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Herr Kräußlich, was zeichnet den Hydraulikgipfel aus?

Wolfgang Kräußlich: Er füllt eine Lücke. Es gibt ja einige sehr gute Veranstaltungen für die Hydraulikbranche. Die sind allerdings entweder eher handwerklich-technisch orientiert, sehr praxisnah für Instandhalter zum Beispiel, oder aber sehr wissenschaftlich mit viel Techniktheorie, wie etwa das IFK. Der Hydraulikgipfel zeichnet sich nun dadurch aus, dass er speziell Führungskräften strategische Orientierung bietet. Wir greifen die für viele Unternehmer drängenden Fragen rund um die Digitalisierung auf. Wir bieten eine Plattform, auf der über veränderte Kundenanforderungen ebenso diskutiert werden wird wie über neue Geschäftsmodelle. Und das durchaus kritisch: Wie viel Digitalisierung braucht die Hydraulik, und in welchen Bereichen? Wir treffen hier auf Leute, die mehr oder weniger alle dieselben Probleme miteinander teilen und sich auf einer strategischen Ebene austauschen können – und gegebenenfalls auch neue Lösungsansätze dazu finden.

Was bedeutet das Motto „Mit Hochdruck in die Zukunft“?

Kräußlich: Der Begriff Hochdruck steht symbolisch für die große Stärke der Hydraulik, die enorme Kraftdichte, gleichzeitig für den Trend zu höheren Drücken, sprich mehr Effizienz. Und natürlich dafür, mit Hochdruck an neuen Themen wie elektromechanischen Hybridsystemen oder Predictive Maintenance zu arbeiten. Eben an der Zukunft. Der Schwerpunkt des Hydraulikgipfels liegt daher ganz eindeutig auf dem Thema Digitalisierung – von der digitalen Ausrüstung von Komponenten wie Pumpe, Ventil oder Zylinder über Cloud-basierte Vertriebs- und Einkaufsmethoden bis hin zu wenig beachteten Themen wie digitalen Konzepten, um der Abkündigung von Werkstoffen oder Bauteilen Herr zu werden. Da finden sich sehr viele Ansätze, neue Ideen und Impulse, sodass ich denke: Jeder, der an dieser Veranstaltung teilnimmt, nimmt auch etwas mit nach Hause.

Was werden die Teilnehmer konkret mitnehmen?

Kräußlich: Das hängt ein Stück weit auch von ihnen selber ab: Nach jedem Vortragsblock organisieren wir so genannte Big-Table-Meetings, an denen die Besucher in kleineren Gruppen rotierend direkt mit den jeweiligen Referenten ins Gespräch kommen können. So können sie ihre Fragen persönlich stellen und gleich wertvolle Kontakte knüpfen. Die Veranstaltung ist zudem so organisiert, dass die Besucher auch leicht untereinander in Kontakt kommen können. Das bietet Anregungen und Impulse, aber auch konkrete Beispiele, wie man Dinge anpacken kann. Was wir den Teilnehmern sicherlich nehmen können, ist der skeptische Blick in die Zukunft. Denn unsere Referenten werden klar zeigen, dass man sich vor den Herausforderungen der Digitalisierung nicht verstecken muss. Im Gegenteil, die Chancen, gerade auch für die Hydraulikbranche, überwiegen.

Die Praxiskonferenz für Führungskräfte bei Hydraulik-Anwendern und -Herstellern

Der Hydraulikgipfel 2018 steht unter dem Motto "Mit Hochdruck in die Zukunft".

Am 09. Mai können die Teilnehmer im Maritim Hotel in Würzburg Best-Practice-Beispiele erleben und erfahren, wo Methoden der Industrie 4.0 in der Hydraulik schon erfolgreich eingesetzt werden. Zukunftsweisende Impulsvorträge und Big-Table-Talks zum Thema Industrie 4.0 in der Hydraulik sowie interaktive Praxis-Workshops zu Themen wie Big Data, Predictive Maintenance und digitalen Produktdatenbanken runden das Programm ab.