Traktorkonzept auf dem Feld, Bild: Case IH
Der autonome Traktor kann mittels PC oder Tablet überwacht und gesteuert werden. Bild: Case IH

Darüber hinaus kann der Traktor über PC oder Tablet überwacht und gesteuert werden. Auf einer vollständig interaktiven Benutzeroberfläche werden Maschinendaten und Bilder angezeigt und aufgezeichnet und die nötigen Funktionen können ausgeführt werden. Auf einem Wegebildschirm ist zu sehen, wo der Traktor gerade unterwegs ist.

Ein anderer Bildschirm zeigt in Live-Kamera-Feeds die Sicht vom Fahrzeug aus, während ein dritter Bildschirm zur Überwachung und Modifikation wichtiger Maschinen- und Anbaugeräteparameter vorgesehen ist, beispielsweise Motordrehzahl, Kraftstoffvorrat und Anbaugeräteeinstellungen wie etwa die Aussaatstärke.

Auch die Fahrstrecke auf das Feld lässt sich planen, sofern sie nicht über öffentliche Wege führt.

Sicherheitspaket ist im Traktor integriert

Das Sicherheitspaket des ACV hat Case IH in Zusammenarbeit mit dem Technologieanbieter ASI entwickelt. Es umfasst die neuesten Infrarot-, Metalldetektions-, Radar-, Laser- und Videotechnologien. So ist für reibungslose Funktion und nicht zuletzt die Sicherheit Dritter gesorgt.

Erkennt der Traktor ein Hindernis auf seinem Weg, bleibt er stehen und auf dem Steuerbildschirm erscheint eine Warnung. Der Traktor kann in einem solchen Fall unterschiedlich reagieren: Er wartet auf das Eingreifen eines Bedieners, umfährt das Hindernis oder setzt die Fahrt bei Hindernissen wie einem Strohhaufen einfach fort. Kreuzt ein anderes Fahrzeug seinen Weg und fährt weiter, bleibt der Traktor kurz stehen und setzt seine Fahrt fort, sobald der Weg frei ist.

Fällt das GPS-Signal aus, stoppt das Fahrzeug automatisch. Außerdem kann es mit einer Stopptaste auf dem Steuerbildschirm manuell gestoppt werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, so genannte „Big Data“ wie beispielsweise Wetteraufzeichnungen in die Software zu integrieren, um ideale Bedingungen bestmöglich nutzen zu können und den Traktor unabhängig von Tages- oder Nachtzeit zu betreiben.

Das Fahrzeug wird dann automatisch gestoppt, wenn wechselhaftes Wetter zu einem Problem werden könnte, und der Betrieb wieder aufgenommen, wenn sich die Bedingungen ausreichend verbessert haben.

Alternativ kann das autonome Fahrzeug über private Straßen auf ein anderes Feld umgeleitet werden, wenn die Bedingungen dort besser sind – beispielsweise ein leichterer Boden oder kein Regen.

Arbeit an optimierten Anbaugeräten

„Zwar ist das ACV im Moment noch ein Konzeptfahrzeug, aber die Produktentwicklung schreitet voran und die darin verbaute Technologie wird gebraucht und ist praxisreif. Natürlich verfolgen wir auch die Entwicklungen in der Gesetzgebung für autonome Fahrzeuge und arbeiten bereits an einem Element für Straßenfahrten. Auch die Optimierung von Anbaugeräten für den autonomen Einsatz ist ein Thema mit dem wir uns beschäftigen“, sagt Dan Stuart. hei