Man nennt sie Bulldog, Trecker oder Schlepper: Diese Kraftpakete meistern die härtesten Einsatzbedingungen auf den größten Feldern und Baustellen der ganzen Welt. Dazu haben die zehn stärksten Traktoren bis zu 692 PS unter der Haube, was 508 Kilowatt entspricht. Die brauchen sie auch: Um die Produktivität zu erhöhen, werden immer größere Anbaugeräte produziert. Mit Drehmomenten bis 3.000 Newtonmeter sind die Maschinen stark genug, um selbst die schwersten dieser Anhänger und Pflüge zu ziehen.

Platz ein im Ranking belegt der US-amerikanische Traktor Case IH Steiger/Quadtrac 620. Der Branchenprimus wiegt über 24 Tonnen und fährt mit Kettenantrieb. Der Tankinhalt von 1.880 Litern entspricht etwa 15 vollen Badewannen. Die Maschine hat ein Eigengewicht von 24 Tonnen und ist damit noch nicht einmal das schwerste Fahrzeug der Rangliste – dieser Titel gebührt dem fünftplatzierten Versatile 610DT mit 27 Tonnen Gewicht.

Eine solche Masse erzeugt natürlich hohen Druck auf den Feldboden. Zu sehr darf die Erde aber nicht verdichtet werden, denn das würde es den Ackerpflanzen schwer machen, sie mit den Wurzeln zu durchdringen. Die Qualität des Bodens insgesamt würde leiden. Ein geringerer Ertrag wäre die Folge. Deshalb haben die Traktoren dieser Größe in der Regel Doppelbereifung oder Raupenlaufwerke – mehr Fläche, weniger Druck.

Mit größeren und stärkeren Maschinen allein ist es bei den Traktoren aber nicht getan: Die Hersteller arbeiten mit Hochdruck an Automatisierungslösungen für die Landwirtschaft. Diese reichen von GPS-gestützten Assistenzsystemen bis hin völlig autonomen Modellen, von denen es bislang aber nur Konzeptfahrzeuge gibt: Auf der Agritechnica 2017 präsentierte Danfoss beispielweise das Davis-Fahrzeug. Case IH zeigte bereits im Februar 2017 auf der Sima ein autonomes Konzeptfahrzeug, das damals großes Medienecho auslöste: