LCH am Cern, Bild: Cern

Für die Funktion des Teilchenbeschleunigers sind die Magneten essenziell. Sie werden auf unter -270,3 Grad Celsius gekühlt und erzeugen ein magnetisches Feld mit einer Flussdichte von rund acht Tesla. Zum Vergleich: Handelsübliche Magnete im Consumer-Bereich haben etwa 0,1 Tesla.

Pfeiffer Vacuum hat erneut einen Auftrag des Forschungszentrums Cern über Turbopumpen und Turbopumpstände erhalten. Das Cern ist die europäische Organisation für Kernforschung. Es liegt an der Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz bei Genf. Es ist das weltgrößte Forschungszentrum für Teilchenphysik. Seine Hauptaufgabe besteht in der Erforschung der Materie, aus der das Universum besteht. Der bedeutendste Teilbeschleuniger am Cern ist der LHC (Large Hadron Collider) mit einem Umfang von rund 27 Kilometer. Darin stoßen Protonen und Ionen mit nahezu Lichtgeschwindigkeit aufeinander.

Vacuum Hipace Turbopumpen, Bild: Pfeiffer Vakuum
Der Auftrag umfasst Pumpen (im Bild) und Pumpenstände. Bild: Pfeiffer Vakuum

Der LHC besteht aus Strahlrohren, in denen ein Ultrahochvakuum herrschen muss. Diese Strahlrohre werden mit Turbopumpständen vorevakuiert. Anschließend sind Turbopumpen mit hoher Kompression für leichte Gase dafür verantwortlich, das Isolationsvakuum zu erzeugen. Dieses Isolationsvakuum ist für den Betrieb der supraleitenden Magnete bei einer Temperatur von -271 Grad Celsius wichtig.

Andreas Schopphoff, Head of Market Segment R&D bei Pfeiffer Vacuum, sagt: „Die Kooperation zwischen Cern und Pfeiffer Vacuum basiert auf einer jahrelangen vertrauensvollen Zusammenarbeit. Da es sich hierbei um Anwendungen handelt, die nie zuvor umgesetzt wurden, sind die technischen Herausforderungen besonders anspruchsvoll.“

Bei den Komponenten, welche die Großforschungseinrichtung jetzt verwenden wird, handelt es sich um Hipace Turbopumpen und Hicube Turbopumpstände. Die Turbopumpe entwickelte der Hersteller in ihrer ursprünglichen Form im Jahr 1958. Damals bestand das Ziel darin, ein kohlenwasserstofffreies Vakuum zu erzeugen. Das Cern war einer der ersten Kunden für dieses Produkt und ist bis heute ein wichtiger Anwender. In dem 1954 gegründeten Forschungszentrum sind heute neben den etwa 2.500 Mitarbeitern mehr als 10.000 Gastwissenschaftler aus aller Welt tätig. do

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