IP120TS

Die IP 120 TS ist mit ihrem schmalen Presskopf für die Einbindung von großen oder speziell geformten Bogenarmaturen in der Großserienfertigung geeignet. Bild: Indunorm

Das Unternehmen Indunorm hat bei der Weiterentwicklung seiner Pressen aus dieser Erkenntnis Konsequenzen gezogen.

Schlauchpresse

Ziel der Entwickler war unter anderem, die Schlauchpressen
auch im Detail zu verbessern. Die IP 32 BV erhielt beispielsweise eine Mikrometerschraube für die stufenlose Press-Durchmesser-Einstellung. Bild: Indunorm

Der Markt verlangt bei Schläuchen einerseits immer engere Biegeradien bei höheren Druckbelastungen. Andererseits muss die Sicherheit der Anwender gewährleistet sein; nicht umsonst sind Betreiber von Maschinen und Anlagen laut der DGUV Regel 113-015 Hydraulikschlauchleitungen (Regeln für den sicheren Einsatz) verpflichtet, hydraulische Verbindungen zu prüfen und bei Unfällen und Schäden zu haften. Der Herstellung sicherer Leitungen kommt daher immer größere Bedeutung zu.

In Kooperation mit führenden Maschinenherstellern und Systempartnern hat Indunorm seine Praxiserfahrungen genutzt und Pressen zur Konfektionierung von Hydraulik-Schlauchleitungen entwickelt, welche diesen Ansprüchen besser gerecht werden sollen. Die Entwickler führten vielfältige Pressversuche und Feldtests durch und verbesserten die Maschinen in den folgenden Bereichen: Steuerung, Bedienerfreundlichkeit, Handhabung, Leistungsdaten sowie die ergonomische Gestaltung. Das Ergebnis dieser Mühen ist die „IP-Serie Hydraulic Line“.

Ein Blick auf die Details

Werkstattpresse

Werkstattpresse: Beim Modell IP 24 BV wurden elektromechanische Steuerungen integriert.
Bild: Indunorm

Zu den Entwicklungszielen gehörte auch der ökonomische Faktor: Bei den beiden neuen Werkstatt-Pressen IP 24 BV und IP 32 BV wurden elektromechanische Steuerungen integriert, um das Pressen in bestimmten Anwendungsbereichen günstiger zu gestalten. Verbesserungen findet man im Detail: Zum Beispiel ermöglicht eine Mikrometerschraube nun die stufenlose Press-Durchmesser-Einstellung. Die Vielfalt der Anwendungen spiegelt sich bei den Pressen wieder.

Die IP 120 TS eignet sich beispielsweise aufgrund ihres schmalen Presskopfs für die Einbindung von speziell geformten Bogenarmaturen und ist somit universell einsetzbar. Der Manometer zur Kontrolle des Pumpendrucks ist auf Sichthöhe und das integrierte Aggregat bildet eine Fertigungseinheit, um den Platzbedarf der Maschine zu verringern.

Eine gute Maschine allein reicht nicht

Schlauch mit Lehre

Prüfmethode: Die patentierten Bogenprüfdorne ermöglichen bei gebogenen Armaturen reproduzierbare Einbindeergebnisse. Bild: Indunorm

Reproduzierbare Schlauchleitungsqualität und damit auch Sicherheit ist allerdings nicht nur eine Frage der Maschinen, sondern der gesamten Prozesskette. Indunorm hat daher das „Joint-Fit-Sicherheitssystem“ entwickelt.

Es behandelt die Herstellung ganzheitlich: So sind nicht nur Pressen Teil des Programms, sondern auch die darauf abgestimmten System-Komponenten und Prüfmethoden. Das Schlauch- und Armaturensystem wird druckimpulsgeprüft.

In Verbindung mit der pneumatischen Projektil-Schlauchinnenreinigung, den patentierten Nippeleinfall-Prüfmöglichkeiten mit Universalprüfdornen und der Verarbeitung mit präzisen Maschinen übertreffen die produzierten Qualitäten die Normen DIN EN ISO 1402, DIN EN ISO 6803, DIN 20066 und die Maschinenrichtlinie.

Sicherheit bleibt letzlich immer Vertrauenssache. Bei der Einbindung von Schlauchleitungen sollte sie jedoch ein Stück weit überprüfbar sein. Dabei hilft die Zertifizierung der Produkte. do

Autor: André Haußmann, im Auftrag von Indunorm Hydraulik