Per Cylinderfinder einfach Informationen zu Zylindern von Aventics bekommen. Bild: Aventics

Per Cylinderfinder einfach Informationen zu Zylindern von Aventics bekommen. Bild: Aventics

Die Benutzerfreundlichkeit und der einfache Aufbau der webbasierten Applikation standen bei der Entwicklung im Vordergrund. „Wichtig war uns, dass der Cylinderfinder sofort ohne Installation, ohne Log-in und ohne Vorkenntnisse genutzt werden kann“, erklärt Florent Orget, Mitarbeiter im strategischen Produktmanagement von Aventics. Als Vorbild diente den Softwareentwicklern der B2C-Bereich: Durch eine selbsterklärende Menüführung sollen Konstrukteure mit dem Online-Tool schnell und unkompliziert das richtige Produkt finden.

Der Cylinderfinder greift im Hintergrund auf einen Server mit sämtlichen Zylinderfamilien und -varianten des Pneumatikherstellers zu. Der Konstrukteur gibt zur Auswahl zunächst die konkreten Anwendungsdaten wie Hub, Zykluszeit und Nutzlast ein. Zu jeder Eingabe erhält er über ein Informationsfeld praktische Hinweise. Anhand der eingegebenen Daten ermittelt der Cylinderfinder in Frage kommende Produkte. Dabei berücksichtigt er 18 Produktserien mit 1700 möglichen Zylindervarianten. In einer Tabelle werden alle geeigneten Produkte zusammengefasst. Nach den reinen Anwendungsdaten filtert der Konstrukteur die Auswahl nach Anforderungen wie hygienisches Design oder Atex. In der Auswahltabelle kann er jederzeit wichtige Detailergebnisse abrufen und die verschiedenen Zylinder miteinander vergleichen.

So zeigt das Tool für jede Zylindervariante die individuelle Belastung an. Der Anwender entscheidet damit bewusst, ob er entweder mit Reserven arbeitet oder genau auf Punkt auslegt.

Die Energieeffizienz sofort im Blick

Cylinderfinder von Aventics, Bild: Aventics
Mit dem Cylinderfinder finden Konstrukteure den richtigen Pneumatikzylinder. Bild: Aventics

Die besonders energieeffizienten Zylinder für die spezifizierte Anwendung sind in den Auswahllisten immer eindeutig gekennzeichnet. Nach der Detailkonfiguration kann der Anwender seinen in wenigen Minuten ausgelegten Wunschzylinder in den Produktkonfigurator von Aventics übertragen und direkt im eShop eine Bestellung auslösen. „Am Anfang stand die Frage: Welcher Zylinder passt am besten zu einer bestimmten Anwendung?“, erklärt Florent Orget die Idee hinter dem Tool. Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten und hängt von vielen Faktoren ab. „Wichtig war uns deshalb die Transparenz der Produktauswahl. Der Anwender soll nicht einfach nur sehen, welches Produkt am Ende als das beste identifiziert wird, sondern auch, wie einzelne Eingaben die Auswahl beeinflussen.“

Der Cylinderfinder ergänzt die Reihe der Engineering Tools, die Aventics seinen Kunden kostenlos zur Verfügung stellt. Dazu zählen ein Produktkonfigurator, Berechnungsprogramme, eine CAD-Zeichnungs-Suche und eine Software zur Erstellung von Schaltplänen. Seit dem vergangenen Jahr gibt es darüber hinaus das sogenannte Cross Reference Tool, mit dem Kunden und Händler Produkte von anderen Anbietern mit denen von Aventics vergleichen können. jl

Redakteure im Einsatz

Julia Lansen begeister sich spielend leicht für die Pneumatik. Bild: fluid

Die Einfachheit der Pneumatik

Die Online-Auswahl von Zylindern ist nur ein Thema bei Aventics, bei dem Einfachheit und Schnelligkeit im Vordergrund stehen. Auch die neue Ventilserie ES05 setzt auf diese Eigenschaften. In der diesjährigen April-Ausgabe der fluid berichteten wir bereits über die neue Serie (siehe fluid 4/2016, Seite 50), die auf der Hannover Messe ihre Weltpremiere feierte. Das Versprechen des CEOs des Pneumatikherstellers, Paul Cleaver: „Es war noch nie so einfach, so schnell ein Ventilsystem zu montieren“. Wie einfach und schnell das funktioniert, durften die Standbesucher in Hannover selber testen. Das scheint zunächst ein gewagtes Experiment, wenn man sogar montageunerfahrene Redakteure an den Schraubendreher lässt. Aber dieser ist tatsächlich das einzige benötigte Werkzeug und alle Bauteile sind so eindeutig markiert, dass eine Fehlmontage nahezu ausgeschlossen ist. Damit gelingt es, nach ein paar ungelenken Ansätzen, dann sogar einer Fachredakteurin, das Ventilsystem innerhalb von fünf Minuten zu montieren – eine Zeit, die natürlich immer noch weit über der eines Profis liegt, der die Montage in zwei Minuten schafft. jl