Symbolbild Digitalisierung, Bild: Fotolia

Digitale Komponenten-Datenbanken sind für Konstrukteure wahnsinnig praktisch. Viele Hersteller konzentrieren beim Vertrieb jedoch hauptsächlich auf die Messen, kritisiert Jürgen Heimbach. Bild: Fotolia

Was bedeutet die Digitalisierung für Entwicklungsprozesse?

Weltweit ist Industrie 4.0 beziehungsweise die Digitalisierung der produzierenden Industrie ein wichtiges Thema. Die Begriffe „Digitale Revolution“, „Industrie 4.0“ und „IoT“ sind in aller Munde. Als Softwarehersteller beschäftigt sich Cadenas bereits seit 2015 intensiv mit der Thematik und ist mit seinen innovativen Softwarelösungen Teil der digitalen Revolution. Cadenas geht gemeinsam mit seinen Kunden erfolgreich in Richtung Industrie 4.0 und Internet of Things. Denn IoT und Industrie 4.0 sind mehr als nur Buzzwords und flüchtige IT-Trends oder eine Aufgabe für Informatiker. Industrie 4.0 beginnt schon im Engineering und bei den Komponentenherstellern.

Jürgen Heimbach, Bild: Cadenas
"87 Prozent der heruntergeladenen Engineering-Daten werden auch gekauft", sagt Jürgen Heimbach, Geschäftsführer bei Cadenas. Bild: Cadenas

Was sind die Vorteile einer digitalen Produktdatenbank für Kunden, Konstrukteure und so weiter?

Je stärker einzelne Bauteile im Fertigungsprozess miteinander kommunizieren sollen, desto intelligenter müssen auch die digitalen Daten sein. Stichwort: Digitaler Zwilling. Wer wettbewerbsfähig bleiben und vom Potenzial digitaler Technologien profitieren möchte, sollte mit Cadenas aufrüsten. Mit diesen Softwarelösungen können Komponentenhersteller Industrie 4.0 konkret anwenden und nutzen, zum Beispiel werden intelligente Engineering-Daten mit zusätzlichen Informationen, wie Kinematik, physikalische Grenzen, Beschleunigungsdaten et cetera über einen Elektronischen Produktkatalog bereitgestellt, sodass sich die Time-to-Market für Konstrukteure deutlich verkürzt. Und in Verbindung mit dem Mechatronic Concept Designer (MCD) von Siemens PLM können technische Anlagen vor Inbetriebnahme virtuell getestet werden.

Was sind die ersten Schritte in eine digitale Produktdatenbank?

Für den Aufbau einer Produktdatenbank ist als Basis ein gut organisiertes Produktportfolio der Komponenten notwendig. Wichtige Engineering- und Procurement-Informationen zum Produkt, zu Lieferzeiten oder Zertifikaten müssen gebündelt werden, da sie für den Aufbau einer hochwertigen Lösung unerlässlich sind.

Wann sollten sich Unternehmen mit dem Aufbau der digitalen Produktdatenbank befassen?

Je früher, desto besser. Oftmals legen Marketing- und Vertriebsbereiche in kleinen, mittleren und auch großen Unternehmen ihr Hauptaugenmerk auf Messen. Das ist grundsätzlich nicht falsch, aber Unternehmen unterschätzen dabei, dass die Entscheidung, ob und wie ein Produkt eingesetzt werden soll, zumeist schon im Engineering getroffen wird. Denn Ingenieure integrieren die Komponenten in der Produktentwicklung. Daher gilt: Werden schon während der Konstruktionsphase hochwertige Engineering-Daten für Ingenieure zum Download bereitgestellt, ist die Kaufentscheidung so gut wie getroffen. Die Beschaffung erfolgt dann folgendermaßen: Von der digitalen Bibliothek geht das Kaufteil in das Engineering CAD System, ins PLM System und dann in Form einer Stückliste (BOM) in das Warenwirtschaftsystem (ERP/SAP). Danach löst der Einkauf die Bestellung aus.

Wie verändert eine digitale Produktdatenbank das eigene Geschäft?

Zahlreiche Kunden konnten mit unserer digitalen Lösung, die Industrie 4.0 unterstützt, die Vermarktung ihrer Produkte optimieren und den Download von digitalen Daten um 500 Prozent und mehr steigern. Rund um die Uhr und weltweit haben Ingenieure Zugriff auf Komponentendaten. Die durchschnittliche Erfolgsrate zeigt: 87 Prozent der heruntergeladenen Engineering-Daten werden auch gekauft und der Umsatz dadurch gesteigert.

Treffen Sie Digitalisierungsexperten auf dem Hydraulikgipfel 2018

Jürgen Heimbach wird auf dem Hydraulikgipfel 2018, der am 9. Mai in Würzburg stattfindet, einen Vortrag zu digitalen Produktdatenbanken halten. Der Kongress befasst sich mit der kosteneffizienten Digitalsierung in hydraulischen Maschinen und Anlagen, neuen Geschäftsmodellen in der vernetzten Industrie und künftigen Anforderungen an hydraulische Systeme. Bei sogenannten Big-Table-Meetings können Teilnehmer mit den Referenten direkt ins Gespräch kommen. Tickets sind unter hydraulikgipfel.de für 889 Euro (beziehungsweise 1059 inklusive Mehrwertsteuer) erhältlich. do