Auch unter beengten Verhältnissen lassen sich Rohrverbindungen mit hoher Qualität und Reproduzierbarkeit montieren. Bild: Stauff

Auch unter beengten Verhältnissen lassen sich Rohrverbindungen mit hoher Qualität und Reproduzierbarkeit montieren. Bild: Stauff

Ruder- und Ladeanlagen, Klappen und Tore, Stabilisatoren und Winden: Das sind nur einige von vielen Einsatzbereichen für Hydraulikanlagen im Schiffbau. Hinzu kommen verschiedene andere Fluidsysteme, unter anderem für die Kalt- und Warmwasserversorgung, Ballastwasserverteilung, Sprinkleranlagen und sonstige Versorgungsleitungen. Für die Montage der entsprechenden Rohrleitungen bedeutet das: Es sind zahlreiche unterschiedliche Verbindungselemente zu montieren. Hier haben sich Rohrverschraubungen ent-sprechend ISO 8434-1 beziehungsweise DIN 2353 mit metallisch dichtenden oder weichdichtenden Doppelkanten-Schneidringen durchgesetzt, wie sie zum Beispiel im Connect-Programm enthalten sind. Bei besonders hohen Ansprüchen kommen Rohrumformsysteme wie Stauff Form zur Anwendung. Ebenso groß ist die Vielfalt bei den verwendeten Werkstoffen: Im Außenbereich, wo Seewasserbeständigkeit gefordert ist, kommen Edelstahlverschraubungen zum Einsatz, im Innenbereich Verschraubungen aus Stahl mit mehr oder minder beständiger Oberflächenbeschichtung sowie im Einzelfall speziellen Legierungen wie etwa Kupfer-Nickel-Eisen mit erhöhter Beständigkeit für seewasserführende Leitungen. Typisch für den Schiffbau sind darüber hinaus eine hohe Anzahl an Verschraubungen auf großer Fläche sowie eine große Vielfalt an Rohrdurchmessern und Wandstärken. Teilweise sind die Rohre sehr dünnwandig und der Abstand der Leitungen zueinander ist gering.

Unter diesen Bedingungen gibt es nur zwei ernsthafte Möglichkeiten, die Leitungssysteme am Einsatzort zu montieren oder zu reparieren: die rein manuelle Montage vor Ort mit zwei Gabelschlüsseln oder den Einsatz der neuen Montagemaschine aus dem Press-Programm mit der Bezeichnung SPR-PRC-H-M. Die Maschine ist uneingeschränkt mobil einsetzbar und eignet sich für die druckgesteuerte Montage aller gängigen Schneidringvarianten auf Rohrenden aus Stahl, Edelstahl und anderen Werkstoffen bis zu einem Außendurchmesser von 42 Millimeter (Leichte Baureihe) oder 38 mm (Schwere Baureihe). Ihr Einsatz entlastet das Montagepersonal und schafft zugleich die Voraussetzung für reproduzierbare Montageergebnisse auf hohem Qualitätsniveau auch bei unterschiedlichen Rohrdurchmessern und -werkstoffen.

Energie per Lithium-Ionen-Akku

Zwei wesentliche Eigenschaften schaffen die Voraussetzung für den mobilen Einsatz in Werften und auf Schiffen. Die Maschine ist kompakt gebaut und findet, zusammen mit Zubehör und weiterem Montagewerkzeug, in einem mitgelieferten rollbaren Transportkoffer Platz. Das geringe Gewicht von weniger als 7 Kilogramm, inklusive Akku, erleichtert den Einsatz vor Ort. Dort kann die Maschine als Handwerkzeug bedient oder auf einem Dreibein oder mit einer Tischhalterung montiert werden. Außerdem ist keine externe Stromversorgung erforderlich, denn als Stand-alone-Lösung bezieht die Maschine ihre Energie über einen leistungsstarken Lithium-Ionen-Akku, der je nach Rohrdurchmesser bis zu 200 Montagevorgänge ohne Zwischenladung ermöglicht. Im Servicekoffer ist standardmäßig eine Ersatzbatterie enthalten. Platz findet hier auch das Ladegerät. Die Maschine, die Stauff auf der Hannover Messe 2017 erstmals vorgestellt hat, arbeitet nach dem Prinzip der druckgesteuerten Montage. Die für die einzelnen Durchmesser empfohlenen Einstellparameter für die Werkstoffkombination Stahl und Stahl sind praktischerweise direkt auf der Maschine aufgedruckt und so stets verfügbar. Die Werte lassen sich bei Bedarf auch für abweichende Werkstoffe und Werkstoffkombinationen adaptieren und über das Einstellrad der Maschine denkbar einfach eingeben. Die visuelle Überprüfung und Bewertung des Montageergebnisses erfolgt, wie bei Schneidringverschraubungen üblich, anhand des deutlich erkennbaren Materialaufwurfs vor der ersten Schneidkante des Rings.

Fehl-, Über- und Untermontagen vermeiden

Da der Anwender nur wenige Sekunden benötigt, um den Werkzeugwechsel durchzuführen und per Einstellrad die Montageparameter zu verändern, lassen sich auch Rohrverschraubungen unterschiedlicher Baugrößen, Serien und Werkstoffe montieren. Hier gilt also das Motto „Eine Maschine für alle Anwendungen“. Dabei bleiben Prozesssicherheit und Zuverlässigkeit gewährleistet. Gegenüber der rein manuellen Montage bietet der Einsatz der Montagemaschine den Vorteil, dass das Montagepersonal schneller arbeiten kann und weniger stark belastet wird. Zudem sind die Gefahr von Fehl-, Über- und Untermontagen und das daraus resultierende Risiko von Leckagen deutlich geringer, und die maschinelle Schneidringmontage sorgt für eine hohe Prozesssicherheit. Mit diesen Eigenschaften ist die neue Montagemaschine bestens für den flexiblen Einsatz auf Schiffen und Werften sowie in Offshore-Anlagen geeignet. Darüber hinaus leistet sie gute Dienste bei der Serienmontage kleinerer Mengen sowie bei Anwendungen in den Servicefahrzeugen und Werkstätten von Instandhaltungs- und Wartungsdienstleistern der Hydraulik. aru

Autarkes Leichtgewicht im Rollkoffer

Alles an Bord: Die Maschine samt Zubehör und Ersatzbatterie wird in einem rollbaren Servicekoffer geliefert. Bild: Stauff
  • Name: Montagemaschine aus dem Press-Programm mit der Bezeichnung SPR-PRC-H-M.
  • Kennzeichen: Uneingeschränkt mobil einsetzbar, für die druckgesteuerte Montage aller gängigen Schneidringvarianten auf Rohrenden aus Stahl, Edelstahl und anderen Werkstoffen bis zu einem Außendurchmesser von 42 mm (Leichte Baureihe) oder 38 mm (Schwere Baureihe).
  • Eigenschaften: Kompakt gebaut, Gewicht von weniger als 7 kg. Ein Lithium-Ionen-Akku ermöglicht je nach Rohrdurchmesser bis zu 200 Montagevorgänge ohne Zwischenladung.
  • Einsatzbereiche: Auf Schiffen und Werften sowie in Offshore-Anlagen, in den Servicefahrzeugen und Werkstätten von Instandhaltungs- und Wartungsdienstleistern der Hydraulik.