Sanierungsarbeiten an der Iller

2013 beginnt Scharpf Wasserbau mit den vorbereitenden Maßnahmen zur Quellsanierung in Bad Wörishofen, die 2013/2014 durchgeführt worden ist. Bild: Scharpf Wasserbau

Seit etwa fünf Jahren werden nun auch vermehrt Hydrauliköle auf PAO-(Polyalfaolefine)-Basis verwendet.

Das Unternehmen Scharpf-Wasserbau aus Dirlewang ist Spezialist im Bereich Trinkwassergewinnung sowie Wasserbau und hat hier tagtäglich in umweltsensiblen Bereichen zu tun. Der Einsatz von biologisch abbaubaren Hydraulikölen ist für das mittelständische Unternehmen nicht nur vorgeschrieben, sondern auch Teil der eigenen ökologischen Verantwortung. Scharpf weist über 30 Jahre Know-how im Bereich Trinkwassergewinnung auf und gilt als Technologieführer der Branche.

Die Kerntätigkeiten sieht Geschäftsführer Simon Scharpf, der das Unternehmen gemeinsam mit Bruder Matthias leitet, in den Bereichen Quellfassungen, PE-Schachtbau, PE-Auskleidung, Wasserbau, Spezial-Tiefbau, Brunnenbau und Anlagenbau.

Das Unternehmen setzt seit seiner Gründung 1983 Bioöle ein, allerdings mit sehr durchwachsenem Erfolg. „Wir mussten mit den typischen Problemen wie Undichtigkeiten oder Unverträglichkeiten leben“, erklärt Simon Scharpf. Vor etwa vier Jahren ölte Scharpf alle Maschinen von Esteröl auf Avia Syntofluid PE-B (HEPR-Bioöl) um. Seit diesem Zeitpunkt werden auch Neumaschinen ausschließlich mit diesem Öl befüllt. jl

Autor: Rainer Janz, Bantleon

Bei Quell- und Gewässerbau-Projekten erforderlich

Simon Scharpf

Simon (li.) und Matthias Scharpf führen in zweiter Generation das 1983 gegründete Erd- und Tiefbauunternehmen Scharpf. Die Firma saniert und erschließt unter anderem Quellfassungen. Bild: Scharpf

KURZINTERVIEW: Simon Scharpf, Scharpf Wasserbau

fluid: Sie setzen Bioöle unterschiedlichster Technologien bereits seit Jahrzenten ein. Ist bei Ihren Einsätzen die Verwendung von Bioöl zwingend vorgeschrieben?

Ja. Bei unseren Quell- und Gewässerbau-Projekten, die in Trinkwasserschutzgebieten beziehungsweise an Gewässern ausgeführt werden, ist biologisch abbaubares Hydrauliköl zwingend erforderlich. Für unser Unternehmen ist dies bereits seit 30 Jahren selbstverständlich.

fluid: Seit etwa vier Jahren setzen Sie mit Avia Syntofluid PE-B ein Bioöl auf PAO-Basis (HEPR) ein. Was war der Grund für den Wechsel von Ester-Bioöl auf PAO-Bioöl?

Nachdem ich in der Fachpresse und über Geschäftspartner auf PAO-basierende Bioöle aufmerksam geworden bin und mich weiter informiert habe, war der Grund für den Wechsel offensichtlich. Bioöle auf PAO-Basis grenzen viele große von uns erlebte Nachteile der esterbasierenden Bioöle, wie zum Beispiel Temperaturprobleme, Leistungsverlust, Aggressivität gegenüber Dichtungen und Schläuchen sowie das schlechtere Viskositätsverhalten, gänzlich aus.

fluid: Welche Vorteile bringt Ihnen das PAO-Bioöl?

Quellsanierung

Sanierungsarbeiten an der Iller. Bild: Scharpf

Da das Avia Syntofluid PE-B die Eigenschaften eines Mehrbereichsöles mit sich bringt, benötigen wir nur noch eine Sorte Hydrauliköl. Unser kompletter Fuhrpark, Großgeräte wie auch handgeführte Kleingeräte, auch älteren Baujahres, sowie ölgeschmierte Unterwasserpumpen werden bei uns mit diesem einen Öl betrieben.

fluid: Hatten Sie mit diesem Öl schon jemals Probleme, beziehungsweise Schäden?

Bei erstbefüllten Maschinen sind mir keine Schäden oder Probleme bekannt. Bei umgeölten Maschinen sind mir keine Probleme bekannt, die auf Avia Syntofluid PE-B Bioöl zurückzuführen sind.

fluid: Was raten Sie Unternehmen, die heute vor der Qual der Wahl stehen und Bioöl einsetzen müssen?

Ganz klar ein Bioöl auf PAO-Basis einzusetzen. Es ist aus meiner Sicht momentan das Fortschrittlichste, was der Bioölmarkt zu bieten hat.