So entwickelt sich der Markt

Wie sieht das wirtschaftliche Umfeld für Motion Control und Steuerungstechnik im Bereich Fluidik aus? fluid fragte Vertreter der Industrie. Martin Sykora, Leiter technischer Vertrieb Mobilelektronik bei Bosch Rexroth: „Wir sehen mittel- und langfristig weltweit einen hohen Bedarf an mobilen Arbeitsmaschinen. In den Industrieländern hat sich ein Investitionsstau bei der Infrastruktur gebildet. Hinzu kommen noch schärfere Emissionsregelungen. Schwellenländer investieren massiv und ersetzen zunehmend manuelle Arbeiten durch mobile Arbeitsmaschinen. Zahlreiche Aufgaben werden automatisiert und mobile Arbeitsmaschinen durchgängig vernetzt sein.“

Andreas Kling, Product Manager Power & Controls EMEA bei Eaton: „Die Maschinenkosten sind in den letzten Jahren aufgrund von Vorschriften und zunehmenden Anforderungen gestiegen. Endanwender suchen nach Investitionen, die sich schneller amortisieren. Fortschritte in der Last- und Bewegungssteuerung ermöglichen es, diese Investitionen zu rechtfertigen, indem sie eine höhere Leistung auf der Baustelle erbringen.“

Andreas Reichhardt, Geschäftsführer Reichhardt Steuerungstechnik: „Es ist davon auszugehen, dass sich die anhaltend hohe Nachfrage in nahezu allen Bereichen der mobilen Arbeitsmaschinen in den nächsten Jahren zwar deutlich abschwächen wird, jedoch mit unterschiedlicher Ausprägung. Die aktuelle wirtschaftliche Lage bietet hier ideale Voraussetzungen zur Einführung der neuen ‚Smart Connected Technologien‘. Diese Chance gilt es jetzt zu nutzen.“

Michael Gieselmann, Teamleiter Produktmanagement Industrie DACH bei Schneider Electric: „Die Branche boomt – und zwar weltweit. Bauteile und Materialien sind derzeit so gefragt, dass es immer wieder zu Engpässen kommt, die wir mit engagierten Mitarbeitern meistern können. Die Digitalisierung und Vernetzung von Produktionsprozessen ist die Zukunftstechnologie, die es uns ermöglichen wird, solche Herausforderungen effizienter zu meistern und mit neuen Geschäftsmodellen, basierend auf Daten, einen hohen Mehrwert für die Maschinenbauer zu schaffen.“

Christian Voß, Leiter Produktmanagement Linear- und Drehwegsensoren bei Turck: „Gerade im mobilen Umfeld steht die Branche vor den Herausforderungen, neue Daten (zum Beispiel das Bild einer VR-Brille) zu verarbeiten und in Arbeitsabläufe einzubinden – immer unter Betrachtung aller sicherheitsrelevanten Erfordernisse.“

Andreas Reichhardt, Dr. Pohlmann, Bild: Reichhardt
Andreas Reichhardt (links) und Dr. Thomas Pohlmann, Geschäftsführer von Reichhardt Steuerungstechnik, sehen aktuell ideale Voraussetzungen zur Einführung der neuen Smart-Connected-Technologien.

„Die aktuelle wirtschaftliche Lage bietet hier ideale Voraussetzungen zur Einführung der neuen „Smart Connected Technologien“. Diese Chance gilt es jetzt zu nutzen.“

Andreas Reichhardt, Geschäftsführer, Reichhardt Steuerungstechnik

Grafik Reichardt, Bild: Reichhardt
Stoßen auf breite Nutzerakzeptanz: robuste Technologien wie drahtlose Übertragungstechniken, internetbasierte Cloud-Lösungen oder mobile Bediengeräte. Bild: Reichhardt
Marcus Geimer, Bild: KIT-FAST
Bild: KIT-FAST

„Heute wird zwischen Traktor und Anbaugerät ein Referenzpunkt definiert und von dort auf die einzelnen Arbeitsgeräte und ihren Kontakt im Prozess, zum Beispiel mit dem Boden, referenziert; hierdurch besteht die Möglichkeit, die am Arbeitsprozess beteiligten Elemente sehr exakt zu regeln.“

Professor Marcus Geimer, Leiter des Teilinstituts Mobile Arbeitsmaschinen, KIT

Martin Sykora, Bild: Bosch Rexroth
Bild: Bosch Rexroth

„Nur durch eine Verlagerung von Funktionen in die Software können Hersteller wirtschaftlich eine hohe Zahl an Varianten realisieren, Produktivität und Verfügbarkeit verbessern und daneben die Grundlage schaffen, um in die Welt der Motion Control einzusteigen.“

Martin Sykora, Leiter technischer Vertrieb Mobilelektronik, Bosch Rexroth

 

Christian Voß, Bild: Turck
Bild: Turck

„Durch Modularisierung lassen sich fertige Bausteine kombinieren und anwendungsgerecht parametrieren, ohne Detailkenntnisse einzelner Bausteine haben zu müssen.“

Christian Voß, Leiter Produktmanagement Linear- und Drehwegsensoren, Turck

Saugbaggerschiff, Bild: Turck
Robustheit ist auch bei der Automatisierungstechnik gefragt: Auf einem Saugbaggerschiff wie der Reimwerswaal herrschen extreme Einsatzbedingungen. Berührungslose induktive QR24-Drehgeber mit fester Impulsrate von Turck, die durch eine Metallplatte an der Stirnseite zusätzlich geschützt sind, erfassen verschleißfrei die Drehung elektrischer Winden. Bild: Turck
Steuer- und Peripheriegeräte, Bild: Bosch Rexroth
Steuer- und Peripheriegeräte von Bosch Rexroth haben sich im Alltag mobiler Arbeitsmaschinen bewährt: Die Bodas-Anwendungslösungen vernetzen die Mensch-Maschine-Schnittstelle, den Fahrantrieb, die Arbeitshydraulik und die Leistungsversorgung der Maschine nahtlos zu einer harmonisierten Fahrzeugsteuerung. Bild: Bosch Rexroth

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