Symbolbild schnelle Inbetriebnahme, Bild: Adobe Stock/Friedberg

Für den Steuerungstechniker verhält sich der Antrieb wie ein elektromechanischer Antrieb. Bei der Inbetriebnahme genügt eine halbe Stunde für das Einstellen von Kennwerten. Bild: Adobe Stock/Friedberg

Für Dierk Peitsmeyer, Produkt-Portfolio-Manager bei Bucher Hydraulics, sind elektrische und hydraulische Antriebe ein Traumpaar, keine Konkurrenten: „Es heißt oft, dass die elektrische oder elektromechanische Antriebstechnik die Hydraulik ersetzen soll. Das sehe ich aber gerade bei größeren und stärkeren Linearantriebe als nicht sinnvoll an. Besser ist es, elektrische und hydraulische Antriebstechnik zu verbinden.“

Dass es sich bei dieser Ansicht nicht nur um den frommen Wunsch eines Hydraulikherstellers handelt, will das Unternehmen auf der Sonderschau „Intelligente Fluid- und Antriebstechnik“ des VDMA beweisen. Sie findet im Rahmen der Hannover Messe in Halle 23 statt. Der Hydraulikanbieter zeigt dort den Alpha-X-Demonstrator, der ein typisches, in vielen Maschinen vorkommendes Lastprofil abbildet. Er ist mit einem kräftigen Federpaket (20 Kilonewton) und einer Lastmasse 350 Kilogramm ausgestattet. Besucher können den Demonstrator mit einem Joystick bedienen.

„Wir lassen das System nicht in einem festen Zyklus laufen, sondern jeder Besucher kann die für ihn interessanten Betriebspunkte wie Anfahren, langsam Fahren, Positionieren, Quadrantenwechsel oder Ansprechverhalten ausprobieren“, erklärt Peitsmeyer. „Auf diese Weise kann jeder mal die Performance bei kritischen Betriebspunkten im wahrsten Sinn erfahren.“

Als interessant empfindet der Manager auch den Einsatz eines realistischen Lastprofils mit 20 Kilonewton, das etwa einem hydraulischen Betriebsdruck von 160 bar entspricht. So würde der Demonstrator, der ohne Tank und Kühler auskommt, auch nach einem langen Messetag mit vielen Demos sich nicht nennenswert erwärmen. „Das ist das, wo wir in der Hydraulik hinkommen wollen: einen drehzahlvariablen, ohne Drosselverluste im geschlossenen hydraulischen Kreis arbeitenden Antrieb“, sagt der Fachmann. „Wir haben also eigentlich einen Linearantrieb für große Kräfte entwickelt, der oberhalb der Performance einer sonst üblichen Kugelrollspindel zum Einsatz kommen kann.“