Ölkanne, Bild: Pixarbay

Mit dem richtigen Schmiermittel sparen Betreiber bares Geld, Bild: Pixarbay

| von Philipp Theilmann, Timken Europe

Schmierung dient dazu, Wärme abzuführen, Verschleiß und Reibung zu reduzieren, Abrieb zu verringern und Lageroberflächen vor Korrosion zu schützen. Um ein Maximum an Leistung zu erzielen, müssen Schmiermittel und Schmierverfahren sorgfältig ausgewählt werden – etwa von Groeneveld oder Interlube.

Ebenso wie Öl haben auch einfache und hochwertige Schmierfette ihre Beschränkungen, die auf Korrosion, Betriebsdrehzahl, Temperaturschwankungen oder wechselnde Belastungen basieren. Diese gilt es zu berücksichtigen. Jede einzelne Kombination dieser Faktoren mag unterschiedliche Schmierfetteigenschaften oder -zusammensetzungen erfordern, um den besten Schutz zu bieten. Und was in einer Anwendung funktioniert, kann in der anderen falsch sein.

Die richtige Schmierfettauswahl setzt ein umfassendes Verständnis von Lagertyp, Betriebsumgebung, Anwendungsanforderungen sowie der Schmierfette voraus, die diese Anforderungen erfüllen. Ein Anwender in einem Stahlwerk sucht beispielsweise ein Produkt zum Einsatz in Walzenzapfenlagern. Diese Bedingungen erfordern ein Fett mit optimaler Widerstandsfähigkeit gegen Korrosion und Wasserausspülungen. Ein Fett mit langer Lebensdauer wie ein synthetisches Fett wären hier nicht die beste Wahl, da die Fettlebensdauer nichts mit einem Lagerausfall zu tun hat – dafür ist vielmehr die Entstehung von Rost und Korrosion im Lager verantwortlich.

Unterschiedliche Lagerbauformen können außerdem unterschiedliche Verdicker erfordern. Ein Kugellager mittlerer Drehzahl etwa, das bei moderater Last arbeitet, benötigt eine andere Schmierung als ein Kegelrollenlager bei denselben Bedingungen. Das Kugellager braucht wegen seines Punktkontakts mit Kugel und Laufbahn ein Fett mit minimaler Widerstandsfähigkeit gegen Wälzbewegung, um Gleiten zu verhindern.

Wichtig ist schließlich, die verschiedenen Schmierfettkategorien zu kennen. Gebrauchsfette sind für Universalanwendungen gut geeignet. Diese kostengünstigen Produkte basieren auf Lithiumseife, Kalziumseife und Tonerde. Seifenartige Fette sind normalerweise temperaturbegrenzt und enthalten nicht immer hochwertige Additive. Spezialfette sind in der Regel teurer, aber für anspruchsvolle Leistungsspezifikationen wie Wassereintritt oder erhöhte Temperaturen entwickelt. Diese Fette enthalten meist einen Verdicker wie Kalziumsulfonat, Polyharnstoff oder Lithium-, Aluminium- oder Kalziumkomplex, und oft auch hochwertige Additive und synthetische Ölbasen, die Synthetik-Schmierfette erzeugen.

Anwendungsspezifische, maßgeschneidert gestaltete Schmiermittel-Lösungen tragen dazu bei, dass Lager und Bauteile in industriellen Umgebungen effizient arbeiten. Zusätze für den Einsatz bei hohen Temperaturen, gegen Verschleiß und zur Wasserabstoßung bieten Schutz bei anspruchsvollen Bedingungen, verlängern die Lagerlebensdauer, fördern die Produktivität und reduzieren Stillstandzeiten. do

Diese Themen interessieren Sie? Mit dem wöchentlichen fluid-Newsletter sind Sie immer auf dem Laufenden.

Kostenlose Registrierung

Newsletter
Bleiben Sie stets zu allen wichtigen Themen und Trends informiert.
Das Passwort muss mindestens acht Zeichen lang sein.

Ich habe die AGB, die Hinweise zum Widerrufsrecht und zum Datenschutz gelesen und akzeptiere diese.

*) Pflichtfeld

Sie sind bereits registriert?