Anlauf Parker, Bild: Parker

Der ServiceJunior mit Datenlogger ist mit der Kunststoffhülle robust gegen Stöße gut geschützt. geschützt. Je nach Druckbereich hat die Außenhülle eine andere Farbe. Bild: Parker

| von Georg Kälble, Parker

Die vorausschauende Wartung von Maschinen und Anlagen ist weit mehr als ein geflügeltes Wort im industriellen Instandhalter-Kontext. „Eigentlich sind wir als Hersteller von Verschraubungssystemen für Hochdruckanwendungen bekannt. Die Idee, dass wir uns mit der Entwicklung und Produktion von Messinstrumenten beschäftigen sollten, war beinahe zwangsläufig“, sagt Jutta Etzkorn von Parker. „Unsere Kunden zeigten seit jeher ein starkes Interesse an Prüfsystemen, mit denen sie die zuverlässige Funktion hydraulischer Systeme – in denen oft auch unsere Verschraubungen und andere Produkte verbaut waren – ebenso schnell wie einfach überprüfen konnten. Diese Erwartungshaltung hat sich in all den Jahren auch nicht verändert“, so Etzkorn weiter.

„Bei der Entwicklung des ServiceJunior haben wir uns an der Praxis des Hydrauliktechnikers orientiert. Wir wollten ein Gerät auf den Markt bringen, das ohne viel Schnickschnack auskommt, in seiner Robustheit widrigsten Einsatzbedingungen trotzt, einfach zu handhaben ist und trotzdem sehr genaue Messergebnisse abliefert.Die neue Geräteversion mit Datenlogger-Funktion übernimmt die eben genannten Charakteristika des ServiceJunior und wird die Messmöglichkeiten jetzt noch erweitern“, ergänzt die Produktmanagerin.

Eines der ersten und bis heute erfolgreichsten SensoControl-Geräte ist der ServiceJunior. Auf den ersten Blick ähnelt der Junior mit seinem kreisrunden Gehäuse einem klassischen, analogen Manometer. Doch unter der Metallhaube verbirgt sich eine moderne Messtechnik, die das Messen, Anzeigen und jetzt auch das Speichern von Drücken in einem Gerät ermöglicht. Durch das 4,5-stellige Display werden die ermittelten Werte mit hoher Genauigkeit dargestellt. Die Hintergrundbeleuchtung ermöglicht zudem ein fehlerfreies Ablesen selbst in dunklen Bereichen einer Anlage.

Mit 90 Millimeter im Durchmesser ist der ServiceJunior relativ kompakt designed. Mit Genauigkeiten bis zu 0,1 Prozent lässt sich mit einem Gerät ein breites Spektrum an Drücken mit hoher Präzision messen. Ein einziger ServiceJunior ersetzt dem Servicetechniker ein komplettes Set von analogen Manometern.

Druckmesser mit Gummischutz

Besonderes Kennzeichen des ServiceJunior ist der farbige Gummischutz. Je nach Druckbereich des Gerätes hat er eine andere Farbe, so dass es in der Anwendung der kleinen Messhelfer zu keinen Verwechslungen kommen kann. Zudem schützt er zuverlässig vor Stößen, und macht den ServiceJunior zusammen mit dem Gehäuse aus Zinkdruckguss und Schutzklasse bis zu IP67 zum robusten, zuverlässigen Messhelfer. Damit ist er auch in puncto Haltbarkeit im rauen Alltag einem analogen Manometer im Vorteil. Druckspitzen oder abfallende Drücke erfasst der ServiceJunior mit einer Abtastrate von 10 Millisekunden. Sie werden als Min-, beziehungsweise Max-Werte festgehalten und direkt angezeigt. Das Gerät kann in bar, mbar, PSI, kPa oder MPa messen. Dank dieser umschaltbaren Werte ist der ServiceJunior mit Datenlogger ohne großen Aufwand in unterschiedlichen Mess-Situationen flexibel einsetzbar.

Genau wie sein „kleiner Bruder“ besitzt der neue ServiceJunior mit Datenlogger eine robuste Konstruktion, klar strukturierte, übersichtliche und leicht handhabbaren Bedienfelder. Die Messbereiche reichen bis 1.000 bar und decken damit das Gros der Messaufgaben ab.

Datenverarbeitung des Druckmessers

Gerät einzeln, Bild: Parker
Der vom Gerät maximal erfassbare Druckbereich (bis 1000 bar) lässt sich an der jeweiligen Farbe der Außenhülle erkennen. Bild: Parker

Die Datenloggerfunktion mit Echtzeituhr zeichnet auf Tastendruck bis zu 24 Stunden auf. Alle Daten werden automatisch komprimiert.  Damit kann sich der Techniker komplexe Berechnungen des Speicherintervalls und zeitaufwendiges Konfigurieren sparen. Unabhängig von Messdauer/Speicherrate misst der ServiceJunior Druckspitzen aber mit 10 Millisekunden und zeichnet sie als Min/Max-Werte mit auf. 

Einmal erfasst, werden die Messdaten im CSV-Format gespeichert und sind über die integrierte USB-Schnittstelle einfach auszulesen. Sie sind ohne ein spezielles Programm schnell und einfach auswertbar. Das bietet die Möglichkeit einer tieferen Analyse, der Dokumentation und damit auch Messvergleiche anzustellen. Druckverläufe können abgebildet und Druckspitzen zeitlich eingeordnet werden. Dies alles ermöglicht es dem Techniker, den Zustand eines Aggregates vor Ort noch genauer zu beurteilen. 

Bleiben Sie informiert

Diese Themen interessieren Sie? Mit unserem Newsletter sind Sie immer auf dem Laufenden. Gleich anmelden!