Asco Numatics Ventilinsel

Asco Numatics-Feldbus-Ventilinsel mit G3-Elektronik, Profibus-DP-Anschluss, 2 I/O-Modulen, automatischem Datensicherungsmodul und Pneumatikventilen mit Stahlschieber-Gleitmantel-Technologie der Serie 501.

Display auf Modul 300

Das Display zeigt im Klartext Konfigurations- und Diagnosedaten an. Intuitive Bedienung und Programmierung über zwei Drucktasten. Es wird kein externes Programmier- oder Auslesegerät benötigt.

Das Feldbussystem G3 von Asco Numatics verfügt über sechs Leistungsmerkmale, die es bisher in dieser Kombination noch nicht gab. Bei dem Feldbussystem handelt sich um den einzigen in eine Ventilinsel integrierten Feldbusknoten, der über Klartext-Displays zum Ablesen und Eingeben verschiedener Parameter, ein integriertes Datensicherungsmodul sowie leicht austauschbare und universell einsetzbare I/O-Module verfügt.

Hinzu kommt die neue Numatics-Backplane Erweiterung für die Ansteuerung von bis zu 16 Unterinseln, Speedcon-M12-Schnellverriegelungen zum Anschluss von elektronischen Verbindungsleitungen und die bisher unerreichte Kapazität von bis zu 256 Ein- und 512 Ausgängen je Feldbusknoten.

Speedcon Steckanschlüsse

Einstecken, 180 Grad drehen, fest: So schnell lassen sich die Kabel mit Speedcon ins Modul stecken und zuverlässig verbinden. Normale M12-Stecker passen auch. Die ergonomische Gestaltung der Module erlaubt auch auf voll belegten Moduloberflächen den leichten Zugang.

Die Innovationen haben alle ein Ziel: Den Aufwand beim Aufbau und Betrieb einer Anlage zu minimieren und damit die Effizienz zu erhöhen. „Im Preisniveau sind wir mit der neuen G3-Feldbuseletronik absolut wettbewerbsfähig“, betont man bei dem Unternehmen. „Zusätzlich bieten wir deutlich mehr Leistung. Eine Alleinstellung, die auf hohes Kundeninteresse stoßen dürfte.“

Die Innovationen

Erstens: Ein in jedes Modul integriertes Display gibt im Klartext Auskunft über Kurzschlüsse, fehlende oder zu niedrige Spannungsversorgung, den Ausfall von Sub-Modulen, die Aktivierung eines Selbsttests und das Netzwerkfehlerlog. Bei Wartungs-, Installations- und Reparaturarbeiten wird Zeit gespart, da Störquellen nicht mehr aufwendig gesucht werden müssen.

Ohne separat anzuschließendes Diagnosegerät erkennt der Monteur direkt vor Ort, welche Maßnahmen einzuleiten sind.

Darüber hinaus können mit Hilfe von zwei Eingabetasten – ohne teures, separates Programmiergerät – zentrale Einstelloptionen wie Netzwerkadresse, Baudrate sowie die Anzahl der Ein- und Ausgänge direkt am Modul bearbeitet oder die Wiederherstellung seiner Werkseinstellungen vorgenommen werden.

Zweitens: Das optionale Datensicherungsmodul, das direkt neben dem Feldbusknoten sitzt, fragt bei jedem Einschalten der Anlage die Parameter der einzelnen G3-Module ab und speichert sie. Kommt es zum „Absturz“ oder Ausfall eines Systems, ist beim erneuten Hochfahren keine neue Einstellung der aktuellen Werte erforderlich.

Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich bei der Absturz-ursache um einen Blitzeinschlag, einen Stromausfall oder eine mechanische Beschädigung handelt. Auch für ein im Austausch eingebautes Modul brauchen bei eingebautem Datensicherungsmodul keine Einstellungen mehr vorgenommen zu werden. Die Parameter des vorherigen Moduls werden beim Einschalten automatisch überspielt. Das beschleunigt die Wartung oder Wiederinstandsetzung und minimiert Ausfallzeiten.

Sub Bus

Die Haupt-Ventilinsel versorgt über den Numatics-Sub-Bus bis zu 16 Sub-Inseln, mit oder ohne Ventilen und/oder I/Os.

Drittens: Der modulare Aufbau der Feldbus- und Modulinseln. Einzelne Module können problemlos und schnell „von vorne“ ausgetauscht werden, ohne dass die anderen Module auf der DIN-Schiene gelockert oder entfernt werden müssen. Die Modulverzahnung im Schwalbenschwanzdesign und der neuartige Verbindungsclip machen dies möglich.

Gleichzeitig reduziert sich die Lagerhaltung, da dieselben Module sowohl an der zentralen Feldbusinsel wie auch an Unterinseln verwendet werden können.

ARM Datensicherungsmodul

Das Datensicherungsmodul (ARM) sichert bei Störfällen die Daten sämtlicher angeschlossener Module und des Feldbusknotens. Nach Beendigung des Störfalls liest es die Daten wieder in die Modulspeicher zurück.

Viertens: Die zentrale Feldbusinsel kommuniziert über einen unternehmenseigenen Sub-Bus mit den Unterinseln, die ihrerseits auch Ventile enthalten können. Diese Modularität führt dazu, dass Ventile nahe am Aktuator angebracht werden können, wodurch die Pneumatikverbindungen zwischen Ventil und Aktuator minimiert und der Verschlauchungsaufwand sowie die Druckluftkosten deutlich reduziert werden.

Fünftens: Die Speedcon-Steckdosen und -Gerätestecker für die Anschlüsse der Feldelemente (Aktoren, Schalter, Sensoren etc.) an den Modulen. Die M12-Stecker brauchen nicht verschraubt zu werden, sondern sie müssen einfach nur in die Anschlussbuchse eingeführt und dort um 180 Grad verdreht werden. Gerade an schwer zugänglichen Stellen ist das eine besondere Montageerleichterung. Normale M12-Stecker lassen sich aber auch verwenden.

Schwalbenschwanzverbindung

Die Module werden untereinander über die Schwalbenschwanzverzahnung gehalten. Ein Clip verriegelt diese und stellt gleichzeitig die elektrische Verbindung her. Das Modul kann jederzeit leicht nach vorne herausgezogen und ausgetauscht werden, ohne dass die Insel demontiert werden muss.

Sechstens: Die bisher im Pneumatikbereich unerreichte Anzahl von 256 Ein- und 512 Ausgängen je Feldbusknoten ermöglicht, dass kleine und mittlere Maschinen komplett über nur einen Feldbusknoten steuer- und regelbar sind.

Mit seinen digitalen und analogen Ein- und Ausgängen kann jede Kommunikationsaufgabe gelöst werden. Die G3-Elektronik lässt sich leicht mit allen Plug-In-Stahlschieber-Ventilen von Asco Numatics kombinieren. Alle gängigen Feldbussysteme sind lieferbar.

Für neue Anwendungsfelder bereit

„Mit der neuen G3 Feldbuselektronik haben wir ein innovatives Produkt im Angebot, das auch neue Anwendungsfelder jenseits der Pneumatik eröffnet“, freut sich Sven Richter, Vertriebsleiter bei dem Unternehmen. „Die Resonanz bei Gesprächen mit Konstrukteuren und Servicepersonal ist ausgesprochen positiv.“

In Sachen Feldbussystemen unterstützt zusätzlich zu den gängigen Feldbusprotokollen wie Profibus, Profinet, Ethernet/IP, Ethercat, IP/DCR, Devicenet, Canopen und Modbus die G3-Feldbuselektronik auch den Open Source Standard Ethernet Powerlink. jl

Autor: Thomas Hohenreuther, Asco Numatics