tonnen Erdreich. Er ist rund 9 Meter breit und schafft mit seinen 2737,4 PS eine Höchstgeschwindigkeit von gut 60 km/h.

Kleiner, aber immer noch riesig

Das 1925 gegründete Unternehmen Caterpillar ist der weltgrößte Hersteller von Baumaschinen mit einem Umsatz von über 38 Milliarden US-Dollar in 2016. Der Hauptsitz ist in Peoria, Illinois. Der größte Muldenkipper des US-Unternehmens ist der 797 und schafft es in der Weltrangliste auf Platz 3. Allein die Räder des Fahrzeugs sind mehr als doppelt so hoch wie ein Mensch, insgesamt bringt es der 797 auf sechseinhalb Meter in der Vertikalen. Das Gesamtgewicht beträgt 624 Tonnen bei einer Nutzlast von 363 Tonnen. Möchte er diese abladen, benötigt die Hydraulik 25 Sekunden für einen Hub.

Als Motor dient ein Cat C175-20, ein wassergekühlter Viertakt-Diesel, der serienmäßig auf einen 3.785-Liter-Kraftstofftank zurückgreifen kann. Beladen ist die Höchstgeschwindigkeit des Riesen-Trucks 67,6 km/h - und damit ist er schneller als die beiden Größten von Belaz und Komatsu.

Der Caterpillar 795F AC schafft es auf 3.448 PS - genug, um den mit 313 Tonnen Nutzlast siebtgrößten Kipper der Welt anzutreiben.

Die 1949 gegründete Firmengruppe Liebherr erzielte im Jahr 2016 mit einem Gesamtumsatz von rund 9 Milliarden Euro den dritthöchsten Umsatz in ihrer Geschichte. Die Sparte Mining der Firmengruppe beliefert die internationale Bergbau-Industrie mit Großmaschinen für den Abbau von Rohstoffen im Tagebau. Koordiniert werden diese Aktivitäten von der Spartenobergesellschaft Liebherr-Mining Equipment SAS in Colmar, Frankreich. Die diesel-elektrisch angetriebenen Großmuldenkipper dieser Sparte erreichen Nutzlasten von 220 Tonnen bis 360 Tonnen.

Der Liebherr T 284 Mining Truck ist Liebherrs Weiterentwicklung des T 282 C. Trotz reduziertem Kraftstoffverbrauch, bleibt der T 284 der leichteste (niedrigstes Leergewicht mit 237 Tonnen) und leistungsfähigste (höchste Nutzlast; 4.023 PS) ultra-class Mining Truck der Welt. Das „Leichtgewicht“ schafft trotzdem eine Menge Erdreich weg: insgesamt 363 Tonnen pro Fuhre.

Hitachi ist ein weltweit agierender Elektrotechnik- und Maschinenbaukonzern mit Sitz in Tokio. Mit dem Gründungsjahr 1910 ist es das älteste Unternehmen in dieser Reihe. Etwas "überschaubarer" dimensioniert ist sein EH5000AC-3 von Hitachi. Pro Zyklus schafft er 296 Tonnen Material auf einmal weg. Die Motornennleistung liegt bei 2.125 kW und eine maximale Geschwindigkeit von 56 km/h kann gefahren werden.